Live-Ticker: Petry sorgt für Eklat auf AfD-Pressekonferenz

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Willkommen und Abschied: Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer (v.r.) verabschiedete Stefan Gabler und führte Rolf Oehler offiziell ins Amt ein, auch stellvertretender Landrat Klaus Thurnhuber gratulierte.

Grünes Zentrum Holzkirchen

AELF: Alter Chef verabschiedet - neuer eingeführt

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Lange Reden und viele nette Worte: Das gab es jetzt bei der offiziellen Verabschiedung von Stefan Gabler, dem ehemaligen Leiter des Amts für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Holzkirchen.

Holzkirchen– Der Abschied schmerzt. Stefan Gabler macht ein verlegenes Gesicht. „Ein bisschen Wehmut habe ich wirklich“, gesteht er. Schließlich habe er die beiden Landkreise Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen sowie das AELF lieb gewonnen. Trotzdem sei sein Wechsel in den Heimatlandkreis Weilheim die richtige Entscheidung gewesen. Schließlich wurde der 50-Jährige noch mal Papa. Holzkirchen sei eine gute Adresse. Dieses hervorragend ausgestattete Amt übergebe er nun an seinen Nachfolger Rolf Oehler, einen großen, sehr präsent wirkenden Mann. „Ich habe das Glück, dass ich mich jetzt quasi ins gemachte Nest des Grünen Zentrums in Holzkirchen setzen darf“, sagt Oehler.

Diese Worte fanden Gabler, der ehemalige Leiter des AELF Holzkirchen, und sein Nachfolger Oehler nun in der Mensa des Grünen Zentrums. Gabler wurde offiziell verabschiedet und Oehler ins Amt eingeführt. Wie berichtet, war Gabler zum 1. Februar nach zweieinhalb Jahren an das AELF nach Weilheim gewechselt. Nachdem Holzkirchen fast drei Monate verwaist war, trat am 24. April Oehler dessen Nachfolge an, er ist Behördenchef, Leiter des Bereichs Landwirtschaft und der Landwirtschaftsschule. Zuletzt war der 61-Jährige am Amt in Traunstein als stellvertretender Behördenchef, Bereichsleiter Landwirtschaft und Leiter der Landwirtschaftsschule zuständig.

In Erinnerung geblieben ist Gabler, der im Juli 2014 in den Landkreis Miesbach kam, der Umzug nach Holzkirchen. Er führte die Standorte Miesbach und Wolfratshausen zusammen – im Januar 2015 zogen alle ins neue Grüne Zentrum ein. „Das war ein riesen Kraftakt“, sagte er.

Oehler weiß, dass der Neubau Kraft kostete, dass am Anfang nicht alle von dem Standort begeistert waren. Die Ökomodellregion Miesbacher Oberland sehe er als Chance, eine zusätzliche Wertschöpfung zu generieren, gerade für kleinere Betriebe. Das Projekt hatte Gabler gegen anfängliche Skepsis auf den Weg gebracht – stellvertretender Landrat Klaus Thurnhuber nannte ihn daher „einen Vater dieser Ideen“. Das AELF sei für alle da – für die 22 Prozent ökologisch wirtschaftenden Betriebe, für die kleinen und großen, für die mit Anbindehaltung, so Oehler. „Ganz besonders liegen mir die Almbauern am Herzen, die durch ihre harte Arbeit unsere schöne Almlandschaft erhalten.“ Viele Verbraucher aber würden die Berge so in Anspruch nehmen, als ob sie ihnen gehörten. Er sage da nur das Stichwort Mountainbiker. „Mein Herz schlägt besonders für die Bildung und die Landwirtschaftsschule“, gestand er weiter. Eine Schule könne aber nur gut laufen, wenn es genug Lehrer gebe. Die Beratungsabteilung in der Landwirtschaft sei personell sehr ausgedünnt.

Ministerialdirektor Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, versprach in seiner langen Rede: „Die Lücken in Holzkirchen werden wir schnell und zügig schließen.“ Für beide Hauptpersonen hatte er gute Worte übrig. Gabler habe sich durch Einsatzbereitschaft hervorgetan. „Ihr Gespür für Strömungen der Gesellschaft hat Sie ausgezeichnet.“ Er sei einer, der die Dinge umsetzen kann. Die Vollendung des Grünen Zentrums, sei ihm gut gelungen. Oehler nannte Bittlmayer kompetent, er habe eine große Neigung zu Schule und Beratung. „Sie haben klare Ziele und ein offenes Ohr für junge Menschen.“ Für seine neue Aufgabe sei er „bestens vorbereitet.“ Herausforderungen in der Branche gebe es genug: Klimawandel, globalere Märkte, Digitalisierung und Verbraucher, die wissen wollen, wo ihre Lebensmittel produziert werden.

Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis bedauerte Gablers Abschied. Zugleich freute er sich darüber, dass Oehler die Aufgaben übernimmt. Themen wie Nachhaltigkeit, Regionalität und Stärkung des Marktwesens seien ihm wichtig, betonte Löwis. Holzkirchen sei ein wachsender Wirtschaftsstandort, trotzdem müsse man dies mit der Landwirtschaft harmonisch gestalten. Oehler versprach am Schluss allen: „Ich gebe mein Bestes und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.“

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