1. Startseite
  2. Lokales
  3. Holzkirchen
  4. Holzkirchen

Abschlussfeier an Holzkirchner Wirtschaftsschule: „Es war nix geschenkt“

Erstellt:

Kommentare

Rückblick auf eine Zeit des Bangens: Kathrin Schilbach verabschiedete bei einem Gläschen Sekt feierlich und erleichtert ihre Absolventen der Wirtschaftsschule Pasold-Weißauer.
Rückblick auf eine Zeit des Bangens: Kathrin Schilbach verabschiedete bei einem Gläschen Sekt feierlich und erleichtert ihre Absolventen der Wirtschaftsschule Pasold-Weißauer. © Thomas Plettenberg

Sie haben ihren Abschluss allen Widrigkeiten zum Trotz in der Tasche: An der privaten Wirtschaftsschule Pasold-Weißauer sind die diesjährigen Absolventen mit einer Feierstunde verabschiedet worden.

Holzkirchen – Noch gaben auch in der Wirtschaftsschule Pasold-Weißauer die Hygienevorschriften den Rahmen vor, als Schulleiterin Kathrin Schilbach jetzt ihren Abschlussjahrgang verabschiedete. Doch ein Sektempfang unter freiem Himmel und die gelockerte Maskenpflicht ließen durchaus das Gefühl von Normalität aufkommen. Man ist routiniert geworden im Umgang mit Corona – auch wenn das Schuljahr noch mehr von der Pandemie geprägt war als das im Jahr zuvor. Daran erinnerte Schilbach, und dies auch heuer mehrmals, da es in der festlich geschmückten Aula erneut klassenweise ans Abschiednehmen ging.

Erstmals gab es dabei junge Leute, deren Eltern bereits unter Schilbach die Holzkirchner Wirtschaftsschule besucht hatten. Mit Hermann Hesses „Stufen“ ließ sie das Jahr Revue passieren. Ein Jahr, das geprägt war vom täglich bangen Blick auf Inzidenzen, Hektik im Notenmachen zu Beginn und vielen Wochen Distanzunterricht. Ein Jahr ohne die schönen Dinge des Schullebens, mit verschobenen Prüfungsterminen und großer Erleichterung, als die Abschlussklassen zurück in die Schule durften. „Die letzten Monate waren geprägt von viel Arbeit für euch und dem Wunsch, dass das Virus einen Bogen um möglichst alle von uns macht“, sagte Schilbach. Es glückte: Niemand musste in Quarantäne, die Prüfungen konnten planmäßig abgelegt werden. Gerüchten über besonders leichte Corona-Aufgaben hielt sie entgegen: „Es war nix geschenkt!“

Bürgermeister Christoph Schmid relativierte die Bedeutung von Noten und ermutigte die jungen Leute, ihren eigenen Weg und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Mit Blick auf die vergangenen Monate riet er: „Traut’s Euch, Handwerk und Dienstleistungsberufe sind krisensicher.“ Die Eltern seien gefordert, Ratgeber zu bleiben, konstruktive Kritik zu üben und zu helfen, falsch eingeschlagene Wege wieder zu verlassen.

„Wir sind stolz auf Euch“, sagte die stellvertretende Landrätin Ulrike Küster. Auch sie wünschte Mut für eigene Pläne und Träume. Bei den Ehrungen zog Schulleiterin Schilbach Parallelen zu den aktuell ausgetragenen olympischen Spielen, denn aus jeder Abschlussklasse waren drei zu ehren. So verlieh sie den Herausragenden zumindest in Worten Gold, Silber und Bronze: Marlene Thalhammer (1,0), Leonie Hentschel (1,62) und Alina Gretschmal (1,87) in der 10a, Evelyn-Michaela Knuth (1,37), Alex Münch (1,62) und Niklas Kunernatsch (1,87) in der 10c und Anna Scharpmann 81,0), Veronika Gasteiger (1,42) und Ben Borgert (1,71) in der 11e. Nach 2014 gab es erstmals wieder zwei Absolventinnen mit 1,0. „Es ist nicht so, dass man das bei uns so einfach schafft“, betonte Schilbach. Für das Duo gab es zusätzlich Urkunden, Geldpreise und je einem Kulturhaus-Gutschein.

Eine Auswahl aller relevanten News und Geschichten erhalten Sie in unserem kostenlosen Newsletter regelmäßig und direkt per Mail. Melden Sie sich hier an für Tegernsee, hier für Miesbach und hier für Holzkirchen.

Auch interessant

Kommentare