+
Schon bereit: die Stahlträger.

Vierstreifiger Ausbau folgt nächstes Jahr

Baustelle B 318: Stahlträger werden Anfang November eingehoben

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
    schließen

Leuchtend gelb liegen sie am Straßenrand und warten auf ihren Einsatz: Anfang der Woche trafen an der B 318-Baustelle bei Föching die vier Stahlträger für das Brückenbauwerk ein.

Föching Spätestens in der ersten Novemberwoche soll laut Straßenbauamt der Brückenschlag erfolgen, die B 318 muss dafür eine Nacht lang komplett gesperrt werden.

Besagte Brücke wird Föching und das Holzkirchner Gewerbegebiet-Nord kreuzungsfrei an die B 318 anbinden. Die Kreisstraße aus Richtung Föching (MB 14) wird entsprechend verschwenkt, die alte Ampel-Einmündung „abgehängt“. Das Straßenbauamt erhofft sich davon, unterstützt vom ebenfalls gestarteten vierspurigen Ausbau der B 318, die Beseitigung der unfallträchtigen Staufalle vor dem Autobahnanschluss.

Die Bauarbeiten für die Brücke und die beiden Einschleiframpen begannen im Juni. „Es geht voran“, sagt Matthias Geitz, der im Straßenbauamt das Projekt betreut. Nächste Woche wird das zweite Widerlager betoniert, sprich: der zweite Sockel, der die Träger aufnimmt. Gleichzeitig bekommen die Stahlträger eine Betonergänzung. Schwer genug sind sie auch ohne den Beton. Laut Geitz wiegen die 38 Meter langen Fertigteile jeweils 65 Tonnen. Vier Schwertransporter, selbst 42 Meter lang, brachten die Sonderanfertigungen von einem Werk in Österreich nach Föching.

Wann genau die Träger eingehoben werden, steht noch nicht fest. „Es wird Ende Oktober oder Anfang November werden“, glaubt Geitz. Während des spektakulären Manövers wird die B 318 aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt. „Um den Verkehr möglicht wenig zu behindern, weichen wir in die Nacht aus“, sagt Geitz. Von 19 bis 6 Uhr muss dann der Verkehr vermutlich durch Föching umgeleitet werden.

Die Brücke soll im ersten Halbjahr in Betrieb gehen, zunächst nur als Anbindung der auf der östlichen Seite gelegenen Autobahnmeisterei und der Firma Iska. Denn was noch fehlt, ist der vierstreifige Ausbau der B 318 von der A 8 bis zur Abfahrt ins Gewerbegebiet-Ost und in die Nordspange (Kreisstraße MB 9). „Damit wollen wir im Frühjahr beginnen“, kündigt Geitz an. Noch heuer sollen alle Kabel, Leitungen und Rohre neben der B 318 verlegt sein, da die verbreiterte Fahrbahn sonst die Trassen überdecken würde.

Eine harte Nuss haben die Straßenbauer zu knacken, wenn – wohl im April oder Mai 2018 – die ehemalige Ampelkreuzung mitsamt dem Autobahnanschluss umgebaut wird. „Das wird unter Verkehr erfolgen müssen“, sagt Geitz, „eine sehr sportliche Aufgabe.“ Die Ampel fällt dann weg. Ganz geschlossen wird die alte Einmündung nicht, darf aber ausschließlich von Rettungsdienst und Polizei genutzt werden.

Der Brückenanschluss, der vierstreifige Ausbau, dazu der Umbau der Ampelkreuzung und der Bau einer Lärmschutzwand im Westen – das brauche Zeit, sagt Geitz. „Ganz fertig werden wir nächstes Jahr wahrscheinlich nicht.“ Derzeit gehe man von einer Verkehrsfreigabe Mitte 2019 aus. Die Gesamtkosten für den vierspurigen Ausbau der B 318 und die Brücke belaufen sich auf rund 11,6 Millionen Euro.

Auch interessant

Kommentare