Endlich wieder Begegnung: Der Auftakt der Open-Air-Ausstellung „Vielfalt im Schaufenster“ bot auch die Möglichkeit, Gleichgesinnte wieder persönlich zu treffen und sich spontan auszutauschen.
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Endlich wieder Begegnung: Der Auftakt der Open-Air-Ausstellung „Vielfalt im Schaufenster“ bot auch die Möglichkeit, Gleichgesinnte wieder persönlich zu treffen und sich spontan auszutauschen.

Holzkirchen

Open-Air-Ausstellung „Vielfalt im Schaufenster“ eröffnet

  • VonHeidi Siefert
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Unterschiedlichstes war in den vergangenen Monaten neben dem regulären Sortiment in den Auslagen der heimischen Geschäftswelt zu sehen. Während der strengen Corona-Beschränkungen wurden sie häufig auch zur Bühne. Am Samstag nun eröffnete in Holzkirchen die Open-Air-Ausstellung „Vielfalt im Schaufenster“.

Holzkirchen – In fröhlich-entspannter Atmosphäre trafen sich Akteure und Interessierte zum Auftakt vor der Holzkirchner Gemeindebücherei. Allein die Möglichkeit, Gleichgesinnte wieder persönlich zu treffen und ungeplant Gelegenheit zum Plaudern zu finden, sorgte für besondere Stimmung. Und das lange, bevor Anke Bahr von HELF, der von der Bürgerstiftung getragenen Holzkirchner Initiative für Ehrenamt, Lokalengagement und Partizipation, mit ihrer Mitstreiterin Ulrike Henking die Gäste begrüßte – und die Ehrengäste befragte: „Was ist Vielfalt für Sie?“

Landrat Olaf von Löwis, der als äußeres Zeichen für Vielfalt einen bunten Strohhut trug, gestand, sich vorbereitet zu haben. Ehefrau und Pressesprecherin habe er befragt, und beide hätten ohne zu zögern „Freiheit“ genannt. „Da muss was dran sein.“ Holzkirchens Bürgermeister Christoph Schmid führte seine Nachbarschaft an, als er mit Belgiern und Engländern einen internationalen Dreispänner bewohnt habe. Kulturvision-Vorsitzende Monika Ziegler als Mitveranstalterin griff den Aspekt des befruchtenden Miteinanders von Menschen unterschiedlicher Herkunft auf und erzählte von 32 Vereinen aus dem Landkreis, die sich an der Mitmachaktion beteiligten. „Wie genau sie ihren Vielfalts-Begriff definieren, steht bei den Fotos“, lud sie die Anwesenden zum Ausschwärmen ein.

Die von Theaterpädagogin Sarah Thompson inszenierten und von Petra Kurbjuhn und Manfred Lehner fotografierten Bilder luden nicht nur zum Betrachten und Informieren ein, sondern auch zum Diskutieren. Oder einfach nur zum beeindruckten Staunen, wie etwa die mit plakativen Farben verfremdeten Gesichter des Arbeitskreises Kunst und Kultur des Bürgerforums Otterfing. Man kam ins Gespräch, tauschte sich aus und entdeckte Bekanntes wie das Maibaumaufstellen im Tegernseer Tal, vor allem aber viel Neues.

„Es passiert so viel Tolles, was man oft nicht mitbekommt“, resümierte Thompson die Fotoshootings, die sie sehr bereichert hätten. „Vielfalt heißt die Freiheit, sich entscheiden zu dürfen“, steuerte sie ihre persönliche Definition bei. „Vielfalt macht uns widerstandsfähig, stark und demokratisch“, betonte Bahr. Und Henking animierte zum Mitmachen: „Kommt zu uns, wir finden das passende Ehrenamt, in dem ihr Euch entfalten könnt.“

Die Ausstellung

Zu sehen ist die vom Landratsamt und der bayerischen Koordinierungszentrale für Freiwilligenarbeit und Bürgerschaftliches Engagement (lagfa) geförderte Open-Air-Ausstellung bis 16. Juli in 21 Schaufenstern zwischen Marktplatz und Bahnhof Holzkirchen. An Sonnentagen empfiehlt es sich, die Bilder am Marktplatz wegen des spiegelnden Lichts in den Nachmittagsstunden anzuschauen. Bei der Sparkasse braucht man Geduld, ehe in den digitalen Bilderrahmen Börsenkurse und Angebots-Infos durchgeblättert sind.

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