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Diese Anwohner wünschen sich, dass der Radweg gen Marschall von Holzkirchen kommend verlängert wird.

Unterschriftenliste erreicht Bürgermeister

Anwohner wollen Verlängerung des Radwegs

Marschall - Einige Marschaller wünschen sich die Verlängerung eines Radwegs. Ihre Forderungen haben sie jetzt ins Rathaus geschickt - mit 200 Unterschriften. 

Die Marschaller haben einen langen Atem. Doch jetzt platzt ihnen der Kragen. Seit über 20 Jahren fordern sie die Fortführung des Fuß- und Radweges von Holzkirchen kommend Richtung Marschall. Momentan endet er am Grundstück eines Bauernhofes kurz nach dem beschrankten Bahnübergang. 

Martina Kirmayr gehört zu den Anwohnern, die sich für den Radweg einsetzen. „Die Straße ist eng, nachts ist sie unbeleuchtet und im Winter wird sie durch den geräumten Schnee noch enger.“ Die vierfache Mutter sorgt sich vor allem um die Kinder. Oft würden diese von ihren Eltern chauffiert, um kein Risiko einzugehen. Und: Bei der Erschließung des Neubaugebietes in der Marschaller Kleinfeldstraße sei die Weiterführung zugesagt worden. 

Ihre Forderungen haben die Marschaller jetzt in einem Brief an die Gemeinde formuliert – rund 200 Bürger haben ihn unterschrieben. 

Mit Olaf von Löwis (CSU) ist nun der dritte Holzkirchner Bürgermeister mit dem Projekt betraut. Aber auch ihm sind die Hände gebunden. Bei der Tegernseer Straße handle es sich um eine Staatsstraße. Eine Fertigstellung des Wegs durch den Freistaat könnte, laut Informationen des Bürgermeisters, noch 20 Jahre dauern. Deswegen macht Löwis das Projekt zur Chefsache. Anfang der Woche nahm er Verhandlungen zu einem der Grundbesitzer auf. Insgesamt seien drei Familien betroffen und müssten Grund abtreten. 

„Das Gespräch war sehr positiv und keiner hat ,Nein’ gesagt“, erklärt Löwis. „Leider möchte die Familie kein Geld, sondern eine Tauschfläche. Das wird schwierig, aber wir sind auf der Suche.“ Denn: „Wir müssen dringend beginnen, diese Gefahrenquelle auszuschalten.“ 

Kirmayr lässt auch nicht locker. „Marschall ist gewachsen, genau wie der Verkehr zwischen Lochham und Holzkirchen, die Gefahr ist also noch gestiegen“, meint sie. „Ein Radweg würde sicher auch das Verkehrsaufkommen in Holzkirchen verringern. Viele würden auf ihr Auto verzichten und mit dem Rad fahren.“ Und: „Im Zuge des Verkehrskonzeptes hoffe ich, dass Marschall seinen längst fälligen Radlweg bekommt.“

Von Kathrin Suda

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