Bundespolizei im Einsatz an Bahnhof
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Die Bundespolizei musste alle Register ziehen, um einen aggressiven Betrunkenen am Holzkirchner Bahnhof zu bändigen (Symbolbild).

Polizei muss Rabauken fesseln

Betrunkener (22) rastet aus und wirft Flasche auf Bahnmitarbeiter

  • Andreas Höger
    VonAndreas Höger
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Als Bahnmitarbeiter am Holzkirchner Bahnhof einen Betrunkenen (22) weckten, der in der S-Bahn auf dem Boden schlief, rastete der aus. Er schimpfte, warf eine Flasche, querte Gleise am Bahnhof und keilte wild aus, als ihn eine Streife der Bundespolizei dingfest machte.

Holzkirchen - Er wurde ausfallend, verhielt sich aggressiv und war von der Polizei nur schwer zu bändigen: Wie die zuständige Bundespolizei gestern mitteilte, brannten bei einem 22-Jährigen in der Nacht auf Samstag am Holzkirchner Bahnhof alle Sicherungen durch. Der Mann war völlig betrunken, schlafend hatten ihn Bahnmitarbeiter gegen 2 Uhr nachts in einer S-Bahn gefunden und geweckt. Daraufhin drehte der Betrunkene, der in Furth wohnt, völlig durch.

In einer der letzten S-Bahnen war der 22-Jährige in der Nacht von Freitag auf Samstag (10. Juni) am Endhaltepunkt Holzkirchen angekommen. Der Triebfahrzeugführer und einer Streife der Deutsche Bahn Sicherheit fanden ihn kurz nach 2 Uhr schlafend am S-Bahnboden. Als die Männer ihn weckten, verhielt er sich äußerst aggressiv.

Leere Bierflasche verfehlte ihr Ziel und zerschellte

Schließlich stieg er sichtlich alkoholisiert aus dem Zug und überquerte die Gleise, woraufhin die Bahnmitarbeiter ihn erneut ansprachen. Dies veranlasste den Mann, eine leere Bierflasche aufzuheben und gezielt in Richtung der Bahnmitarbeiter zu werfen. Er verfehlte sein Ziel, die Bierflasche zerschellte. Der Mann entfernte sich im Gleisbereich vom Bahnhof, wo zu dieser Zeit kein Zugverkehr mehr stattfand.

Zum Schutz des jungen Mannes und aufgrund des Angriffes verständigten die Bahnmitarbeiter die Polizei. Eine Streife der Holzkirchner Polizei fand den Betrunkenen, als dieser, erneut im Gleisbereich, zum Bahnhof zurückkehrte. Kurz darauf übernahmen die Kollegen der Bundespolizei. Im Laufe der Anzeigenaufnahme durch die Bundespolizeibeamten wehrte sich der 22-Jährige nach Angaben der Bundespolizei massiv, sodass dieser, auch aufgrund seiner hohen Aggressivität, von den Beamten zu Boden gebracht und gefesselt wurde.

Polizei ermittelt unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung

Die Staatsanwaltschaft München II wies an, bei dem Mann eine Blutentnahme durchführen zu lassen, da der Mann jedwede Maßnahmen der Polizei ablehnte. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde er auf freien Fuß belassen.

Laut Polizei wurden weder Mitarbeiter der Bahn noch Einsatzkräfte der Bundespolizei verletzt. Den Mann erwartet trotzdem ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Weiterhin wurde ein Bußgeldverfahren aufgrund unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich eingeleitet.

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