Saubermachen vor dem Neustart: Das Batusa-Team, hier Madeleine Herfellner, begann am 7. Juni 2021 mit den Vorbereitungen für die Wiedereröffnung in der nächsten Woche.
+
Saubermachen vor dem Neustart: Das Batusa-Team, hier Madeleine Herfellner, begann am Montag mit den Vorbereitungen für die Wiedereröffnung in der nächsten Woche.

Gemeindewerke öffnen Hallenbad nächste Woche

Lockdown endet: Batusa darf sich wieder füllen

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
    schließen

Noch ist das Becken leer, doch die Tage der großen Trockenheit im Batusa sind gezählt: Die Gemeindewerke wollen den Badebetrieb nächste Woche wieder aufnehmen. „Am 16. oder 17. Juni planen wir den Neustart“, kündigte Albert Götz, Geschäftsführer der Gemeindewerke, am Montag auf Anfrage an.

Holzkirchen - Eine über sieben Monate währende Zwangspause, die den Lockdown-Bestimmungen der Corona-Pandemie geschuldet war, klingt endlich aus. Seit 7. Juni (Montag) dürfen in Bayern Freizeiteinrichtungen wie Hallenbäder wieder öffnen. Möglich wird das, weil die Staatsregierung angesichts niedriger Inzidenzen den Katastrophenfall aufgehoben hat. Auch das Holzkirchner Batusa rüstet sich für den Re-Start.

Ein Turbostart von einem Tag auf den anderen sei bei bestem Willen nicht machbar, erklärt Götz. „Die ganze Technik ist viele Wochen komplett gestanden“, sagt der Geschäftsführer, „würde mich wundern, wenn wir beim Hochfahren der Systeme keine Überraschung erleben.“ Das zehnköpfige Batusa-Team (sieben Vollzeit-Kräfte) begann gestern mit Reinigungsarbeiten.

Gefüllt wird zunächst das Außenbecken. Dazu zapfte das Team am Montag einen Hydranten vor dem Batusa mit einem Feuerwehrschlauch an. „Das geht am einfachsten“, erklärt Götz. Etwa 40 Kubikmeter sind nötig, um das Außenbecken auf Betriebshöhe zu bringen. Deutlich länger, zehn bis zwölf Stunden, wird es dauern, ehe das Innenbecken wieder vollgelaufen ist. Das Wasser plätschert mit frostigen 10 Grad ein. Die Umwälzpumpen müssen anlaufen, um es mit Chlor anzureichern und es zu erhitzen. Die Energie dafür liefert das benachbarte Blockheizkraftwerk der Gemeindewerke. „Zwei Tage wird es wohl dauern, ehe das Wasser Betriebstemperatur erreicht hat“, schätzt Götz.

Die Sanierung der Lüftung kostete 160 000 Euro

Wie schon im ersten Lockdown, der bis Ende Juni 2020 dauerte, nutzten die Gemeindewerke die neuerliche und diesmal deutlich längere Corona-Zwangspause, um eine ohnehin fällige Sanierung vorzuziehen: Die defekte Lüftungsanlage im Bereich der Umkleiden und Duschen wurde ausgetauscht. Die Arbeiten waren laut Götz sehr zeitaufwendig, weil in engen Räumen hantiert werden musste. „Das ganze Team hat angepackt“, sagt Götz. Rund 160 000 Euro kostete die Sanierung.

Die meisten Badegäste werden den Unterschied kaum bemerken, „höchstens daran, dass weniger Zugluft zu spüren sein dürfte“, sagt Götz. Die Gemeindewerke hoffen, dass die neue Lüftung weniger Strom braucht als der veraltetet und defekte Vorgänger.

Abgesehen von den Sanierungsarbeiten hielt Kurzarbeit das Personal wirtschaftlich über Wasser. Götz schätzt, dass drei Viertel der Lockdown-Tage damit abgedeckt waren. Die Reinigungskräfte des Hallenbads leitete Götz kurzerhand auf andere Einrichtungen der Gemeindewerke um.

In den Sommerferien bleibt das Batusa geöffnet

Die endlich ausklingende Corona-Zwangspause beschert den Holzkirchnern immerhin ein Batusa, das auch während der Sommerferien geöffnet ist. „Wir können auf die Revisionspause im August verzichten und lassen den Betrieb auch heuer durchlaufen“, kündigt Götz an.

Erstmals im vergangenen Jahr hatte das Batusa, ebenfalls frisch aus einem Lockdown kommend, den Sommer über komplett geöffnet, was sich besonders Familien zuvor jahrelang vergeblich gewünscht hatten. Das schöne Wetter lockte die Badegäste im August und September aber eher in die Freibäder und an die Seen als ins Holzkirchner Hallenbad. Die Besucherzahlen blieben sehr übersichtlich. Sollte das Sommerwetter weiter so nasskalt bleiben, schaut’s diesmal vielleicht anders aus.

Unklar ist, welche Hygieneregeln beim Batusa-Neustart in der nächsten Woche gelten. „Da müssen wir uns selbst erst noch richtig schlau machen“, sagt Götz. Eine Testpflicht besteht nur, wenn die Inzidenz auf über 50 steigt. Unter Umständen müssen aber Termine vorab gebucht werden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare