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Wegen Baumarkt-Vergrößerung: Aus für beliebten Döner-Imbiss - Inhaberin verzweifelt

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Von: Dieter Dorby

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Am 31. Mai ist leider Schluss: Sultan Cifci sucht für ihren Döner-Imbiss „King Kebap“, den sie seit 15 Jahren neben dem Hagebaumarkt betreibt, einen neuen Standort. Am liebsten will sie im Gewerbegebiet bleiben.
Am 31. Mai ist leider Schluss: Sultan Cifci sucht für ihren Döner-Imbiss „King Kebap“, den sie seit 15 Jahren neben dem Hagebaumarkt betreibt, einen neuen Standort. Am liebsten will sie im Gewerbegebiet bleiben. © Thomas Plettenberg

Weil der Hagebaumarkt im Holzkirchner Gewerbegebiet neu baut, muss Sultan Cifci ihren Döner-Stand schließen – und das nach 15 Jahren. Nun sucht sie verzweifelt einen neuen Standort.

Holzkirchen – Seit einigen Wochen hat Sultan Cifci die bittere Gewissheit: Nach 15 Jahren an der Industriestraße direkt am Hagebaumarkt in Holzkirchen muss sich die 54-Jährige einen neuen Platz suchen für ihren Döner-Stand „King Kebap“. Ihr Pachtvertrag wurde von der Firmengruppe Mayer, die in Ingolstadt sitzt und den Baumarkt betreibt, zum 31. Mai gekündigt.

Döner-Imbiss muss nach 15 Jahren schließen - Grund ist Neubau von Baumarkt

Grund dafür ist der anstehende Neubau des Baumarkts. Wie berichtet, wird das bestehende Gebäude abgerissen. Anschließend wird das Areal zusammen mit dem benachbarten Grundstück, auf dem der Sportpark zuhause war, neu bebaut. Bis zu 3130 Quadratmeter darf die Verkaufsfläche für das Kernsortiment umfassen, das Gartencenter darf knapp 2000 Quadratmeter groß werden. Die zulässige Gesamtfläche des neuen Markts darf höchstens 7600 Quadratmeter betragen bei einer maximalen Gebäudehöhe von zehn Metern. Und pro 30 Quadratmeter Fläche muss ein Pkw-Stellplatz ausgewiesen werden.

Aus für Döner-Imbiss in Holzkirchen: „Habe gekämpft, aber leider hat das nicht geklappt“

Bereits 2017 drohte Cifci die Kündigung und damit das Ende, als der erste Versuch unternommen worden war, den Hagebaumarkt zu erweitern. Damals verzögerte sich das Projekt – Cifci durfte in letzter Minute doch noch weitermachen. Als nun die Kündigung kam, versuchte die Deutsch-Türkin, ihre Chancen auszuloten, mit „King Kebap“ im Gewerbegebiet zu bleiben. „Ich habe gekämpft, um im neuen Baumarkt einen Platz zu bekommen“, erzählt sie, „aber leider hat das nicht geklappt.“

Dort sei wohl eher eine Bäckerei vorgesehen. Zudem sei sie bei ortsansässigen Immobilieninhabern vorstellig geworden, ob sie vielleicht einen Standort wüssten. Und auch bei den umliegenden firmen im Gewerbegebiet hat sie angefragt, ob es dort nicht irgendwo möglich wäre, einen neuen Platz zu bekommen. Aber auch hier gab es nur Absagen.

Imbiss „King Kebap“ schließt: „Ich will meinen Stammkunden treu bleiben“

Dabei will Cifci, die bei Holzkirchen wohnt und dort auch ihre Mutter pflegt, unbedingt in der Marktgemeinde bleiben – am liebsten in ihrem Gewerbegebiet. „Hier habe ich meine Stammkunden, die mich unterstützen. Die mir die Treue halten, und denen ich auch treu bleiben will.“ Seit 15 Jahren hat sie dort ihren Stand, den sie als „ihr Baby“ bezeichnet, und ist dort gewissermaßen daheim.

Sollte sich im Gewerbegebiet wirklich keine neue Chance bieten, wäre Sultan Cifci auch bereit, an anderer Stelle im Zentrum der Marktgemeinde Döner, Dürum und Baklava anzubieten. „Ich suche einen neuen Stand oder einen kleinen Laden“, sagt sie. Etwas, das erschwinglich ist und eine vernünftige Lage hat. Auch eine Toilette sollte vorhanden sein. Auf jeden Fall stellt sie sich einen festen Standort vor, denn auf einen fahrbaren Döner-Stand will sie nicht umsteigen – „gerade mit Blick auf den Winter ist das keine gute Lösung“.

Besitzerin von Döner-Imbiss sucht neuen Standort - „Ich gehöre nach Holzkirchen“

Cifci hofft nun, dass sich doch noch eine Lösung für sie auftut. Zumal ihr Imbiss-Stand ja kein uninteressanter Pächter wäre. „Ich habe viele Stammkunden, und die würde ich natürlich gerne mitnehmen“, sagt sie. Dass sie Abschied von ihrem Gewerbegebiet nehmen soll, will sie nicht glauben. Sie sucht weiter, denn „ich gehöre nach Holzkirchen“. ddy

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