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Die Facebook-Seite Asyl Watch Landkreis Miesbach hat für viel Furore gesorgt. Jetzt ist sie nicht mehr aufrufbar.

Nach Wende im angeblichen Vergewaltigungsfall

"Asyl Watch": Facebook-Seite nicht mehr aufrufbar

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Holzkirchen - Sie hat für Furore gesorgt, weil sie über "kriminelle Aktivitäten" von "einigen Asylbewerbern" aufklären wollte. Jetzt ist die Facebook-Seite Asyl Watch Landkreis Miesbach gelöscht.

Ende Juli ist die Facebook-Seite Asyl Watch Landkreis Miesbach eingerichtet worden. Das Ziel der Betreiber, angeblich insgesamt fünf Männer und Frauen um die 30 aus Holzkirchen: "Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass es seit Anfang des Jahres zu einem enormen Anstieg der Kriminalität im Zusammenhang mit Asyl im Landkreis gekommen ist." So hat es Rainer S., Administrator der Seite, merkur.de gegenüber ausgedrückt. Mit der "rechten Ecke" wolle er allerdings nichts zu tun haben.

Inhalt der Seite waren über gut neun Tage hinweg Posts mit Links auf Medienberichte über das Thema Asyl im Landkreis (allerdings lediglich die negativ behafteten). Auslöser für die Gründung sei laut S. unter anderem die - nach damaligem Kenntnisstand - versuchte Vergewaltigung einer 19-Jährigen durch drei Asylbewerber in Holzkirchen gewesen.

Seit Freitag ist nun bekannt: Der Vergewaltigungsversuch war vorgetäuscht, hat so nie stattgefunden. Fast zeitgleich mit Bekanntwerden dieses Ermittlungsergebnisses ist auch die Facebook-Seite Asyl Watch Landkreis Miesbach verschwunden. Ein Zufall? Ein Leser schrieb uns jedenfalls am Sonntag in einer E-Mail, dass sein Kommentar auf der Facebook-Seite gelöscht worden war. Er hatte darin gefordert, dass sich die Betreiber der Seite öffentlich bei den drei zu Unrecht beschuldigten Asylbewerbern entschuldigen sollen.

Rainer S. können wir dazu nicht befragen. Wählt man die Handynummer, unter der wir ihn vor genau zwölf Tagen erreicht haben, meldet sich eine Männerstimme, die behauptet, nicht S. zu sein. Danach ist das Handy ausgeschaltet. Nachrichten bleiben bislang unbeantwortet. Ob Rainer S. die Seite selbst gelöscht hat oder sie von Facebook gelöscht wurde, ist offen. Grundsätzlich ist es laut einem Facebook-Sprecher allerdings möglich, dass "Inhalte, die gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook verstoßen, umgehend gelöscht werden." Dazu gehören zum Beispiel auch rassistische Kommentare. Diese würden von einem Team ausfindig gemacht. Melden kann solche aber auch jeder Nutzer.

Vielleicht hat der angebliche Holzkirchner die Kontrolle über die Seite verloren. Noch am 31. Juli liefert er uns per Facebook-Nachricht "einen aktuellen Überblick über die Entwicklung". Demnach habe die Seite "relativ viel Zulauf aus der rechten Ecke" bekommen. Er habe darauf hingewiesen, dass "wir Organisationen wie Pegida oder die AfD ablehnen", woraufhin er "einem regelrechten Shit-Storm aus der rechten Ecke ausgesetzt" war. Den habe er aber in den Griff bekommen. Unter Umständen aber nur für kurze Zeit.

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