Es geht um Haschisch im Kilobereich

Asylbewerber handelten aus Unterkunft im großen Stil mit Drogen

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Offenbar schon vor zwei Monaten haben Staatsanwaltschaft und Polizei Hinweise bekommen, dass Bewohner der Holzkirchner Traglufthalle mit Drogen handeln. Jetzt gab es eine erste Festnahme.

Holzkirchen - Nach einer aktuellen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd erging gegen den mutmaßlichen Haupttäter, ein 20-jähriger Afghane, ein Haftbefehl. Gegen vier weitere Verdächtige ermittelt die Kripo.

Sicherheitsdienst und ein Bewohner geben entscheidenden Hinweis

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und ein Bewohner der Holzkirchner Halle machten die Polizei gemeinsam auf den Fall aufmerksam. Der Polizei wurde ein Stück Haschisch übergeben und der Verdacht geäußert, dass aus der Traglufthalle heraus mit Rauschgift gehandelt würde.

Schnell Verdächtiger aus Afghanistan gefunden

Die Miesbacher Kriminalpolizei übernahm den Fall und kam bei ihren Ermittlungen schnell auf einen 20-jährigen afghanischen Staatsangehörigen, der laut Polizei wohl die treibende Kraft war. Gegen ihn erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft am 10. März ein Haftbefehl durch das Amtsgericht München. Ihm wird der Handel von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen, es geht dabei um Haschisch im Kilobereich. Als der Afghane auch noch drohte, die Traglufthalle anzuzünden, griffen die Beamten sofort zu. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. 

Auch zwei Deutsche beteiligt - Hausdurchsuchungen

Daneben laufen Ermittlungen gegen vier mutmaßliche Mittäter. Zwei davon sind ebenfalls Asylbewerber, ein 19-jähriger Afghane und ein 24-jähriger Pakistani. Außerdem hat die Polizei ein Holzkirchner Pärchen im Visier. Die gemeinsame Wohnung des 27-jährigen Deutsch-Portugiesers und der 19-jährigen Deutschen in Holzkirchen wurde am 15. März durchsucht. Auch sie sollen in den Drogenhandel verstrickt sein. Am selben Tag wurde auch eine Warngauer Asylbewerberunterkunft durchsucht. 

kmm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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