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Ein Großaufgebot an Polizei und Feuerwehr riegelte am vergangenen Donnerstag FOS und Gymnasium ab. 

Polizei geht weiter von technischem Defekt aus

Amokalarm: Einsatzkosten muss keiner tragen 

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Die Ermittlungen für den falschen Amokalarm am Schulzentrum dauern an. Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus, weshalb die Einsatzkosten niemandem aufgebrummt werden.

Holzkirchen– Die Ermittlungen und Untersuchungen für den falschen Amokalarm am staatlichen Schulzentrum in Holzkirchen (wir berichteten) dauern weiter an. Das Zwischenergebnis: „Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit war es ein technischer Defekt“, wiederholt Stefan Sonntag, Sprecher im Polizeipräsidium Oberbayern Süd. „Mit nahezu 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit können wir ausschließen, dass jemand den Knopf gedrückt hat.“

Techniker hätten inzwischen ein Bauteil der Anlage ausgebaut, das von der Herstellerfirma ausgetauscht werde. Trotzdem funktioniere sie im Moment auch. Als genaue Ursache bezieht sich Sonntag auf eine Aussage, die Eva Lenz, Sprecherin der Betreiberfirma der Schulen Vinci Facilities SKE, gegenüber unserer Zeitung äußerte und die einem defekten Bauteil die Schuld gab. „Das ist ungefähr so, wie wenn an einem PC die Maus kaputt geht“, meinte.

Weil quasi keine Person oder Firma schuld sei, müsse voraussichtlich auch niemand für den Großeinsatz aufkommen, erklärt Sonntag. „Man kann bei so einem Einsatz nur jemanden die Kosten auferlegen, wenn er ihn mutwillig oder absichtlich ausgelöst hat.“ Nicht, wenn die Technik mal verrückt spielt. Und nur wenn jemand zur Rechenschaft gezogen werden würde, würde man eine Berechnung aufstellen. Will heißen: Wie hoch die Einsatzkosten waren, wisse man nicht. Das sei auch nicht nötig: Denn die Polizei sei ja im „normalen Dienst“ gewesen. Die Einsatzkräfte versuchen dem Ganzen trotz allem etwas Positives abzugewinnen: „Für uns war es eine Übung im Echtbetrieb“, sagt Sonntag. Eine Nachbesprechung soll nun eruieren, was funktioniert hat und was nicht.

Auch der Fachbereich Öffentliche Sicherheit im Landratsamt betrachtet den Vorfall als Übung und wertet die Ergebnisse aus, erklärt Sprecher Birger Nemitz. Der Notfallplan habe gut funktioniert, Lehrer und Schüler hätten sehr besonnen reagiert. „Auf den ersten Blick ist hier kein Fehler erkennbar.“

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