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Glückwunsch dem Urgestein: Adolf Unverdorben ist seit 50 Jahren Mitglied der SPD.

Porträt zum Jubiläum

Adolf Unverdorben aus Föching ist 50 Jahre SPD-Mitglied

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Föching – Sportlich, engagiert, selbstbewusst: Adolf Unverdorben wusste schon immer, was er will. Wie der 81-Jährige zur SPD kam...

Als junger Mann hatte der Föchinger bei einem Bagger-Hersteller in Baden-Württemberg gearbeitet. „Dort habe ich gelernt, dass man sich als Arbeiter nicht alles gefallen lassen darf“, erzählt der 81-Jährige, den man in Föching als den „Schmie Adi“ kennt. Fast automatisch sei man damals in eine Gewerkschaft eingetreten („war so üblich“) und so fand er bald seine politische Heimat: Vor 50 Jahren trat Unverdorben der SPD bei.

Diese ungewöhnliche Treue bescherte dem Föchinger jetzt den Besuch einer Gratulations-Delegation. Irmi Ammer, stellvertretende Vorsitzende der Holzkirchner SPD, und Kreisvorsitzender Hannes Gräbner überbrachten Glückwünsche und die Goldene Anstecknadel der Partei.

Die vier Jahre (1954 bis 1958) als Metallbauer bei der Firma Fuchs im Schwäbischen prägten den jungen Mann. „Im Ländle waren sie damals viel fortschrittlicher als in Bayern“, erinnert sich der Jubilar. Zuhause gab’s kaum Arbeit, „dort aber konnte man viel Geld verdienen“. Der Vater hatte extra einen Verwandten nach Stuttgart schicken müssen, um den Sohn zur Rückkehr zu bewegen. Zuhause machte sich Unverdorben als Schmied selbstständig. Drei Kinder wurden ihm geboren, es folgten vier Enkel und zuletzt sogar ein Urenkel.

Man kennt „den Adi“ als Bariton-Hornist bei Blaskapellen und vor allem als Sportler. Der Schmiedemeister war Mitbegründer der SF Föching, unter seiner Regie entstand das Sportheim. Sein Rezept für ein langes Leben verrät er gerne: „Ich habe immer Sport getrieben – und nicht geraucht.“ Leichtathletik und Bogenschießen sind seine Disziplinen, er nahm sogar an Deutschen Meisterschaften teil. Noch heute ist er stolz, zupacken zu können: „Mir fehlt nix.“

Seiner SPD würde er etwas mehr Selbstbewusstsein wünschen. „Nach meinem Geschmack tut sich da zu wenig, man könnte etwas agiler werden.“ Insgesamt habe er sich in der Partei aber stets gut aufgehoben gefühlt. Helmut Schmidt, den schätzte er von allen SPD-Granden am höchsten. Als aktuellen Kanzlerkandidat unterstützt er Sigmar Gabriel. „Ein guter Mann, muss aber etwas schärfer werden.“

Der SPD-Ortsverein Holzkirchen zählt aktuell etwa 70 Mitglieder. Unverdorben gehört zu den treuesten Mitgliedern. Die mit Abstand längste Parteizugehörigkeit kann Martin Erhard vorweisen: Der mittlerweile 98-jährige Holzkirchner ist 1949 in die SPD eingetreten.

avh

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