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Kommt die BOB oder nicht? Und wann? Eine neue App soll all das anzeigen.

Spätestens Oktober steht sie laut Unternehmen bereit

Kommt die BOB? Neue App soll informieren

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Holzkirchen - Der Zug steht oder kommt nicht – und es gibt keine Infos, ob und wie es weitergeht. Kaum etwas ärgert einen BOB-Fahrgast mehr als schlechte Kommunikation. Das soll sich jetzt ändern.

Das Problem sei erkannt, räumte BOB-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch jetzt ein. „Wir arbeiten an einer Reise-Info-App mit Störfallmelder“, kündigte er an. Im September, spätestens Oktober soll die App laufen. Das digitale Tool auf dem Smartphone oder Tablet soll sogar mehr können als aktuelle Verspätungen zu kommunizieren. Laut Rosenbusch wird der Fahrgast auch sehen können, welche Züge wie gefüllt sind und wo es freie Plätze gibt. 

Die App kann freilich die Verspätungen nicht wegzaubern. „Wir testen neue Konzepte, um unsere Qualität zu steigern“, verspricht der BOB-Chef. Dazu gehört, dass in München ankommende Triebwägen nicht jene sind, die kurz darauf wieder die Gegenrichtung bedienen. Stattdessen wartet am Hauptbahnhof ein zweites Fahrzeug. „So vermeiden wir, dass sich Verspätungen aufschaukeln“, sagt Rosenbusch. 

Eine Schwachstelle ist nicht zuletzt die Infrastruktur. „Wir haben seit 1998 unsere Fahrgastzahlen verdoppelt“, stellt der BOB-Geschäftsführer fest, „die Infrastruktur ist aber nicht mitgewachsen.“ Hubert Müller, FWG-Gemeinderat in Holzkirchen und BOB-Angestellter, wies beim Runden Tisch auf den überalteten und störanfälligen „signalisierten Zugleitbetrieb“ insbesondere zwischen Schaftlach und Lenggries hin. Hedwig Schubert von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft konnte das nur bestätigen und bemühte einen Vergleich: „Wir haben hier einen Feldweg, leider keine Autobahn.“ 

Immer ein Thema sind die wackeren, aber in die Jahre gekommenen Integrale der BOB. Den Hersteller der 17 Unikate gibt es nicht mehr, „die Wartung ist schwierig“, sagt Schubert, „Ersatzteile müssen zum Teil selber hergestellt werden.“ Andererseits sind die Integrale optimal auf das Flügeln und Kuppeln des Oberlandnetzes abgestimmt, ihre Spurtstärke (bis 140 km/h) erlaubt ehrgeizige Fahrpläne. Die neun Talente der BOB sind deutlich langsamer.

Eine App mit Fahrplanauskünften bietet übrigens bereits jetzt die Bayerische Eisenbahngesellschaft zum Download an.

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