Andrang auf Abstand: Beim Blutspendetermin in Holzkirchen am Freitag kamen 277 Spender – ein neuer Rekord für Holzkirchen.
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Andrang auf Abstand: Beim Blutspendetermin in Holzkirchen am Freitag kamen 277 Spender – ein neuer Rekord für Holzkirchen.

Pilotversuch kommt an

Blutspenden in Holzkirchen: Neuer Rekord beim ersten Termin mit Onlinebuchung

  • vonKatrin Hager
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Holzkirchen entwickelt sich zur Blutspende-Bastion: Mit einem Spender-Rekord ist das Jahr 2021 gestartet. Das neue Online-Buchungssystem hat sich dabei bewährt.

Holzkirchen – „Es war gigantisch“, sagt Markus Probst, „wir waren völlig platt.“ Gestern, zwei Tage nach dem jüngsten Blutspendetermin in Holzkirchen, ist der Bereitschaftsleiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in der Marktgemeinde noch ganz euphorisch und dankbar: Die Bürger aus Holzkirchen, Otterfing, Valley und Warngau haben dem Blutspendedienst des BRK einen neuen Rekordtermin in Holzkirchen beschert: 277 Personen kamen zum Blutspenden in die Schule an der Baumgartenstraße, davon 42 Erstspender. „2019 kamen im Schnitt 160, 170 Personen zu den Blutspendeterminen, 2020 waren es dann im Schnitt 230 – und jetzt fangen wir das Jahr schon mit 277 an“, sagt Probst. „Das ist für uns als Bereitschaft eine Anerkennung für unsere ehrenamtliche Arbeit.“

Der Termin am Freitag in Holzkirchen war ein Pilotversuch im Landkreis: Erstmals konnten die Blutspender vorab online einen Slot buchen – um eine allzu dichte, stoßweise Schlangenbildung in Corona-Zeiten und Wartezeiten für die Spender zu vermeiden. Im Viertelstundentakt zwischen 15 und 19 Uhr gab es Termine für zwölf Liegen, in der Summe waren 250 Slots zu haben. „Schon Tage vorher waren alle Termine ausgebucht“, berichtet Probst. Zum Glück gibt es noch vier Liegen als Puffer, falls doch mal jemand nach dem Blutspenden etwas mehr Ruhezeit braucht: So konnten dort auch alle 27 Personen drangenommen werden, die einfach zum Termin kamen, weil sie keinen Slot mehr buchen konnten.

Buchungssystem kommt bei Blutspendern gut an

Für das Buchungssystem habe es nur positive Rückmeldungen gegeben, sagt der Holzkirchner Bereitschaftsleiter. „Wir werden das auf jeden Fall beibehalten.“ Die Wartezeiten wurden so auf ein Minimum reduziert. Die, die blieb, wurde aber gern für einen Ratsch auf Abstand und natürlich mit Mundschutz genutzt, weiß Probst. Etwas mehr als die versprochene halbe Stunde brauchte jeder Spender im Durchschnitt für den Termin beim Blutspenden.

Nachdem sich Holzkirchen zu einer Blutspendebastion zu entwickeln scheint, überlegt Probst, ob und wie man die Kapazitäten ausbauen könnte. Vielleicht könnte der Blutspendedienst eineinhalb oder gar zwei Teams zu den Terminen abstellen. Oder man führt zum üblichen Rhythmus von 56 Tagen – die der Körper mindestens als Pause zwischen zwei Blutspenden benötigt – einen zweiten Zyklus ein? Klar ist: Der Bedarf an Blutspenden-Nachschub für Operationen und Transfusionen geht nicht aus. Schon deshalb nicht, weil Blutkonserven zum Teil nur wenige Wochen haltbar sind.  

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ag

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