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Begehrte Immobilie: Wegen der zentralen Lage im Holzkirchner Ortskern hat auch die Gemeinde ein Auge auf das Gebäude der Agentur für Arbeit geworfen.

Arbeitsagentur in Holzkirchen

Noch klappt's nicht mit dem Verkauf

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Holzkirchen – Der Agentur für Arbeit in Holzkirchen sind ihre Räume zu groß geworden. Ein Verkauf stand schon im Raum - und einen Interessenten gäbe es auch: die Gemeinde. Doch dem Geschäft steht noch etwas im Weg.

Der Standort hat schon Tradition im Holzkirchner Ortskern: „Das Gebäude wurde 1957 gebaut“, sagt Katharina Kristen, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit in Rosenheim. Das frühere Arbeitsamt in der Marktgemeinde war damals komplett eigenständig. Am 1. April 1963 wurde es mit dem Arbeitsamt Rosenheim zusammengelegt und ist seitdem eine Geschäftsstelle von Rosenheim. Jetzt zeichnen sich erneut Veränderungen bei der Institution ab, die heute Agentur für Arbeit heißt. „Das Gebäude ist zu groß geworden“, erklärt Kristen. 2065 Quadratmeter Nutzfläche sind es. Viel zu viel. Verkaufsabsichten stehen im Raum – doch bisher ist keine passende Alternative in Sicht. Auch, weil Immobilien im Ortszentrum rar sind. 

Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) gibt es ganz offen zu. „Prinzipiell wäre die Immobilie der Agentur für Arbeit sehr interessant für die Gemeinde“, sagt er. Ein attraktives Filetgrundstück mitten im Ortszentrum, prima geeignet für Wohnbebauung oder ein neues Rathaus. Denn das alte ist längst zu eng geworden, und die Gemeinde lagerte das Arbeitsgericht sowie Besprechungsräume bereits zur Miete in das Agenturgebäude aus (wir berichteten). Es habe auch schon entsprechende Gespräche gegeben, in denen die Gemeinde deutlich machte, dass sie an einem Kauf der Immobilie interessiert sei. „Aber dann haben sie beschlossen, dass sie vorerst nicht verkaufen wollen.“ 

Das bestätigt Pressesprecherin Kristen. „Es gab Verkaufsabsichten, sie wurden zwischenzeitlich aber wieder verworfen“, erklärt sie. „Aktuell steht also ein Verkauf der Immobilie nicht an.“ Doch das war nicht immer so: „Fakt ist, dass im Jahr 2014 eine Veräußerung ins Auge gefasst und auch eine entsprechende Veräußerungsanzeige geschaltet wurde.“ Man suchte damals per Anzeige eine neue Immobilie mit circa 900 Quadratmetern Bürofläche zur Anmietung. Jedoch fand sich nichts Passendes. 

Die Ursache für diese Verkaufsabsichten: Die jetzige Immobilie ist eigentlich längst zu groß geworden. Organisatorische Veränderungen wie die Einführung eines Kundenzentrums, bei dem einfache Anliegen telefonisch über die Service-Hotline geklärt werden können, und die fortschreitende Digitalisierung bewirkten, dass die Agentur ihre Anzahl der Räume reduzieren konnte, erklärt Kristen. Auch die rückläufigen Arbeitslosenzahlen haben dazu beigetragen. 

Der Zuständigkeitsbereich der Geschäftsstelle ist laut Kristen identisch mit den Landkreis-Grenzen des Landkreises Miesbach. Landkreisweit waren im vergangenen Jahr im Jahresdurchschnitt 1387 Bürger arbeitslos gemeldet. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug 2,7 Prozent. Damit liege Miesbach gleichauf mit den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Rosenheim. „Die Region gehört damit zu den Top 10 im gesamten Bundesgebiet.“ 

Vor Ort in Holzkirchen sitzen Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung, des Arbeitgeber-Service und – je nach Bedarf – die Berufsberatung sowie der ärztliche Dienst oder der Berufspsychologische Service. Insgesamt seien circa 30 Kollegen am Standort Holzkirchen beschäftigt. Eine neue Immobilie sollte auf jeden Fall ebenfalls zentral liegen, betont Kristen. Und nicht irgendwo außerhalb in einem Gewerbegebiet. „Wir möchten im Rahmen unseres Dienstleistungsangebotes für unsere Kunden gut erreichbar sein.“ Schließlich habe nicht jeder ein Auto, manche kämen auch mit dem Zug oder Bus aus den Landkreisgemeinden, um sich arbeitslos zu melden oder Gespräche mit dem Arbeitsvermittler zu führen. „Da ist eine zentrale Lage von Vorteil."

Von Marlene Kadach

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