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Das 44. Holzkirchner Frühlingsfest wurde am Mittwoch eröffnet. Die Bilanz des Auftakts fällt durchwachsen aus.
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Das 44. Holzkirchner Frühlingsfest wurde am Mittwoch eröffnet. Die Bilanz des Auftakts fällt durchwachsen aus.

Alkohol und Gewalt trüben den Auftakt

Frühlingsfest Holzkirchen: Polizei schon wieder im Dauereinsatz

Das Frühlingsfest in Holzkirchen ist eröffnet. Der Auftakt stand heuer im Zeichen des neuen Alkoholverbots auf öffentlichen Straßen. Die Gäste zeigten sich zwar einsichtig, dennoch war die Polizei im Dauereinsatz.

Holzkirchen – Gleich zwei prächtige Kutschen eskortierte heuer der Holzkirchner Musikzug beim Einzug aufs Festgelände. Die rund 60 Musiker liefen einem Gespann mit zwei wuchtigen Kaltblütern voraus, in deren Kutsche Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis gemeinsam mit Festwirt Anian Kurz und Brauereivertretern saß. Gefolgt von einem Wagen mit vier weiteren Pferden, die 16 Fässer Holzkirchner Gold zum Frühlingsfest karrten. Ein imposanter Auftakt für das 44. Frühlingsfest, der vom Publikum am Straßenrand gebührend bejubelt wurde. Im Anschluss zapfte Olaf von Löwis mit nur drei Schlägen das erst Fass Bier an, füllte einen Maßkrug mit der goldgelben Flüssigkeit und verkündete strahlend: „Ozapft ist!“

Der Musikzug Holzkirchen spielte nach dem Einzug auf dem Festplatz zwei zackige Märsche. Der Vorsitzende des Vereins freute sich auf die bevorstehenden Tage. „Es ist jedes Jahr unser Vereinshöhepunkt. Alle fiebern darauf hin. Dieses Jahr allerdings mit ein wenig Wehmut“, meinte Andi Forstner (45). Die Gemeinde baut bekanntlich das Rathaus aus und vergrößert sich in Richtung Herdergarten-Parkplatz. Langfristig gesehen, wird das traditionelle Fest also umziehen müssen. „Aber für 2019 haben wir eine Zusage der Gemeinde, diesen Platz noch nutzen zu dürfen. Ein wichtiges Jahr für uns. Wir werden 50 Jahre alt, und das Frühlingsfest feiert sein 45-jähriges Bestehen.“ Mit den Einnahmen des Festes sichert der Verein sein Fortbestehen. Wie und wo es 2020 weitergeht, ist ungewiss.

Frühlingsfest Holzkirchen 2018: Alle Infos und das Programm im Überblick

Der Andrang vor dem Zelt war dieses Jahr deutlich geringer als noch im Vorjahr. Keine langen Schlangen, das Zelt füllte sich gemächlich. Bürgermeister Löwis wünschte allen „ein friedliches, fröhliches und wunderbares Frühlingsfest“. Nachdem er den ersten Schluck Bier getrunken hatte, bemerkte er, dass „das Bier heuer besonders gut schmeckt“. Die Blaskapelle des Musikzugs unter der Leitung von Maria Huber spielte Märsche und Wiesn-Hits. Schon nach kurzer Zeit wurde laut mitgesungen, geschunkelt und auf den Bänken getanzt. Besonders auffällig war, dass beinahe alle Besucher in Tracht erschienen. „Das ist ein herrliches Bild und zeigt, dass unsere bayrische Kultur bei Jung und Alt verankert ist“, freute sich Löwis.

Kulinarisch bot Festwirt Anian Kurz von Brotzeiten bis zum traditionellen Hendl alles, was das Volksfestherz begehrt. Dass die Maß heuer 30 Cent mehr kostet, nahmen die Gäste bereitwillig hin. „Wenn man das mit den Preisen auf der Wiesn vergleicht, sind wir hier doch eh gut dran, außerdem schmeckt das Bier super. Eine Preissteigerung von 30 Cent ist zu verkraften“, sagte etwa Festgast Andreas Schwabe (49) aus München.

Auch vor dem Zelt war die Besucherschar überschaubar – vielleicht ein Resultat des neuen Alkoholverbots. „Wir haben bei uns daheim schon ein Bierchen getrunken und sind dann auf das Frühlingsfest gegangen“, erklärte die 18-jährige Johanna aus Holzkirchen. Das Alkoholverbot wurde breit über die sozialen Medien publik gemacht und erreichte vor allem die junge Zielgruppe. „Wir kommen aus Sauerlach und haben am Bahnhof ein Bier getrunken. Von der Polizei wurden wir sehr nett auf das Verbot hingewiesen“, berichteten Tom (21) und Thomas (21). „Wir haben das Alkoholverbot sehr kurzfristig kommuniziert. Wir wollen damit Alkoholspitzen vermeiden. Ich denke, eine echte Bilanz können wir aber erst nach dem Frühlingsfest 2019 ziehen“, erklärte Löwis.

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„Wir sind schon drei Mal mit dem Breakdance gefahren“, berichtete die 15-jährige Theresa aus Holzkirchen. „Letztes Jahr war eindeutig mehr geboten, was die Fahrgeschäfte angeht“, so die junge Holzkirchnerin. Mit Autoscooter, Dosenwerfen, Kinderkarussell, einem Schießstand, dem Illusionshaus Omni und zahlreichen Essenständen kamen Jung und Alt dennoch auf ihre Kosten. Ein friedlicher Auftakt, der Lust auf das kommende Jubiläumsjahr macht.

Das sagt die Polizei über den Festauftakt

Von einem „turbulenten Start“ des 44. Holzkirchner Frühlingsfestes sprach am Donnerstag die Polizei Holzkirchen. Nachdem der Einzug noch ohne Störungen abgelaufen war, hielten laut Pressebericht später diverse Gruppen alkoholisierter Jugendlicher und Heranwachsender die Polizei sowie die Unterstützungskräfte der Operativen Ergänzungsdienste aus Rosenheim den ganzen Abend über in Atem. Neben diversen Körperverletzungen registrierte die Holzkirchner Inspektion auch Beleidigungen gegenüber zwei Polizeibeamten. Darüber hinaus wurden drei Personen wegen starker Alkoholisierung in polizeiliche Gewahrsam genommen. Zwei der Betroffenen, die sich noch im jugendlichen Alter befanden, konnten im weiteren Verlauf ihren Eltern übergeben werden. Das vom Markt Holzkirchen erlassene Alkoholverbot auf öffentlichen Wegen und Plätzen außerhalb des Festgeländes wurde dagegen „größtenteils eingehalten“, berichtet die Polizei.

Kathrin Suda

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