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Abi am Privatgymnasium: Viele schaffen die Eins vor dem Komma

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Die Absolventen am Privatgymnasium Holzkirchen.
Die Absolventen am Privatgymnasium Holzkirchen. © Privat

Am Privatgymnasium Holzkirchen starten 45 Abiturienten in einen neuen Lebensabschnitt. Viele mit sehr guten Noten.

Holzkirchen – Mit einem Jahrgangsschnitt von 2,0 verlassen 45 junge Damen und Herren 2021 die private Ganztagsschule Holzkirchen. Viele krönten ihr Abitur mit einer Eins vor dem Komma – eine Quote, die deutlich über den heuer ohnehin schon guten bayerischen Werten lag. In zwei Feiern nahmen Schule und Absolventen Abschied voneinander.

Um zwölf Jahre in Lob, Anekdoten, Reden und Zeugnissen zu würdigen, brauchten Eltern, Geschwister und Lehrer ordentlich Sitzfleisch. Jeweils fast vier Stunden lang zog ein munteres Programm über die großen Stufen vor dem Neubau am Publikum vorbei, das sich corona-konform auf Stuhlgruppen im Schulhof verteilte. Das Wetter blieb gnädig und so mussten Musiklehrerin Katharina Schwab am elektrischen Klavier, Kollege Matthias Funke mit seiner Geige und Hausmeister Martin an der Musikanlage nicht wie im Vorjahr um ihre Technik fürchten.

„Dieser Abend ist der letzte, an dem wir Zeit als ganze Klasse mit unseren Lehrern verbringen,“ sagten Nadine Scheck und Marc Maron etwas wehmütig ebenso wie tags darauf bei der zweiten Feier ihre Kollegen Enes-Kaan Uguz und Laura Walther.

Dass es nun in einen neuen Lebensabschnitt geht, nahm Schulleiter Peter Globocnik zum Anlass, zu Richtungsänderungen aufzufordern, zu Unerwartetem zu ermutigen und zum Austausch mit anderen Menschen anzuspornen. Dass es immer wieder anders kommt, belegte er mit einer Berufswünsche-Liste aus der sechsten Klasse. Kaum jemand wollte noch TV-Moderator, Auto-Tester, Lehrer oder Techniker werden, vermutete Globocnik unter dem Gelächter der Zuhörer. Auch Nadine Scheck, Sebastian Knobloch, Benita Bornemann und Marc Maron bestätigten dies in ihrer Schülerrede. Probleme mit Klassenzimmern unter der Dachschräge oder im Container, Anekdoten von Klassenfahrten und schließlich die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie spiegelten ein warmes Miteinander.

Das bestätigte der Lehrerdialog zwischen Patrick Sowa und Jörg Meister, die sich über unterschiedliche Schülertypen ausließen, etwa gut Organisierte und Melancholiker im Gegensatz zum „Puristen“, der mit einem Kugelschreiber auskommt.

Die Abiturzeugnisse überreichten Peter Globocnik und sein Stellvertreter Christian Lekebusch mit einem Buchgeschenk. Beide mahnten mehrmals: Im Umschlag waren nur Kopien, das Original gibt es erst ab 16. Juli im Sekretariat abzuholen.

Zum Schluss drehten die Abiturienten noch einmal richtig auf. Alle Pädagogen sowie Sekretärin Verena Schönsteiner und Hausmeister Martin erhielten zunächst eine freundlich-liebevolle Benotung mit Urkunde. Ausführlicher machten es die Schüler noch mal im Wechsel mit kurzen Lob- und Dankesreden über ihre Lehrkräfte, garniert mit Blumen und Schokolade, gipfelnd in einer Laudatio auf Schul- und Klassleiter „Globo“.

Ähnlich verlief der Samstagnachmittag. Hier hielt Christian Lekebusch die Rede der Schulleitung, David Eichhorn und Helena Klingshirn die Schülerrede. Den Rückblick auf die Schulzeit steuerten Jörg Meister und Christian Lekebusch bei. Auch die Schülereinlage galt traditionell einem Feuerwerk aus Anekdoten, Veralberung, Lob und Dank für die Lehrerschaft. Was Lekebusch, Enes-Kaan Uguz und Laura Walther am Samstag zum Abschied sagten, fasste bereits am Freitag Sebastian Knobloch zusammen: „Alle haben bestanden und ihren Abschluss in der Hand. Welche Tür ist die richtige? Lasst uns nicht zu viel planen, sondern einfach das tun, was wir wirklich wollen.“

Von Gudula Beyse

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