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Künftiger Bauplatz: Die Gemeinde sicherte sich das Gelände der ehemaligen Ölbohrstelle bei Marschall, um dorthin den Bauhof umzusiedeln. Bisher stehen dort nur Salzsilos.

Ortszentrum Holzkirchen 

Bis 2020: Bauhof soll Wohnungen weichen

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Zentrumsnah Wohnungen zu schaffen ist für Kommunen meist schwer. In Holzkirchen zeichnet sich nun eine Lösung ab, die vor allem für ältere Bürger interessant werden könnte.

Holzkirchen – Wohnraum ist knapp. Mitten im Holzkirchner Ortskern schlummert eine Chance, um zentrumsnah das Angebot zu erweitern: Würde der gemeindliche Bauhof, wie schon seit vielen Jahren geplant, von der Frühlingsstraße nach Marschall an die B 318 aussiedeln, könnte die Marktgemeinde dort auf eigenem Grund ein Neubauprojekt starten.

„Das würde uns ganze neue Optionen eröffnen“, sagt Bürgermeister Olaf von Löwis auf Anfrage. Noch in dieser kommunalpolitischen Amtszeit, die 2020 endet, würde er den lang gehegten Plan gerne umsetzen. In der attraktiven Zentrumslage sei ein besonderes Wohnbauprojekt denkbar, teilweise könnten die Wohnungen besonders auf die Bedürfnisse älterer Bürger zugeschnitten sein.

Wie immer bremst der Finanzierungsvorbehalt die Wünsche. Die Kosten für einen komplett neuen Bauhof bei Marschall schätzt Löwis auf sechs bis zwölf Millionen Euro. „Die Spanne ist deswegen so groß, weil nicht klar ist, welches Ausmaß der Neubau annehmen soll“, sagt der Rathaus-Chef. Bisher stehen am neuen Standort nur die Streusalz-Silos der Gemeinde und des Landkreises.

Angesichts der beträchtlichen Kosten wird sich wohl ein anderes Großprojekt auf der Prioritätenliste nach vorne schieben. „Sieht so aus, als müssten wir Sanierung und Ausbau der Mittelschule vorziehen“, sagt Löwis. „Auch das wird viel Geld kosten.“

Zieht der Bauhof an den einen großen Standort nach Marschall, würde er wohl auch den Standort in Föching räumen können – und die ehemalige Radlbauer-Halle am Ladehof (neben der Frischeküche). Auch dort wären Wohnbauprojekte denkbar, sagt Löwis. Man dürfe auch darüber nachdenken, die dem Bauhof benachbarte Rettungswache der Feuerwehr und des BRK ebenfalls mit an die Peripherie zu verlegen. Das würde einen noch größeren Wurf in Sachen Wohnungsbau ermöglichen.

Die Betriebsgebäude an der Frühlingsstraße nutzt der Holzkirchner Bauhof seit 1982/83; die Gemeinde erwarb den Gebäudekomplex damals von der Genossenschaftsbrauerei.

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