Aus einem Guss: Ab sofort sind im Oberland nur noch die neuen Lint-Züge unterwegs, die unter dem Namen Bayerische Regiobahn starten. Die alten BOB-Integrale wurden aus dem Verkehr genommen.
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Aus einem Guss: Ab sofort sind im Oberland nur noch die neuen Lint-Züge unterwegs, die unter dem Namen Bayerische Regiobahn starten. Die alten BOB-Integrale wurden aus dem Verkehr genommen.

Bayerische Regiobahn mustert Integrale aus

Alte BOB-Integrale ab sofort auf dem Abstellgleis

  • Dieter Dorby
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Eine Ära geht zu Ende. Seit diesem Wochenende ist die Bayerische Oberlandbahn als Netzbezeichnung und damit die BOB als Kürzel Geschichte. Am Wochenende wurden die in die Jahre gekommenen 17 Integral-Züge ausgetauscht und durch neue Triebwagen ersetzt.

Holzkirchen – Eine Ära geht zu Ende. Seit diesem Wochenende ist die Bayerische Oberlandbahn als Netzbezeichnung und damit die BOB als Kürzel Geschichte. Am Wochenende wurden die in die Jahre gekommenen 17 Integral-Züge ausgetauscht und durch neue Triebwagen ersetzt. Damit ist die Neufahrzeugflotte im Oberland komplett. Im Dezember sollen sechs weitere Fahrzeuge hinzukommen. Ab sofort ist nun die Bayerische Regiobahn (BRB) unterwegs.

Integrale weg - nur noch Lint-Modelle auf dem Gleis

Auf diesen Moment, die brandneuen Fahrzeuge des Typs Alstom Coradia Lint 54 einzusetzen, hat die Bayerische Oberlandbahn GmbH mit Sitz in Holzkirchen als Betreibergesellschaft lange hingearbeitet. Nachdem bereits im Juni die alten Talent-Züge ausgetauscht worden waren, hieß es nun, den Integral-Zügen zum Abschied leise Servus zu sagen. Der eine oder andere mag den Triebzügen, die seit 1998 im Einsatz waren und im Lauf der Jahre mit ihrer zunehmenden Störungsanfälligkeit für Unmut gesorgt haben, ein wenig nachtrauern, weiß man in der Firmenzentrale. Angesichts der vielen Vorzüge, die die Neufahrzeuge haben, werde die Wehmut jedoch schnell in Freude umschlagen.

„Wir sind sehr froh, dass der kleine Flottentausch am 14. Juni und jetzt der vollständige am 26. Juli gut geklappt haben“, sagt Fabian Amini, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Oberlandbahn GmbH. „Wir werden noch kleinere Anpassungen in den Abläufen vornehmen, damit sich der Betrieb mit den neuen Fahrzeugen noch besser einspielt.“ Nun könne man den Fahrgästen „endlich wieder zeitgemäße und qualitativ hochwertigere Mobilität im Oberland bieten“.

BRB mit mehr technische Zuverlässigkeit als die BOB

Neben einer „deutlich besseren technischen Zuverlässigkeit“ bieten die Lint-Fahrzeuge unter anderem großzügige Mehrzweckbereiche, ein deutlich ruhigeres und leiseres Fahrgefühl, große Panoramafenster, modernste Klimaanlagen und Gratis-WLAN. Dank der Einheitlichkeit können nun alle Fahrzeuge im Oberland flexibel miteinander gekuppelt werden, so dass man bei betrieblichen Störungen flexibler reagieren könne.

Zum Vergleich: Die Fahrzeuge des gleichen Typs sind seit Dezember 2018 im Netz Ostallgäu-Lechfeld in Betrieb – einem Netz, das im Serviceranking Qualität der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) zuletzt Platz 15 von 31 belegt hatte und eine Durchschnittspünktlichkeit von über 97 Prozent erreichte. Die BOb erreichte zuletzt Platz 21 und eine Pünktlichkeitsquote von 90,8.

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