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Verwundert: BOB-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch (r.) bei der Unterzeichnung der Ergänzungsvereinbarung zum Austausch der Flotte.

Neue Dieselfahrzeuge

BOB-Chef Rosenbusch: Treffen mit Bund Naturschutz verpufft

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Mit seinem Statement zum Austausch der BOB-Flotte hat der Bund Naturschutz für Unverständnis gesorgt. BOB-Chef Rosenbusch hatte die Hintergründe dem Verein zuvor persönlich erläutert. 

Holzkirchen – Der Vertrag zum Austausch der Flotte der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) war noch nicht unterschrieben, da sprach sich der Bund Naturschutz Bayern (BN) via Pressemitteilung gegen die Neuanschaffung der Dieselzüge des Typs Lint aus. Stattdessen forderte der Verein ein entschiedeneres Vorgehen der Bayerischen Staatsregierung in Sachen Elektrifizierung der Oberlandstrecke. Ein Vorstoß, der bei BOB-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch auf Unverständnis traf.

Wie er gegenüber unserer Redaktion erklärte, habe er in einem persönlichen Gespräch mit dem BN vor etwa zwei Wochen den Vertretern die Hintergründe der Entscheidung pro Lint und die Vorzüge der neuen Fahrzeuge erläutert. „Wir haben alles ausdiskutiert“, sagt Rosenbusch. Dachte er zumindest, bis er die Stellungnahme des BN in der Heimatzeitung las. „Was mich wirklich entsetzt, ist der Vorschlag, die Integrale einfach weiterfahren zu lassen“, sagt er. Angesichts der reduzierten Emissions- und Lärm-Werte entbehre die Forderung nach einem Weiterbetrieb der Integrale jeglichem fachlichen Grundverständnis.

„Die Dieselfahrzeuge sind ein Übergangskonzept bis zur Elektrifizierung“, betonte Rosenbusch erneut. Einen ersten Schritt hat Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) bereits angekündigt. Der Freistaat werde eine Voruntersuchung vorfinanzieren, teilte die stellvertretende Ministerpräsidentin vorige Woche mit.

„Vielleicht“, sagt Rosenbuch, „hätte der BN die Reden bei der Vertragsunterzeichnung für die neuen Fahrzeuge abwarten sollen, dann hätte man nicht pauschal eine Pressemitteilung ins Blaue rausgegeben.“

fp

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