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Freuen sich über die vier Spuren: Alexander Radwan, Olaf von Löwis, Ilse Aigner, Baudirektor Stefan Leitner und An dreas Hallmannsecker. 

Abschnitt offiziell eröffnet

B318-Ausbau: Vier Spuren für mehr Sicherheit

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Besseren Verkehrsfluss und mehr Sicherheit soll der vierspurige Ausbau der B 318 im Bereich der A 8 bei Holzkirchen bieten. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde der Abschnitt offiziell eröffnet.

Holzkirchen – An schönen Oktobertagen sei er schon mal ab Warngau im Stau gestanden, wenn er nach München wollte, erinnerte sich der Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan bei der Eröffnung des vierspurigen Ausbaus der B 318 an die Zeit der Föchinger Ampel. Kein Wunder, bei mittlerweile rund 30 000 Fahrzeugen pro Tag auf diesem Abschnitt staute es sich oft auch in der Gegenrichtung. Deshalb dürfte nicht nur Radwan sein über die zusätzlichen Fahrspuren.

Nach über zwei Jahren Bauzeit sind die Hauptarbeiten in diesem Bereich termingerecht und unter Aufrechterhaltung des Gesamtverkehrs, wie Baudirektor Stefan Leitner vom Staatlichen Bauamt Rosenheim betont, nun abgeschlossen. Bei der Eröffnung zog er am gestrigen Montag Bilanz – auf den Tag genau zweieinhalb Jahre nach dem Spatenstich: 30 000 Fahrzeugen am Tag hätten die zwei Spuren an den Rande ihrer Leistungsfähigkeit gebracht. 

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Vier Spuren, Radweg und eine Brücke

Vier Spuren sorgen für Abhilfe, auch mit Blick auf geschätzt 36 000 Fahrzeuge bis 2025. Doch durch den Ausbau sei auch die Sicherheit auf der B 318 deutlich verbessert worden, angefangen vom Rückstau in beide Richtungen bis zum Wegfall der Zufahrten zu den Nutzwegen. Diese werden nun über das nachgeordnete Netz, wie es im Fachjargon heißt, angefahren, gefährliche Situationen sollen der Vergangenheit angehören.

In zweieinhalb Jahren hat das Straßenbauamt nicht nur die B 318 auf knapp 1,6 Kilometern verbreitert, sondern auch eine Brücke über die Straße gebaut, um den Verkehrsfluss weiter zu verbessern, und eine Geh- und Radwegunterführung verlängert und saniert. Etwa 14 Millionen Euro wurden in diese Maßnahme investiert. Die „sehr schnelle“ Umsetzung, angefangen mit dem Planfeststellungsverfahren im November 2013 bis zur Freigabe, führt Leitner auf die breite Zustimmung von allen Seiten für das Projekt zurück.

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Arbeiten dauern noch an

Dem stimmte Landtagspräsidentin Ilse Aigner zu: „Wir haben lange dafür gekämpft.“ Die rasche Umsetzung und parallele Planung sei ein Markenzeichen der bayerischen Bauverwaltung, das betonte auch Alexander Radwan. Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis sieht in dem Ausbau eine wesentliche Rolle für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ins Gewerbegebiet Nord.

Gänzlich abgeschlossen sind die Arbeiten an der B 318 noch nicht. Wie berichtet, wird derzeit die Lärmschutzwand vor der Autobahnsiedlung aufgebaut, im Anschluss bringt die Baufirma die Schutzplanken an. Das soll noch in dieser Woche geschehen, dann fällt auch die Beschränkung auf Tempo 50 weg, sagte Leitner. Da noch die gesamte Beschilderung inklusive dreier Schilderbrücken angebracht, die Ersatzplanzungen gesetzt und im kommenden Jahr die Wildschutzzäune auf beiden Seiten aufgestellt werden müssen, ist in den kommenden Wochen immer wieder mit geringen Einschränkungen zu rechnen. Die Verbindungen bleiben aber allesamt befahrbar.

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