Zwei Radfahrer überqueren die Bahnbrücke an der Rosenheimer Straße in Holzkirchen.
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Die Bahnbrücke an der Rosenheimer Straße soll durch eine durchgezogene Linie für Radler sicherer werden.

Weiße Linie statt Schilderwald

Bahnbrücke Rosenheimer Straße: Überholverbot für sicheres Radfahren

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Eine weiße Linie soll die Sicherheit für Radler an der Bahnbrücke auf der Rosenheimer Straße erhöhen.

Holzkirchen – Gerade für Radfahrer kann die Brücke, die in der Rosenheimer Straße kurz vor dem Einkaufszentrum HEP in Holzkirchen über die Bahngleise führt, gefährlich werden. Der Grund: Setzen dort Autos oder gar Laster zum Überholen an, wird es eng. Eine weiße, durchgezogene Linie soll das Problem nun lösen. Die Grünen-Fraktion hatte sich zu dem Thema nochmals erkundigt, wie jetzt im Gemeinderat deutlich wurde.

Wie berichtet, hatten im Frühjahr 2020 die beiden Grünen Gemeinderätinnen Anita Gritschneder und Martina Neldel mehr Sicherheit für Zweiradfahrer an der Brücke in der Rosenheimer Straße gefordert. Seitdem die alte Kindergartenbrücke fehlt, habe sich die Situation zugespitzt, meinten sie. Weil der Verkehr sich so auf die Rosenheimer Brücke verlagere.

Als Lösung schlugen sie vor, dort ein relativ neues Verkehrszeichen anzubringen: das Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Dieses gibt es seit Ende April 2020 im Zuge einer Novelle der Straßenverkehrs- Ordnung (StVO). Das Schild zeigt an, dass mehrspurige Fahrzeuge wie Autos oder Lkw keine Motorräder oder Fahrräder überholen dürfen. Die Grünen hätten sich diese Schilder in beide Fahrtrichtungen an der Brücke gewünscht. Im Zuge der Diskussion befürchteten einige aber einen Schilderwald.

Alternativ hatte das Landratsamt – das hier zuständig ist, weil es sich um eine Kreisstraße handelt – eine weiße, durchgezogene Linie vorgeschlagen. Diese zeigt ein Überholverbot an. „Ich finde diese Lösung gut“, sagt Grünen-Fraktionssprecherin Ulrike Küster auf Nachfrage. Wie Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) in der Sitzung erklärte, ist die Maßnahme schon angeordnet, aber noch nicht realisiert. „Wir hoffen, dass der Bauhof des Kreises die Linie bald umsetzt“, betont Küster.

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