+
Untersuchung des erbohrten Dolomitgesteins aus dem Malm auf Endteufe (6084 m)

Tests überprüfen Leistungsdaten - Schwefelgeruch

Geothermie: Bohrarbeiten sind beendet 

  • schließen

Die fünfte und letzte Sektion der zweiten Geothermie-Bohrung ist abgeschlossen. Ob Temperatur und Schüttung ausreichen, müssen nun Tests zeigen. 

Holzkirchen - Die Nachricht klingt gut: „Die Richtung passt“, sagt Albert Götz, Geschäftsführer der Geothermie Holzkirchen GmbH, mit Blick auf die zweite Geothermiebohrung in Holzkirchen. „Mit dem Thermalwasser im Malm sind wir definitiv verbunden“, erklärt er. Allerdings: „Welche Schüttung und Temperatur wir dann tatsächlich haben, müssen die Tests zeigen.“ Dies dauere noch mindestens zwei Wochen. Erst dann kann eruiert werden, ob die Bohrung tatsächlich erfolgreich war.

Fakt ist: Die vorläufige Endteufe der zweiten Holzkirchner Geothermiebohrung ist erreicht, wie es in einer Pressemitteilung der GmbH heißt. Am vergangenen Samstag wurden die Bohrarbeiten nach einer Strecke von 6084 Metern – und in einer Tiefe von rund 5000 Metern – eingestellt und der Bohrstrang samt Meißel ausgebaut. Die letzte und fünfte Sektion ist damit geschafft.

Seit Ende Juni wurde an der zweiten Bohrung gearbeitet. „Etliche Schwierigkeiten waren zu überwinden, doch nun scheint auch die zweite Bohrung zu einem erfolgreichen Ende gekommen zu sein“, heißt es. Vermehrte Spülungsverluste hatten klare Hinweise darauf gegeben, dass das Thermalwasser erreicht ist. Am heutigen Mittwoch werde mit dem Einbau einer sogenannten Tauchkreiselpumpe begonnen, damit das erschlossene Thermalwasser an die Oberfläche gepumpt wird. Mithilfe solcher Pumpversuche könne die Bohrung auf ihre Leistungsdaten hin untersucht werden. Die wichtigen Parameter sind dabei Temperatur und förderbare Menge, genannt Schüttung.

Die Gemeindewerke weisen darauf hin, dass es im Rahmen dieser Pumpversuche durch den Schwefelgehalt des Thermalwassers im Bereich der Bohrstelle zu einer vorübergehenden Geruchsentwicklung kommen kann. „Der Geruch entspricht in etwa dem von faulen Eiern, ist jedoch nicht gesundheitsschädlich.“ 

Über das Ergebnis der Versuche berichten die Gemeindewerke nach deren Abschluss. Dann werde die energetische Leistung des gesamten Geothermieprojekts, das sowohl zur Wärme- als auch zur Stromerzeugung dient, annähernd feststehen. Bekanntlich kostet das Gesamtprojekt rund 40 Millionen Euro.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Junger Regisseur dreht in Holzkirchen - und sucht Komparsen
Der junge Holzkirchner Jonas Breutel ist auf dem besten Weg zum Filmemacher. Für den Abschlussfilm seines Hochschulstudiums dreht er in seiner Heimatgemeinde - und sucht …
Junger Regisseur dreht in Holzkirchen - und sucht Komparsen
Freiwilligendienst: Otterfingerin (18) fliegt nach Ecuador
Von Otterfing hinaus in die weite Welt – dieses Wagnis geht Julia Schöpfer nun ein. Die 18-Jährige wird ein Jahr Freiwilligendienst in Ecuador absolvieren. 
Freiwilligendienst: Otterfingerin (18) fliegt nach Ecuador
Verkehrsschilder entfernt: AfD greift Gemeinde und Landratsamt an
Mit der Traglufthalle verschwanden auch die 70-Begrenzungen an der B13. Die AfD wirft den Behörden indirekt vor, nur Asylbewerber aber keine einheimischen Kinder …
Verkehrsschilder entfernt: AfD greift Gemeinde und Landratsamt an
Götz macht Ausbildung zum Landwirt: „Ich kann eine Kuh melken“
Albert Götz (45), Geschäftsführer der Gemeindewerke Holzkirchen, hat sich zum Landwirt ausbilden lassen. Im Gespräch verrät er, warum er das gemacht und wie er …
Götz macht Ausbildung zum Landwirt: „Ich kann eine Kuh melken“

Kommentare