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Beeindruckende Bilanz: Vor etwa 40 Gästen im Fools berichtete Frank Strathmann über die ersten fünf Jahre der Holzkirchner Bürgerstiftung.

Eine Bilanz

Bürgerstiftung: Fünf Jahre und die Ideen gehen nicht aus

Sie bewegte viele und vieles: Erst fünf Jahre wirkt die Holzkirchner Bürgerstiftung in der Marktgemeinde, doch ihre Leistungsbilanz liest sich beeindruckend.

Holzkirchen – In den fünf Jahren entstanden einige ganz verschiedene Projekte, viele Menschen brachten sich ein, viele Einrichtungen, Menschen und Vereine wurden unterstützt. Auf jeden Fall ein Grund zum Feiern: Vorsitzender Frank Strathmann zeigte vor 40 Gästen im Fools-Theater anhand von Bildern und Diagrammen, was seit der Gründung der Bürgerstiftung am 15. Mai 2012 passiert ist.

„Ich wurde mit fünf Jahren auch gefeiert und generell sollte man darüber reden, wenn man etwas Gutes tut“, sagte Bürgermeister Olaf von Löwis in seinem Grußwort und bremste damit all jene aus, die das fünfjährige Bestehen nicht unbedingt für feierwürdig erachteten. Mittlerweile verfügt Deutschland über mehr als 400 Bürgerstiftungen, in denen sich fast 30.000 Menschen betätigen. „Das Prinzip hat sich durchgesetzt“, sagte Strathmann.

Auch in Holzkirchen gab die Bürgerstiftung bereits jede Menge positive Impulse. Besonders die Integration ausländischer Mitbürger liegt Strathmanns Team am Herzen. Gleich mehrere Projekte trugen zuletzt dazu bei, Asylbewerber gezielt zu unterstützen. Im März 2014 erhielt die Holzkirchner Stiftung sogar einen Preis der Herbert-Quandt-Stiftung für ihr Projekt „FOKUS – Forum der Kulturen und Sprachen“. Dabei ging es um das Motto „Brücken bauen zwischen Kulturen“. Strathmann ist stolz auf die Auszeichnung: „Wir haben uns alle sehr gefreut.“

Mithilfe des A-Mentor-Programmes wurden viele Menschen unterschiedlicher Herkunft verbunden. Dabei geht es vorrangig um die Vermittlung von Patenschaften zwischen Menschen, die in Holzkirchen wohnen, und Asylbewerbern. Ganz neu ist das Projekt EVI (Ehrenamt verstärkt Integration), mit dessen Hilfe Asylbewerber in Vereine integriert werden sollen (wir berichteten).

Auch wenn es um Angebote für Jugendliche oder Senioren geht, hat sich die rührige Stiftung einen Namen gemacht. Holzkirchner Realschüler besuchen regelmäßig Senioren des Altenheims St. Anna. „An der Schule gibt es das Wahlfach ‚Generationenbrücke’“, berichtete der ehemalige Realschüler Patrick Willibald (20), der mittlerweile in München studiert, sich aber immer noch für das Projekt engagiert. „Wir backen gemeinsam mit den Senioren Waffeln und hören ihnen viel zu. In Planung sind gemeinsame Ausflüge oder musikalische Nachmittage.“

Künstlerische Visitenkarten sind die Holzkirchner Blues- und Jazztage, die heuer zum vierten Mal stattfinden, und die offene Bühne, zu der am Jubiläumsabend zum zehnten Mal eingeladen wurde. Viele weitere Projekte laufen oder sind in Planung. „Die Ideen gehen uns so schnell nicht aus“, schmunzelte Strathmann. Vorstandskollegin Ute Haury holte drei ehrenamtliche Helfer auf die Bühne, um ihren Einsatz zu würdigen: Renate Rieger, Karl Mehl und Bernd Helwig. „Sie sind immer da und helfen unaufgeregt und voller Leidenschaft“, lobte Haury.

Kathrin Suda

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