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Ausstellung über besondere Uhren im Wandel der Zeit: Teilnehmer fürs Erzählcafé gesucht

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Von: Dieter Dorby

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Die Ausstellung zeigt Exponate wie diese Pendeluhr mit Kuhschwanzpendel aus dem Jahr 1759, die als Erbstück aus Kleinhartpenning stammt.
Die Ausstellung zeigt Exponate wie diese Pendeluhr mit Kuhschwanzpendel aus dem Jahr 1759, die als Erbstück aus Kleinhartpenning stammt. © Museumsverein

Uhren geben nicht nur die Tageszeit an, sondern verraten auch viel über die Zeit, in der sie entstanden sind. Der Museumsverein Miesbach hat dazu eine Ausstellung konzipiert, die bereits im Mai in der Kreisstadt lief. Nun macht die Schau Station in Holzkirchen.

Von Montag, 19. September, bis Freitag, 14. Oktober, sind die Exponate in der Kreissparkasse Tegernsee-Miesbach am Marktplatz zu sehen.

+++ Aktualisierung 21. September: Teilnehmer fürs Erzählcafé gesucht +++

Uhren sind seit jeher beliebte Sammelstücke. Sie vereinen Technik und Schönheit und sind Zeugen ihrer jeweiligen Zeit. Diesen historischen Aspekt greift, wie berichtet, die Uhrenausstellung auf, die seit diesem Montag bis 14. Oktober in der Geschäftsstelle der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee am Marktplatz in Holzkirchen zu sehen ist. Da das Motto auf Geschichte und Geschichten abzielt, ist ein Erzählcafé geplant, das am Donnerstag, 6. Oktober, von 18.30 bis 20 Uhr stattfindet – ebenfalls in der Geschäftsstelle der Kreissparkasse.

In Ungestörtheit erzählen, dazu lädt die Ausstellungsgruppe des Museumsvereins Miesbachs alle Interessierten ein. Wer mag, kann eigene Geschichten und Erinnerungen mitbringen. Zur Vorbereitung des Erzählcafés werden am Samstag, 24. September, auf dem Markt in Holzkirchen Uhrengeschichten an einem Infostand eingesammelt. Moderiert wird das Erzählcafé von Heimatforscher und Historiker Alexander Langheiter und Maria Krüger-Basener, die beide im Museumsverein Miesbach aktiv sind. Holzkirchens Archivar Johannes Widmann unterstützt dabei.

Bereits morgen bietet Uhrmachermeister und Restaurator Christian Schmeller aus Bad Tölz eine Uhren-Sprechstunde an. Sie ist von 16 bis 18 Uhr ebenfalls in den Räumen der Sparkasse.

Ausstellung über Uhren aus fünf Jahrhunderten

Die Uhren erzählen Geschichte und Geschichten aus fünf Jahrhunderten. So hat beispielsweise der berühmte Wagner-Tenor Alois Burgstaller in Holzkirchen das Uhrmacherhandwerk erlernt, bevor er die Bühnen der Welt eroberte. Oder die Uhr, die bis 1982 in der Papierfabrik von Müller am Baum stand: Sie stammt von dem in Europa berühmten Großuhrenhersteller Johann Michael Mannhardt aus Bürstling bei Ostin, der ab 1821 beim Miesbacher Turmuhrenbauer Martin Fritz gearbeitet hatte. Ebenfalls vorgestellt wird das Verfahren, mit dem Nachtwächter in Holzkirchen und Miesbach noch in den 1940er-Jahren nachweisen mussten, dass sie ihre Kontrollrunden durch den Ort gedreht hatten. Die Uhren der beiden Nachtwächter sind Teil der Ausstellung.

Der Fundus soll gezeigt werden

Das Gros der Ausstellungsstücke stammt aus dem Fundus des Museumsvereins Miesbach. Wie berichtet, hatte der Verein 2021 beschlossen, trotz eines fehlenden Museums Ausstellungen zu konzipieren, um die wertvollen Schätze aus dem Bestand einer breiten Öffentlichkeit zeigen zu können. Ergänzt wurden die vorhandenen Exponate durch sehenswerte Stücke, die aus der Bevölkerung stammen. Für die Ausstellung wurde ein eigener Arbeitskreis (AK) gegründet.

Überlieferte Geschichte

„Geschichte besteht aus Geschichten“ lautet der Grundsatz für die Ausstellung. „Wir orientieren uns dabei sehr an der oral history“, sagt AK-Mitglied Maria Krüger-Basener. Sie hat die Ausstellung zusammen mit ihren AK-Kollegen Eva Egginger, Susanne Nortmeier, Andreas Kempf und Hermann Kraus konzipiert. Holzkirchens Archivar Johannes Widmann hat sie nun um Exponate und Geschichten aus Holzkirchen und Umgebung erweitert.

Erzählcafé und Uhren-Sprechstunde

Zudem gibt es zwei besondere Veranstaltungen bei der Kreissparkasse in Holzkirchen: Am Donnerstag, 22. September, findet von 16 bis 18 Uhr eine Uhren-Sprechstunde mit dem Uhrmachermeister Christian Schmeller statt. Hier erfahren Interessierte, wie sie ihre Schätze wieder zum Laufen bringen und welchen Wert sie haben. Zudem gibt es am Donnerstag, 6. Oktober, von 18.30 bis 20 Uhr ein Erzählcafé, das Krüger-Basener mit ihrem Museumsvereinskollegen, Miesbachs Kurator Alexander Langheiter, moderiert. Hier können Bürger ihre Uhren und deren Geschichte vorstellen.

ddy

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