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Nicht ohne seine Kamera: Der Holzkirchner Marcel Wögerer ist viel in der Region und regelmäßig in aller Welt auf Fototour unterwegs.

Marcel Wögerer eröffnet seine Ausstellung im Krankenhaus

Ein Holzkirchner zeigt seine Fotowelt

Marcel Wögerer würde nie verreisen, radeln oder spazieren gehen, ohne seine Kamera einzupacken. Auf sozialen Netzwerken ist der ambitionierte Hobbyfotograf mit seiner „Fotowelt Marcel W“ überaus aktiv. Nun zeigt der Holzkirchner (29) seine erste „analoge“ Ausstellung im Landkreis.

Holzkirchen/Agatharied – Mit 18 Jahren stellte Wögerer fest, dass ihn der Blick durch die Linse nicht mehr loslässt. Damals hagelte es bei einem Unwetter fünf Zentimeter große Körner vom Himmel. „Diese Naturgewalt hat mich schwer beeindruckt. Ich wollte dieses Spektakel für die Nachwelt festhalten und habe zur Kamera gegriffen“, erinnert sich der hauptberufliche Bürokaufmann. Er stellte einige Fotos auf Internetforen aus und erhielt meist das gleiche Feedback. „Die Menschen schrieben, dass meine Technik gut sei und ich mich auf die Naturfotografie konzentrieren solle. Das habe ich mir zu Herzen genommen“, sagt Wögerer. 2008 kaufte er sich seine erste Spiegelreflexkamera und unternahm Fototouren zum Kogel. Im Internet sah er sich zuvor Bilder anderer Fotografen an und hatte den Anspruch, seinen Fotos einen anderen Look zu geben. „Ich wollte mich abheben und nicht das 100. Foto von einem Baum schießen.“

2015 unternahm er seine erste Fotoreise. Es ging nach Irland, später folgten Reisen in die USA. Wichtig ist ihm dabei, dass seine Fotos grundsätzlich naturbelassen bleiben. „Ich möchte die Realität zeigen.“ Lediglich ein paar Kontraste, die Helligkeit und die Tiefen verändert er später im Photoshop. Der ambitionierte Fotograf konnte sogar schon einige Preise einheimsen. Bei einem Reiseveranstalter belegte er den ersten Platz mit einem Bild, das er in Irland aufgenommen hatte, und gewann prompt eine einwöchige Irland-Reise. „Das freut mich besonders, vor allem weil meine Fotografie unter 700 anderen ausgewählt wurde“, so der Holzkirchner. 2014 gründete er ein Nebengewerbe – seine Landschaftsfotos sind inzwischen auch für Webauftritte regionaler Unternehmen oder Hotels gefragt.

Mittlerweile bietet der 29-Jährige selbst Workshops an, schlendert dann mit rund fünf Teilnehmern etwa durch München. „Ich gebe das was ich kann und weiß sehr gerne weiter“, sagt Wögerer.

Seine erste Ausstellung bestückte er 2014 in München. „Das war ein Test, um zu sehen, ob Interesse besteht und ob auch Besucher kommen, um die Bilder anzusehen.“ Die Ausstellung war ein voller Erfolg und bestärkte ihn weiterzumachen. Ebenso wie seine zweite Ausstellung an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Jetzt lädt Wögerer zu seiner dritten Ausstellung. Im Krankenhaus Agatharied zeigt er rund 50 Bilder: Landschaften aus der Region, Berge, Seen und Wälder im Voll- oder Detailformat.

Damit ist im Landkreis erstmals auch analog zu sehen, was einem digital bisher vor allem in sozialen Netzwerken immer wieder begegnete: Auf Facebook folgen Wögerers „Fotowelt“ bereits knapp 2000 Fans, bei Instagram über 200. „Das macht mich stolz und ist auch eine Aufgabe, denn ich will meine Follower immer wieder mit neuen Bildern begeistern.“ Es liege ihm am Herzen, immer wieder einen neuen Blickwinkel auf die Natur zu zeigen. „Nicht die Kamera macht das Foto, sondern der, der den Auslöser drückt“, findet Wögerer. „Es gibt tolle Smart-Phone-Bilder. Man sieht gleich, wer sich Gedanken vor dem Abdrücken gemacht hat.“

Der 29-Jährige träumt davon, die Milchstraße und Polarlichter in Norwegen abzulichten. Aber das ist wohl noch in weiter Ferne. Jetzt geht es erst einmal im April nach New York, im Mai nach Irland und im Sommer nach Schwerin. Für den Herbst plant Wögerer eine Georgien- und Armenien-Fotoreise. Er hat noch viel vor.

Die Ausstellung 

Die Ausstellung im Krankenhaus Agatharied beginnt mit einer Vernissage am Samstag, 3. März 2018, von 16 bis 19 Uhr. Die Fotografien sind dort bis zum 30. April 2018 zu sehen.

Kathrin Suda

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