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Umbauarbeiten laufen derzeit an der alten Polizei in der Frühlingstraße in Holzkirchen. Die Marktgemeinde würde das Gebäude gerne kaufen, um dort anerkannte Asylbewerber unterzubringen, für die sie zuständig ist.

Sanierung und Umbau laufen

Asylbewerber sollen in alte Polizei ziehen

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Holzkirchen - Die Regierung von Oberbayern lässt derzeit das alte Polizeigebäude in Holzkirchen sanieren und umbauen. Die Gemeinde würde es gerne kaufen, um dort anerkannte Asylbewerber unterzubringen. Doch die Eigentümer haben andere Pläne.

Dieses Haus hat Geschichte: Am 13. Februar 1958, so steht es auf der Gemeindehomepage, erhielt die Landespolizeistation Holzkirchen das ehemalige Gebäude des Arbeitsamtes in der Frühlingstraße 14. „Neben drei Diensträumen gab es eine Haftzelle und eine Toilette“, heißt es. Auch fünf Dienstwohnungen waren im neu renovierten Haus untergebracht. Seither ist viel passiert. Im Juli 2015 packten die Beamten die Kisten – und zogen in den Neubau am HEP-Kreisel. Seitdem steht das alte Polizeigebäude leer. Doch derzeit tut sich dort etwas. 

„Das Objekt befindet sich im Bau und wird voraussichtlich im Juli 2016 fertiggestellt“, teilt Martin Nell, Pressesprecher in der Regierung von Oberbayern mit. Der Freistaat Bayern ist Eigentümer des Grundstücks samt Gebäude. Seit 1. Januar 2016 befindet es sich in der Grundbesitzbewirtschaftung der Regierung von Oberbayern, erklärt Cornelia Ertl stellvertretende Geschäftsführerin der Immobilien Freistaat Bayern (IMBY). Daher plane und realisiere die Regierung die Umbauten und Sanierung. 

Zu den wesentlichen Maßnahmen gehören laut Nell beispielsweise die energetische Erneuerung der Heizung und Brandschutzmaßnahmen, auch die Raumaufteilung werde für die neue Nutzung angepasst. Man wolle momentan dort Asylbewerber unterbringen – und keine anerkannten Flüchtlinge. Das bestätigt auch Ertl von der IMBY. 

Ziel der sogenannten Anschlussunterbringung – zu der auch die Gemeinschaftsunterkünfte zählen – sei es, „die Bewohner auf eine eigenständige Lebensführung in Privatwohnungen vorzubereiten“, ergänzt Nell. Dementsprechend würden die Räumlichkeiten gestaltet. Zum Beispiel so, dass die Bewohner auf eigene Faust kochen können. 

Diese Aussagen dürfte die Pläne der Marktgemeinde ausbremsen. Diese hat laut Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) schon seit Längerem ein Auge auf das Gebäude geworfen, um dort eines Tages anerkannte Asylbewerber einzuquartieren (wir berichteten). Denn für deren Unterbringung sind die jeweiligen Kommunen zuständig. In jüngster Vergangenheit hatte Löwis neue Hoffnung geschöpft, nachdem die Asylbewerberzahl allgemein sinkt. Er deutete gegenüber unserer Zeitung „gute Gespräche“ mit der Gegenseite an. 

„Angesichts der stark gesunkenen Zugänge befindet sich die Asylbewerberunterbringung in Bayern derzeit generell in einer Anpassung“, bestätigt Regierungssprecher Nell. Dennoch: „Das Vorhaben in Holzkirchen wurde weitergeführt, da die Vergaben weitgehend durchgeführt waren und mit der Ausführung bereits begonnen worden war.“ 

Ein Verkauf steht laut Ertl aktuell nicht zur Debatte. „Erwerbsinteresse teilte die Gemeinde Holzkirchen der Immobilien Freistaat Bayern zwar bei Bekanntwerden der Neubaulösung für die Polizeiinspektion mit“, bestätigt sie. „Da die von uns durchzuführenden Prüfungen jedoch einen eigenen staatlichen Bedarf – nämlich der Regierung von Oberbayern für die Unterbringung von Asylbewerbern – ergaben, kam es seinerzeit zu keinen weiteren Gesprächen.“ Auch derzeit laufen keine Verhandlungen über eine Veräußerung an die Gemeinde und könnten solche auch nicht geführt werden, da Staatsbedarf bestehe, betont sie. Deshalb ja auch die Umbaumaßnahmen. 

Geplant sei eine Kapazität von rund 40 Plätzen, die von der Regierung genutzt werden soll, sagt Nell. „Für wie lange die Nutzung erfolgen wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend sagen.“ Dies könne auch vom weiteren Verlauf des oberbayernweiten Prozesses der Anpassung abhängen.

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