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Neuer Heißgasprüfstand: Hier testen Entwicklungsingenieur Timo Engel und sein Team Systeme für die Rückgewinnung von Abgaswärme.

Rund 200 Arbeitsplätze

Bosch Engineering: Zweiter Bauabschnitt ist fertig

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Es ist angerichtet: Die Tüftler von Bosch Engineering im Föchinger Gewerbegebiet können ab sofort in die Vollen gehen. Auch der zweite Bauabschnitt ihres Entwicklungszentrums ist fertig.

Holzkirchen – Die neuen Gebäude, in die der Bosch-Konzern rund 25 Millionen Euro investierte, bieten rund 200 Arbeitsplätze, wovon aktuell 98 besetzt sind. „Wir sind immer auf der Suche nach guten Leuten“, sagte Bernhard Bihr, Geschäftsführer der Bosch Engineering, der nun vom Firmensitz im schwäbischen Abstatt zur Eröffnungsfeier nach Holzkirchen gekommen war. 

Die Bosch-Ingenieure am Standort Holzkirchen, den Berthold Steinmann leitet, beackern einen Wachstumsmarkt. Sie entwickeln Elektronik und Software für Antriebe aller Art – nicht nur für Autos. „Auch bei Entwicklungen für die Märkte Off-Road, etwa Baumaschinen, und Bahnanwendungen denken wir uns nicht nur was aus, sondern bauen auch gleich Prototypen, manchmal sogar Kleinserien“, sagt Steinmann. Am neuen Heißgasprüfstand testen die Holzkirchner derzeit Systeme für die Rückgewinnung von Abgaswärme, was für die Hersteller von Nutzfahrzeugen interessant ist. Sie bauten auch bereits einen Gepäckschlepper für Flughäfen, der als Hybrid mit Brennstoffzelle funktioniert. 

Für Tüfteleien dieser Art haben die Bewegungs-Experten an der Bergfeldstraße nun beste Voraussetzungen. Nach dreijähriger Bauzeit stehen auf dem zwei Hektar großen Grundstück 9000 Quadratmeter Gebäudefläche zur Verfügung. Die Großraumbüros sind von Pausenzonen und Lounges besetzt. Die Arbeitsplätze sind so flexibel angeordnet, dass sich immer neue Teams zusammenfinden können. Neben Laboren sind im Erdgeschoss große Prüfstände, Fahrzeugwerkstätten und Technikbereiche untergebracht. Im Außenbereich entstanden 170 Parkplätze sowie 40 Fahrradabstellplätze. 

Die meisten Mitarbeiter sind Ingenieure, Techniker und Kfz-Meister; dazu kommen am Standort einige kaufmännische Jobs. „Aktuell sind wir in Holzkirchen 98 Leute“, sagte Steinmann. Schon in drei Jahren wird die angepeilte Sollstärke von 200 Arbeitsplätzen erreicht sein. Weltweit beschäftigt die Bosch Engineering rund 2250 Mitarbeiter an 14 Standorten in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien, USA, China, Japan, Brasilien und Italien. 

Im Föchinger Gewerbegebiet hat Bosch seine Möglichkeiten noch nicht ausgereizt: Der Technologie-Riese besitzt eine Kaufoption für weitere vier Hektar. „Aktuell laufen ersten Gespräche mit dem Markt Holzkirchen“, sagte Bihr. „Noch ist keine finale Entscheidung für einen weiteren Bauabschnitt getroffen.“ 

Keinen Zweifel lässt Standortleiter Steinmann daran, dass sich der Neubau gelohnt hat. „Man braucht nur speziell unseren Werkstatt-Mitarbeitern in die Augen schauen“, sagte Steinmann. Alle sind begeistert.“ Geschäftsführer Bihr weiß, dass für die Mitarbeitergewinnung auch weiche Standortfaktoren eine Rolle spielen. Umgebung, Freizeit- und Naherholungsmöglichkeiten – hier kann es Holzkirchen mit Mitbewerbern locker aufnehmen.

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