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Zehn Parzellen verkauft die Gemeinde im Neubaugebiet. Die Grundstücke sind hier farblich hinterlegt. 

Gemeinde vergibt zehn Parzellen

Baugrund in der Maitz: Das Pokern beginnt

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Die gute Nachricht: Die Gemeinde verkauft Baugrund. Die weniger gute: Normalverdiener ohne Vermögen müssen zuschauen. Am 1. Februar startet das Vergabeverfahren für zehn Bauparzellen in Inselkam/Maitz. 

Holzkirchen Die Entscheidung war umstritten: Bei der Vergabe der gemeindlichen Baugrundstücke im Bereich Inselkam/Maitz, am Ortsrand Richtung Teufelsgraben, gewährt der Marktgemeinderat keinerlei Einheimischenbonus (wir berichteten), sondern schöpft den Marktwert ab. Wer für eine der Parzellen das höchste Gebot abgibt, bekommt den Zuschlag.

Die Angebote sind ab Donnerstag, 1. Februar, bis spätestens Freitag, 16. März, im Rathaus einzureichen. „Die Vergabe wird sich dann wohl mindestens bis Sommer hinziehen“, sagt Rathaus-Sprecherin Ewgenia Sabransky.

„Das Interesse an den Grundstücken ist erwartungsgemäß sehr groß“, sagt Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU). Und das, obwohl hier keine Schnäppchen in der Auslage liegen. Mindestens 1050 Euro für den Quadratmeter sind zu bieten. Die beiden Einzelhaus-Grundstücke (494 und 498 Quadratmeter) werden wohl kaum unter 530 000 Euro weggehen.

Etwas günstiger sind die acht Doppelhaus-Parzellen zu 310, 339, 349, 350, 352, 364, 367 und 388 Quadratmeter zu haben. Unter 330 000 Euro dürfte aber auch hier kaum etwas zu gewinnen sein. „Die günstigeren Grundstücke werden wohl am gefragtesten sein“, glaubt Löwis. Eine Rolle werde auch die jeweilige Lage des Grundstücks im Bebauungsplan spielen. „Wir rechnen mit sehr unterschiedlichen Preisen für die einzelnen Parzellen“, sagt der Rathauschef.

Wo die einzelnen Grundstücke genau liegen, können Interessierte direkt im Gelände erkunden. Die Gemeinde stellte vor Ort Tafeln mit den Parzellen-Nummern auf.

Was in diesem Neubaugebiet zu holen ist, zeigen die ersten Grundstücksverkäufe von privater Seite. „Es wurde bereits mehr bezahlt als 1050 Euro“, weiß der Bürgermeister. Die Zahl 1050 ist nicht zufällig gewählt, sie orientiert sich am (derzeit aktuellsten) Bodenrichtwert der Kaufpreissammlung der Jahre 2015/2016. 

Dass die Grundstückspreise zuletzt weiter kletterten, ist kein Geheimnis. Dazu trägt jetzt auch die Gemeinde bei, indem sie ohne preisliche Deckelung meistbietend verkauft. Bei der Ermittlung der nächsten Bodenrichtwerte, sie sich an tatsächlich bezahlten Verkaufspreisen orientiert, wird das abzulesen sein.

„Die Gemeinde als Preistreiber, sicher nicht ideal“, weiß Löwis. Andererseits investiere die Gemeinde kräftig, unter anderem in den kommunalen Wohnungsbau. Eine Mehrheit im Gemeinderat habe deswegen beschlossen, aus den Grundstücken möglichst viel Geld herauszuschlagen. Bauträger immerhin sind von der aktuellen Vergabe in der Maitz ausgeschlossen: Ein Bieter bekommt höchstens zwei Grundstücke.

Laut Bebauungsplan sind im Baugebiet Inselkam/Maitz bis zu 130 Wohneinheiten möglich. Der baureife, erste Bauabschnitt sieht 89 Einheiten vor; im zweiten Abschnitt sind 17, im dritten Abschnitt 24 Wohnungen angedacht.

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