Luftbild von der Mittelschule Holzkirchen
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Optisch schöner und pädagogisch moderner soll die Mittelschule in Holzkirchen werden. Für den Neubau gibt es einen Architektenwettbewerb. Foto: archiv-tp

Gemeinderat gibt Startschuss für Architektenwettbewerb

Mittelschule Holzkirchen: Das beste Design gewinnt

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Holzkirchen geht bei einem seiner größten Projekte voran. Im Gemeinderat ging es einmal mehr um den Neubau der Mittelschule.

Holzkirchen – Bürgermeister Christoph Schmid (CSU) setzt auch ein bisschen auf die Karte mit den Äußerlichkeiten. Sobald die marode Mittelschule in Holzkirchen optisch wieder besser dastehe, würde vielleicht „der Wert bei den Eltern wieder steigen“, meint er. Und damit zugleich die Schülerzahlen, die sich aktuell auf stabilem Niveau bewegen würden. Denn gerade für praxisorientierte Schüler, für die im Mittelpunkt steht, wie man etwas macht, sei die Mittelschule gut. Sie diene als solide Grundlage für Handel, Dienstleistungen und das Handwerk. Gerade Letzteres habe sich selbst in Coronazeiten als krisenfest erwiesen.

Mit der Auslobung des Architektenwettbewerbs für den Neubau der Mittelschule in Holzkirchen am alten Standort an der Baumgartenstraße hat sich jetzt der Gemeinderat in seiner Sitzung beschäftigt. Till Fischer vom Architekten- und Stadtplanerbüro AKFU aus Germering stellte einen entsprechenden Entwurf dazu vor. Das Bauvorhaben zählt zu den großen Kernprojekten der Kommune. Schmid rechnet mit rund 23 Millionen Euro an Investitionskosten.

Wie berichtet, beschloss der Gemeinderat Ende Mai, den Neubau der Mittelschule über einen Architektenwettbewerb laufen zu lassen. Als Wettbewerbsbetreuer tritt dabei das AKFU auf. Das Büro soll unter anderem die Unterlagen für die Auslobung erstellen, das Verfahren durchführen und die eingereichten Arbeiten prüfen. Die Kosten für die Betreuer liegen bei 45 000 Euro.

Wesentlicher Bestandteil des Entwurfs für die Wettbewerbsauslobung ist laut einem Mitarbeiter aus dem Bauamt im Rathaus das pädagogische „Raumfunktionsbuch“, das die Gemeinde unter anderem gemeinsam mit den Lehrern erstellte und das der Gemeinderat absegnete (wir berichteten). Demnach entstehen zum Beispiel größere „Lernwohnungen“, die auch jahrgangsübergreifenden Unterricht ermöglichen, sowie ein Bereich für eine offene Ganztagsbetreuung. Außerdem sind Reserve-Klassenzimmer geplant.

Ferner stehen weitere Vorgaben in dem Entwurf zur Auslobung. Etwa zu Energieeffizienz, Brandschutz und Emissionsschutz in Bezug zur umgebenden Wohnbebauung. Auch planungsrechtliche Regeln sind in dem Papier festgelegt.

Es handelt sich um einen nicht-offenen Wettbewerb mit maximal 18 Teilnehmern. „Davon werden acht von der Gemeinde ausgewählt“, erklärt der Mitarbeiter. Die restlichen zehn können sich frei für das Projekt bewerben. Die Gemeinde verspricht sich von der zahlenmäßigen Begrenzung eine höhere Qualität und einen geringeren Aufwand.

Der Zeitplan für den Wettbewerb steht: Mitte September 2020 findet laut Bauamt die Preisrichtervorbesprechung statt. Ein Kolloquium, eine Art Infoveranstaltung, gibt es dann heuer im Dezember. Hierbei können die Wettbewerbsteilnehmer Fragen stellen. Danach reichen sie ihre konkreten Konzepte ein. Im März 2021 wird es ernst. Dann kürt das Preisgericht in einer Sitzung den Sieger des Wettbewerbs. „In der Regel übernimmt der erste Preis dann auch die Planung für das Projekt“, erklärt der Rathausmitarbeiter. Wann der erste Spatenstich kommt, ist noch offen. Am Ende beschloss der Gemeinderat, dass der vorliegende Entwurf der Wettbewerbsauslobung weiterverfolgt wird.

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