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Für den Abschnitt der A8 zwischen den Anschlussstellen Holzkirchen und Weyarn ringt die Gemeinde um ein Tempolimit für mehr Lärmschutz, solange die bauliche Lösung auf sich warten lässt.

Bis der bauliche Lärmschutz an der A8 endlich kommt

Valley bereitet neuen Vorstoß für Tempolimit vor

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Die Gemeinde Valley versuchts nochmal - und hofft, dass es im dritten Anlauf klappt: Sie bereitet einen neuen Vorstoß für ein Tempolimit auf der A8 zwischen Holzkirchen und Weyarn vor. 

Valley – Im dritten Anlauf soll’s klappen: Weil die Planungen für Lärmschutz-Bauten entlang der A8 stocken, will die Gemeinde Valley sich für ein vorübergehendes Tempolimit als Sofortmaßnahme starkmachen. Einen entsprechenden Antrag reichte die Fraktion Valleyer Liste, die den Vorstoß in der Juli-Sitzung bereits angeregt hatte, nun ein.

Der Antrag sieht eine Geschwindigkeitsbegrenzung tagsüber auf 100 km/h vor, nachts auf 80 km/h. Eine Maßnahme, die „ohne Kosten“ umzusetzen wäre, argumentiert die Fraktion in ihrem Schreiben. Auch baulich soll für mehr Ruhe der lärmgeplagten Anwohner – betroffen sind insbesondere die Ortsteile Unter- und Mitterdarching sowie Unterlaindern – gesorgt werden. So beantragt die Valleyer Liste, auch die Aufbringung von Flüsterbelag zu fordern.

Dass etwas gegen den Verkehrslärm unternommen werden muss – und zwar schnell –, darüber waren sich im Gemeinderat alle einig, die sich in den vergangenen Jahren versuchten in Geduld zu üben. Der Frust bei den Betroffenen wachse zunehmend, verdeutlichte Claudia Zimmer (Valleyer Liste) zuletzt. Bekanntlich wurde das Planfeststellungsverfahren bereits 2016 eingeleitet, doch noch hängt das Projekt in der Warteschleife. Grund ist die Überprüfung einer Gefährdung des Wasserschutzgebiets Mühltaler Hangquellen durch die Bauten.

„Dass Lärmschutz und Wasserschutz hier in Konkurrenz treten“, so bemängelt die Valleyer Liste in ihrem Antrag, habe offensichtlich einen negativen Einfluss auf die Lösung des Problems. Eine kurzfristige Lösung biete das Tempolimit.

Die Idee ist nicht neu und der Versuch auch nicht der erste. Allein seit 2009, seit der Anspruch auf nachträglichen Lärmschutz feststeht, hat die Gemeinde schon zweimal eine Geschwindigkeitsbegrenzung für den Autobahnabschnitt beantragt, einmal auf Landes- und einmal auf Bundesebene; zweimal ist sie gescheitert. 2011 antwortete ein gewisser Andreas Scheuer, damals junger Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, der Gemeinde, er sehe eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung in Valley „nicht als geboten an“. Die Gemeinde fühlte sich damals abgespeist. Heute ist Scheuer selbst Bundesverkehrsminister.

Damit es im dritten Anlauf klappt, sollen die anderen Gemeinderatsfraktionen weitere Argumente und Anmerkungen einreichen. Ehe der Antrag an die zuständigen Behörden geht, so schlug Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (FWG) vor, soll auch der gemeindliche Anwalt ein Auge darauf werfen. 

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