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Stolzes Tier: Bawi, der Pfau, findet nicht mehr in seinen heimischen Garten nach Egling zurück.

Bawi, der Schlawiner

Besitzerin und Pfau Bawi wieder vereint - so lief die Rettungsaktion

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Die Besitzerin des Holzkirchner Pfaus konnte ausfindig gemacht werden. Einen Namen hat er inzwischen auch. Nur einfangen ließ er sich lange nicht - bis Dienstagabend.

Update, 15.5.18, 22.30 Uhr

Am Dienstagabend teilte die Polizei mi t

Am 15.05.2018 gegen 19:45 Uhr gelang es, den inzwischen mit dem Namen “Bawi” getauften Pfau durch tatkräftige Unterstützung von Anwohnern in Holzkirchen im Bereich der Krankenhausstraße einzufangen. Dies ist mit Sicherheit nicht zuletzt den wertvollen Tipps des zuständigen Jagdsachbearbeiters der Polizeiinspektion Holzkirchen zu verdanken. Die Eigentümerin des Pfaus wurde über den Fahndungserfolg in Kenntnis gesetzt und machte sich umgehend auf den Weg nach Holzkirchen. Über ein Wiedersehen mit ihrem tierischen Begleiter war sie sichtlich erfreut und bedankte sich mehrmals bei allen Mitwirkenden.

Erstmeldung vom 15.5.18

Holzkirchen – Eineinhalb Meter trennten Matthias Büch von einer Festnahme. So nah kam der Jagdsachbeauftragte der Polizeiinspektion Holzkirchen dem Pfau, als er am Montag erneut ausgerückt war, um den prächtigen Vogel Ding fest zu machen. Wie berichtet, hat der sein Quartier in einem Waldstück nahe des Teufelsgrabens gegen das Wohngebiet Haid im Südosten der Marktgemeinde getauscht. Dort stolziert Bawi seit einigen Tagen durch die Nachbarschaft und posiert mit stolzgeschwellter blauer Brust auf Gartenhäusern.

Mit einigen Anwohnern nahm Büch nun also die Verfolgung auf. Ohne Erfolg. Das Tuch, mit dem er den Vogel einfangen wollte, segelte allerdings vorbei. „Beinahe hätte ich ihn erwischt, den Schlawiner“, seufzt der Ermittler der einköpfigen Sonderkommission Pfau. Für ihn steht fest: „An der Taktik müssen wir feilen.“

Immerhin: Die Besitzerin des Pfaus konnte ermittelt werden – auch Dank der Berichterstattung in unserer Zeitung, wie Büch betont. Die ältere Dame aus Egling (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) hält den Ziervogel demnach seit über zehn Jahren im Garten. Dass der sich zu Erkundungstouren aufmacht, sei nichts außergewöhnliches. „Der macht jeden Tag einen Ausflug, ist aber abends pünktlich wieder in seiner Voliere“, erzählt Büch. Genau dort war er vor gut sechs Wochen, als plötzlich ein hungriger Fuchs über den Gartenzaun sprang und Bawis Odyssee ihren Lauf nahm.

Angesichts des unerwarteten und gefräßigen Besuchs, berichtet Büch, habe sich der Pfau dermaßen erschreckt, dass er panisch wegflog. „Er stand wohl so unter Schock, dass er sich verflogen hat und nicht zurückfindet.“ Mittlerweile hat er sich wohl behalten und gut genährt, so die Diagnose des Ermittlers aus gut anderthalb Metern Entfernung, in einer „schönen Wohngegend“ niedergelassen.

Trotz 30er-Zone und saftiger Gärten wäre es Büch und natürlich der Besitzerin lieber, wenn er wieder nach Egling heimgekehrt. Die Gefahr, dass er von einem Auto überfahren wird, besteht nämlich nach wie vor. „Und das“, sagt Büch, „wäre ja wirklich schade.“ Bei der Festnahme des Tieres soll nun die Bevölkerung helfen.

In Absprache mit der Frau hat der Polizist eine List ausgetüftelt, um den Pfau in die Falle zu locken. Dabei macht er sich eine Schwäche des Vogels zu nutze: Laut der Besitzerin steht der nämlich tierisch auf Mais, Brot und sogar Wurststückchen.Verbunden mit Ruf „Bawi, Bawi“ weiß er, dass es was zum Essen gibt. In Anlehnung daran wurde der Pfau so sogar getauft.

Wenn Bawi nun also durch den Garten flaniert, können die Bewohner die Leckereien auslegen, um ihn in ein Gartenhäuschen oder die Garage zu locken. „Er geht dem Futter nach“, ist sich Büch sicher. Ist der Pfau erstmal im Häuschen: Türe zu. Von Fang-Versuchen mit Decken oder ähnlichen bittet der Ermittler abzusehen. „Da verletzt man den Vogel oder sich selber bloß“, sagt Büch. Der Futter-List ist für Bawi da in zweierlei Hinsicht angenehmer.

fp

Im Erfolgsfall

wird darum gebeten, die Polizei unter 0 80 24 / 90 74 0 zu verständigen. Sie kümmert sich dann um den Abtransport von Bawi.

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