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Kommt leider immer seltener pünktlich: BOB.

Kaputte Klimaanlagen, Verspätungen, Ausfälle

BEG prangert an: BOB schlimmster Zug-Betreiber in ganz Bayern

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Die Bayrische Eisenbahngesellschaft hat die Nase gestrichen voll. Neben unzähligen Verspätungen verzeichne die BOB 70 Zugausfälle - allein seit dem 6. Juni. Und da ist noch mehr.

München/Holzkirchen - Die Fahrgäste im von der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) betriebenen Oberlandnetz werden laut der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) derzeit wieder mit erheblichen Qualitätsproblemen konfrontiert. Die BEG, die den Regional- und S-Bahnverkehr im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert, hat die BOB-Geschäftsführung daher am Donnerstag zu einer weiteren Gesprächsrunde einbestellt. Und die Mängelliste ist lang:

Schon im Januar schlechtester Wert aller bayerischen Verkehrsunternehmen

Schon zu Jahresbeginn sei es aufgrund massiver Fahrzeugprobleme zu zahlreichen Zugausfällen, Verspätungen und Zugkürzungen gekommen – meist verbunden mit unzureichenden Fahrgastinformationen. Mit einer durch-schnittlichen Pünktlichkeit von 76,8 % habe die BOB im Januar den mit Abstand schlechtesten Wert aller bayerischen Verkehrsunternehmen erreicht. 

BOB-Chefs müssen wöchentlich über Fortschritte berichten

Bereits damals habe die BEG die BOB-Geschäftsführung umgehend einbestellt und weitreichende Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrzeugsituation, der Organisation der Betriebsabläufe sowie der Fahrgastinformationen gefordert. Seither lässt sich die BEG von der BOB-Geschäftsführung wöchentlich über die Anzahl und die Ursachen von fahrzeugbedingten Störungen sowie den Umsetzungsstand der definierten Maßnahmen unterrichten.

Kurzfristig besser - dann noch schlimmer

Nach der Intervention der BEG habe sich der Betrieb im Oberlandnetz in den Folgemonaten zwar stabilisiert – in den Monaten März (96,3 %) und April (96,5 %) lag die Pünktlichkeit der BOB jeweils über dem bayernweiten Durchschnitt. In den vergangenen Wochen sei jedoch eine erhebliche Verschlechterung der Betriebslage im Oberlandnetz zu verzeichnen. BEG-Chef Thomas Prechtl im Wortlaut:

„Der erneute Einbruch der Betriebsqualität stößt bei uns auf völliges Unverständnis. Wir können die Verärgerung der Fahrgäste, die sich in zahlreichen Fahrgastbeschwerden widerspiegelt, gut nachvollziehen.“ 

Neben rückläufigen Pünktlichkeitswerten seien die Fahrgäste im Oberland allein seit dem 06. Juni 2017 von über 170 Zugkürzungen sowie rund 70 Zugausfällen betroffen gewesen. Die Mehrheit der Zugkürzungen und Zugausfälle sei dabei durch die BOB selbst zu verantworten – als wesentliche Ursachen sind laut BEG Fahrzeugstörungen oder eine mangelnde Fahrzeugverfügbarkeit zu nennen. Prechtl:

„Hinzu kommen nach wie vor ungelöste Probleme bei den Klimaanlagen, nicht nachvollziehbare betriebliche Entscheidungen, mangelnde Fahrgastinformationen sowie eine Reihe von vermeidbaren personalbedingten Verspätungen oder Ausfällen. All das trägt in Summe zu einem negativen Gesamtbild bei.“

Die BEG habe die BOB daher bereits im Vorfeld des Termins am Donnerstag eindringlich aufgefordert, die aktuelle Maßnahmenliste um weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Betriebsstabilität zu ergänzen und umgehend für einen nachhaltig stabilen Betrieb und eine dauerhaft zuverlässige Fahrgastinformation zu sorgen. 

Die BOB hat während des heutigen Gesprächs ein Maßnahmenpaket vorgelegt, welches sie in den kommenden Wochen und Monaten abarbeiten wird. Und daran sollte sie sich auch halten. Prechtl:

„Wir erwarten, dass die BOB schnellstmöglich wieder das Niveau der Vorwochen erreicht und werden bis dahin die ohnehin schon umfassende Berichterstattung durch die BOB-Geschäftsführung erneut deutlich intensivieren.“

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