Brand bei Holzkirchner Weiler Ried: Zehn Rinder tot, vom Stall nichts übrig
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Nach dem Brand ist von dem Stall auf dem Rieder Hof nichts mehr übrig.
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Nach dem Brand ist von dem Stall auf dem Rieder Hof nichts mehr übrig.

Brand bei Holzkirchner Weiler Ried

Nach dem Feuer: Zehn Rinder sind tot, vom Stall ist nichts mehr übrig

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Notruf in der Nacht zum Sonntag: Der Stall auf einem Hof des Holzkirchner Weilers Ried steht in Flammen. Zehn Rinder sterben im Feuer, die Bewohner bleiben unverletzt. Die Brandursache ist unklar, der Schaden enorm.

Holzkirchen – Sonntagnachmittag in Holzkirchen: Rund 50 Rinder, weiß-braun gefleckt, liegen vor dem Hof des Weiler Rieds in der Sonne. Ein paar der Tiere beäugen skeptisch das rot-weiße Absperrband, mit dem provisorisch ein Stück Weide abgezäunt worden war. Eines der Tiere schlüpft unten durch und grast einfach ein paar Meter weiter drüben. Das Bild könnte idyllisch sein, würde nicht im Hintergrund eine Rauchsäule in die Luft steigen.

Es ist sieben Stunden her, dass der Notruf einging. Der Sohn der Familie, die auf dem Bauernhof lebt, soll der Erste gewesen sein, der den Brand im Stall neben dem Wohnhaus bemerkt hat. Um 4.20 Uhr in der Nacht zum Sonntag setzten die Bewohner einen Notruf bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ab. Da steht die komplette Stallung schon in Flammen. Darin: mehr als 50 Rinder. Elf Feuerwehren aus dem Landkreis, aus Bad Tölz und Sachsenkam rücken an, 221 Mann bekämpfen stundenlang den Brand.

Von der B13 aus, die zeitweise zwischen Grasberg und Großhartpenning gesperrt wird, sind die zig Rettungsdienstwagen nicht zu übersehen. Noch am Sonntagvormittag sind die Einsatzkräfte damit beschäftigt, den Stall abzulöschen. Ein beißender Geruch liegt in der Luft, der Boden ist vom Löschwasser aufgeweicht. Die beste Nachricht an diesem Tag: Die Familie hatte es rechtzeitig aus dem Haus geschafft. Jedoch zehn Kälber überlebten die Flammen nicht.

Hubert Schmid, Kommandant der Feuerwehr Hartpenning, zeigt auf einen Schuppen, der hinter dem Stall liegt. „Darin sind Maschinen und Kraftstoff gelagert.“ Die Feuerwehren konnten verhindern, dass die Flammen auch dort wüten. Nur die vom Ruß schwarz gefärbte Wand des Schuppens zeigt, wie nah das Feuer schon war. Auch das Wohnhaus, das direkt an den Stall anschließt, konnte soweit erhalten werden. An der Hausmauer sitzen einige Einsatzkräfte auf Bierbänken, sie wirken müde und abgekämpft. Ein Einsatz wie dieser geht wohl an keinem von ihnen spurlos vorüber.

Ein Lastwagen sucht sich seinen Weg zur Straße. Auf der Ladefläche liegt das, was vom Stall übrig geblieben ist. „Wir müssen jetzt das Brandgut abräumen“, sagt Schmid. Er weiß, dass der Tag für ihn und seine Kameraden noch lange nicht zu Ende ist.

Gegen 16.30 Uhr ist dann nur noch Schmid mit der Feuerwehr Hartpenning für die restlichen Abbrennarbeiten und das Nachlöschen vor Ort. Die Ortsfeuerwehr bleibt auch in der Nacht zum Montag auf dem Hof und schiebt Feuerwache. Zur Sicherheit.

Zur Brandursache war bei Redaktionsschluss nichts Näheres bekannt. Der Kriminaldauerdienst der Kripo Rosenheim, der bereits in der Brandnacht vor Ort die Ermittlungen übernommen hatte, konnte dazu noch keine Angaben machen. Die Ermittler schätzen den Sachschaden auf rund 500 000 Euro.

Während die verkohlten Reste des Stalls Stück für Stück vom Hof gefahren werden, sollen die Rinder vorläufig in ein anderes Zuhause ziehen. Die Familie hat etwas gefunden, wo alle zusammen untergebracht werden, sagt eine Angehörige. Der Schock steht ihr wie allen anderen vor Ort ins Gesicht geschrieben. Sie beobachtet, wie ein erster Schwung an Tieren auf einen Transporter getrieben wird. Die Rinder schlagen nervös aus, buckeln, wollen nicht auf die Ladefläche. Die Ereignisse der vergangenen Nacht haben auch bei den Tieren Spuren hinterlassen.

nip

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