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BRK-Bereitschaft blickt auf einen besonderen Einsatz zurück 

Damit den Einsatzkräften nicht die Kräfte schwinden: Gummibären für die Schaufler

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34 Kilo Gummibären. 100 Kilo Kaffee. 15 000 Wurst- und Käsesemmeln. 1400 warme Essen.  70 Aktive der BRK-Bereitschaft Holzkirchen organisierten und verteilten, um die Helfer während der „Miesbacher Schneekrise“ bei Kräften zu halten.

Holzkirchen – Bereitschaftsleiter Markus Probst nannte die Zahlen jetzt in der Jahreshauptversammlung. „Ich bin stolz auf diese Truppe“, betonte er. 

Die Schneekrise zeigte, wie schlagkräftig die Bereitschaft aufgestellt ist. Im Vorjahr schnellte die Mitgliederzahl geradezu nach oben. 28 Neuzugänge traten ein, was die Gesamtzahl auf 171 Mitglieder hebt. Das Gros der Neuzugänge rekrutiert sich aus der Bereitschaftsjugend, die sich 2018 als Unterorganisation gründete.

Damit trägt eine Investition erste Früchte: Anfang 2018 hatte die Bereitschaft im Keller der Rettungswache einen Multifunktionsraum (115 Quadratmeter) eingerichtet, wo sich nicht nur, aber vor allem der Nachwuchs versammelt.

Laut Probst nahm man rund 65 000 Euro in die Hand. „Eine richtige Investition in die Zukunft.“ Unter der Leitung von Petra Hildebrand treffen sich regelmäßig 50 Jugendliche. Nicht weniger als 47 Schulsanitäter wurden ausgebildet, die bei Notfällen in den Grundschulen Warngau und Otterfing sowie in der Oberland-Realschule Holzkirchen ihren Kameraden helfen. 20 Jugendliche haben sogar schon ihre Sanitätsausbildung abgeschlossen.

Über zwei Dutzend der jungen BRKler aus Holzkirchen rückten mit aus, als die Bereitschaft während des K-Falls gefordert war. Insgesamt war die Bereitschaft an neun Tagen mit 69 Aktiven im ganzen Landkreis eingesetzt. 

„Es war gar nicht so leicht, kurzfristig Getränke und Essen aufzutreiben“, berichtet Probst, „aber unsere guten Netzwerke in Holzkirchen haben funktioniert.“ Die schnellen Einsatzgruppen der Bereitschaft, geführt von Tobias Rieker und Martin Herbig, mussten ihr ganzes Können abrufen. „Wir haben viel Lob bekommen“, sagt Probst, „das tut natürlich gut.“ Und man zieht aus der Krise auch Lehren: „Zum Beispiel tun wir gut daran, mehr Führungskräfte auszubilden. Man braucht Ablösung, wenn es so lange dauert.“

Auch ohne Wetterkrise spielt die Bereitschaft eine wichtige Rolle bei der Notfallversorgung in der Region. Ehrenamtliche eilen als Ersthelfer („First Responder“) zu Notfällen, wenn reguläre Rettungswagen anderswo beschäftigt sind. 

Und sie helfen im regulären Rettungsdienst als Fahrer aus, besonders an Freitagen und Samstagen. 240 Schichten absolvierten die Holzkirchner. „Unsere Ehrenamtsquote haben wir damit um über 50 Prozent übererfüllt“, betont Probst. Oben drauf kamen im vergangenen Jahr 72 Sanitätsdienste bei kleineren und größeren Veranstaltungen in Holzkirchen und Umgebung. „Schon eine knackige Anforderung“, sagt Probst.

Damit die Kasse stimmt, opfern 23 Helferinnen viele Stunden, um den BRK-Kleiderladen in der Münchner Straße am Laufen zu halten. 11 300 Teile verkauften sie 2018.

Als Geldbringer soll endlich auch wieder das Herdergartenfest im Sommer glücken, das in den vergangenen Jahren stets wegen Regens abgesagt werden musste. „Es wird Anlauf Nummer sieben“, sagt Probst. Wenn das Wetter wieder nicht mitspielt, will man heuer wenigstens eine abgespeckte Version anbieten. 

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