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Die Wahlbeteiligung war auch im Landkreis hoch. Die Wahlhelfer - hier an der Rudolf-Pikola-Schule in Miesbach - hatten einiges zu tun.

Bundestagswahl in Miesbach, Tegernsee, Holzkirchen

Live-Ticker: Landrat Wolfgang Rzehak spricht von Grünen-Hochburg

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Wann gibt‘s die ersten Ergebnisse in den Gemeinden Miesbach, Tegernsee und Holzkirchen? Wie haben unsere Wähler abgestimmt? Was sagen die Kandidaten und Parteien? Alle Infos, Ergebnisse und Stimmen gibt‘s hier im Live-Ticker.

+++ AKTUALISIEREN +++

17.17 Uhr: Die Lage am Tag nach der Wahl - alle Stimmen und Einschätzungen aus dem Landkreis lesen Sie hier. Soviel vorweg: Der Landrat schimpft über die AfD und die FDP schwebt auf Wolke sieben.

15.47 Uhr: Karl Bär ist der Pechvogel dieser Wahl. Er hat mit das beste Ergebnis aller Grünen-Direktkandidaten in Bayern - und bekommt doch kein Mandat. Warum das so ist, lesen Sie hier.

14.52 Uhr: Auch Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) haben wir mittlerweile für ein Statement zur Bundestagswahl erreicht. Er sagt zum Spitzenkandidat der Grünen: „Karl Bär hat einen sehr engagierten Wahlkampf geführt, er ist durch seine hervorragende Arbeit als Gemeinderat und Kreisrat bekannt. Wenn man ergänzend dazu noch das Zweitstimmen-Ergebnis sieht, kann man Miesbach mittlerweile wohl als Hochburg der Grünen betrachten.“

Zum guten Ergebnis der AfD sagt der Landrat: „Die sogenannte „Alternative für Deutschland“ hat im Landkreis Miesbach keine einzige Idee gehabt und keine einzige Lösung für Probleme vorgestellt. Ich vermute, dass die meisten Wähler das Programm der AfD gar nicht kennen, sondern aus einer diffusen Ablehnung gegen „die da oben“ eine Proteststimme abgegeben haben.“

14.10 Uhr: Überraschend spät trafen die Ergebnisse aus den Gemeinden ein. Das war grundsätzlich der erfreulich hohen Wahlbeteiligung geschuldet. Dass sich in Otterfing, Hausham und besonders in Holzkirchen die Meldungen aber bis in den späten Abend verzögerten, lag an kleinen, aber zeitraubenden Pannen beim Auszählen der Briefwahl-Stimmen. So sorgten in Otterfing nach Auskunft von Bürgermeister Jakob Eglseder zwei Briefwahlkuverts für Verwirrung, die zwar mit Wahlschein, aber ohne Stimmzettel abgegeben wurden. „Irgendwie wurde versäumt, diese beiden Stimmen sofort als ungültig zu melden“, sagte Egsleder. So ergab sich eine Ungleichheit zwischen Briefwahlkuverts und Briefwahl-Stimmzetteln, was ein aufwendiges Nachzählen zur Folge hatte.

Ein ähnlicher Fauxpax widerfuhr dem Team eines Holzkirchner Briefwahlbezirks. Dafür waren in besagtem Bezirk rund 1200 Wahlbriefe nochmals zu sichten. So sieht das auch Haushams Wahlleiter Peter Straßer. In zwei der zehn Haushamer Wahllokalen war vergessen worden, die für die Niederschrift vorgeschriebenen Zwischensummen der Zählstapel zu dokumentieren. 

11.58 Uhr: Warum der AfD-Sieg bei uns wenig überraschend ist: Den Ausgang der Bundestagswahl im Landkreis Miesbach kommentiert Redaktionsleiter Stephen Hank.

10.24 Uhr: Eine theoretische Chance hatte Karl Bär (Grüne) noch, in den Bundestag einzuziehen. Doch wie es aussieht, hat er es nicht geschafft. Elf Grüne ziehen durch Überhangmandate in den Bundestag ein, Bär lag auf Rang zwölf. Gestern Abend hatte er noch ein wenig Hoffnung.

9.30 Uhr: Der GeretsriederAndreas Wagner, Spitzenkandidat der Partei „Die Linke“ im Wahlkreis 223, ist der Überraschungssieger: Der 45 Jahre alte Heilerziehungspfleger zieht mit hoher Voraussicht in den Deutschen Bundestag ein. Zwar ging das Direktmandat im Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach wie schon 2013 an Alexander Radwan (CSU), doch Wagner kommt das gute Zweitstimmenergebnis der Linken im Bayern zugute. 

Das sorgt dafür, dass einige Kandidaten, die auf den obersten Listenplätzen der Partei stehen, einen Platz im Berliner Parlament bekommen. Seine Genossen hatten den Geretsrieder, der sich seit 2007 bei der Linken engagiert, wie berichtet beim Landesparteitag im März auf Listenplatz sechs gewählt. „Für mich beginnt morgen Früh wohl ein neuer Lebensabschnitt“, sagt Wagner bei der Wahlparty im Lokal „Der Grieche“ in Wolfratshausen-Farchet. So richtig glauben kann er’s zwar noch nicht, doch gegen 22.30 Uhr ordert der 45-Jährige beim Kellner eine Flasche Sekt: „Die machen wir jetzt auf!“

22.26 Uhr: Nun sind alle Zahlen für den Wahlkreis beisammen. Wie schon bekannt, hat Alexander Radwan (CSU) das Rennen um die Direktmandate klar gewonnen: Er sammelt 47,59 Prozent alles Stimmen. Auf Platz zwei befindet sich Karl Bär (Grüne) mit 13,57 Prozent, gefolgt von Hannes Gräbner mit 11,27 Prozent. Auf Platz vier reiht sich Constantin Leopold Prinz von Anhalt (AfD) mit 9.91 Prozent ein, dahinter Fritz Haugg (FDP) mit 8,15 Prozent, Andreas Wagner (Linke) mit 5,27 Prozent und Maximilian Stocker (Bayernpartei) mit 4,24 Prozent.

22.22 Uhr: Schließlich trudeln auch die Ergebnisse aus Holzkirchen ein. Karl Bär (Grüne) hat hier nochmal ordentlich abgeräumt, er holt bei der Erststimme 21,69 Prozent. Dahinter folgt Hannes Gräbner (SPD) mit 12,78 Prozent. Bei der Zweitstimme sind die Grünen auf Rang zwei vor der FDP. Auch in Holzkirchen lag die Wahlbeteiligung bei über 80 Prozent. Vielleicht hat es deshalb so lange gedauert...

22.20 Uhr: Alexander Radwan bedankt sich bei seinen Mitgliedern für die vielen Stunden an Parteiarbeit.

22.15 Uhr: Immer noch fehlen die Ergebnisse der einwohnerstärksten Gemeinde des Landkreises. Der Rest ist schwarz gefärbt.

Holzkirchen fehlt als letzte Gemeinde im Wahlkreis.

22.07 Uhr: Noch bevor es das Ergebnis aus Holzkirchen gibt, haben wireinen ersten Überblick zur Bundestagswahl im Landkreis für euch: Zwar hat Alexander Radwan (CSU) das Direktmandat im Stimmkreis souverän gewonnen, das bundesweite Abschneiden der Union drückte jedoch deutlich auf die Stimmung, für Entsetzen sorgten die Resultate der AfD.

22.01 Uhr: Die Stimmen aus Hausham sind ausgezählt: Hier schafft es von allen Gemeinden erstmals die SPD auf Rang zwei bei den Erst- und bei den Zweitstimmen. 16,19 Prozent holt Hannes Gräbner für seine Partei vor dem Prinz von Anhalt (AfD) mit 12,41 Prozent. Auch bei den Zweitstimmen liegt die AfD auf Rang drei (13,98 Prozent)

21.54 Uhr: Im gesamten Wahlkreis fehlen nur noch Holzkirchen und Hausham....

21.41 Uhr: Das sagt Ulrike Küster (Kreisvorsitzende der Grünen): „Karl Bär hat im Holzkirchner Gemeinderat und im Kreistag gezeigt, was er politisch drauf hat. Die Leute kennen ihn und schätzen ihn, das zeigt das Ergebnis. Die gute Arbeit der Grünen im Landkreis, sie wird honoriert.“

21.38 Uhr: Jetzt liegen auch die Ergebnisse aus Otterfing vor: Das dürfte wohl mit 86,29 Prozent die Rekord-Wahlbeteiligung sein. Die Nase vorn haben hier sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen die CSU, gefolgt von Grünen und SPD. Die FDP rangiert jeweils auf Rang vier, die AfD auf fünf.

21.35 Uhr: Für den perfekten Überblick finden Sie übrigens am Ende dieses Tickers eine Karte, die alle Gemeindeergebnisse live und interaktiv anzeigt. Um die Gemeindeergebnisse anzuzeigen, klicken Sie links über der Karte auf „Gemeinden“. Im Laufe der Nacht wollen wir in dieser Karte nicht nur die Ergebnisse für unsere Region anzeigen, sondern für ganz Deutschland.

21.29 Uhr: Constantin von Anhalt-Dessau (AfD) ist mit dem Wahlergebnis zufrieden: „Es ist großartig, dass es uns gelungen ist, unsere Themen so gut rüberzubringen. Wir gehen jetzt in eine starke Opposition. Bisher gab es im Bundestag keine vernünftige Opposition,das war eine dröge Sache.“ Er macht außerdem nochmals klar: „Die AfD ist keine rechtsextreme Partei – das wird nur immer an Aussagen von ein paar Leuten festgemacht. Ich bin ein Verfechter, dass die Partei mehr in die Mitte rückt – da bedarf es gewisser Korrekturen, und das wird jetzt, mit einem breiteren Rücken, einfacher. Persönlich bin mich mit meinem Ergebnis sehr zufrieden.“

21.27 Uhr: „Umfragen kann man wirklich in die Tonne treten.“ Ilse Aigner (CSU) über Wahlprognosen. Die CSU hatte noch unveröffentlichte letzte Prognosen vorliegen – keine sagte ihren Einbruch vor. Aigner: „Ich vermute, dass die Leute gar nicht mehr sagen, was sie wirklich denken.“

21.19 Uhr: Es fehlen noch drei Gemeinden, darunter auch die Heimatgemeinde von Karl Bär (Grüne). Er ist mit dem bisherigen Ergebnis voll zufrieden. „Mein Ergebnis im Landkreis ist großartig, meine Erwartungen haben sich mehr als erfüllt.“ Dass er vor den Kandidaten der SPD und der AfD lande, sei nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Noch malt sich Bär Chancen aus, in den Bundestag einzuziehen.  „Ich bin noch sehr angespannt, weil es eine theoretische Chance gibt, dass ich vielleicht über die Landesliste der Grünen noch in den Bundestag rutsche, wenn Ausgleichsmandate für die Grünen fällig werden.“

21.15 Uhr: In Weyarn liegt die AfD bei der Zweitstimme bei 14,4 Prozent und damit auf Rang zwei hinter der CSU. Bei den Erststimmen liegt Constantin Leopold Prinz von Anhalt auf Rang drei mit 11,32 Prozent. Vor ihm liegen Karl Bär (Grüne, 13,5 Prozent) und Alexander Radwan (CSU, 48,68 Prozent).

21.12 Uhr: Klaus Barthel, bis dato Bundestagsabgeordneter der SPD, sagt: „Ja, natürlich ist das ein bitterer Abend für die SPD. Es ist das schlechteste Ergebnis der Nachkriegszeit.“ Zum Abschneiden der AfD findet Barthel klare Worte: „Es beruht aber nicht auf einer Leistung der AfD, sondern ist zurückzuführen auf eine Absage an die beiden großen Parteien. Dass die AfD in manchen Gemeinden im Wahlkreis auf Platz zwei gelandet ist, ist erst einmal etwas, dass uns große Sorgen machen muss.

21.07 Uhr: InRottach-Egern hat sich die FDP wieder sowohl ei Erst- als auch bei der Zweitstimme auf Rang zwei manövriert. Fritz Haugg schafft 10,95 Prozent vor Karl Bär mit 7,08 Prozent. Über 20 prozent hat die FDP bei der Zweitstimme, dahinter die AfD mit gut acht Prozent.

20.59 Uhr: Mit 84,51 Prozent Wahlbeteiligung haben auch in Waakirchen viele Bürger ihre Kreuze gesetzt. Dabei haben sie ihre Erststimme der CSU, den Grünen und der SPD gegeben. Bei der Zweitstimme beinahe gleich, nur statt der Grünen ist hier die FDP auf Rang zwei.

20.56 Uhr: Richtig fassungslos macht Isle Aigner allerdings, dass sich im Wahlkreis momentanFDP und AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei hinter der CSU liefern – und Grüne und SPD noch dahinter landen. Angesichts der hohen Wahlbeteiligung meint sie: „Ich glaube, dass ein Großteil der Nichtwähler bei der AfD gelandet ist.“

20.53 Uhr: Sechs Gemeinden fehlen im Landkreis noch: Weyarn, Rottach-Egern, Hausham, Holzkirchen, Waakirchen und Otterfing. Im gesamten Wahlkreis sind 27 von 38 Bezirken ausgezählt. Nach derzeitigem Stand ist die AfD nicht mehr unter den Top drei: Alexander Radwan (CSU) führt mit 48,92 Prozent, gefolgt von Karl Bär (Grüne) mit 13,51 Prozent und Hannes Gräbner (SPD) mit 10,55 Prozent.

20.47 Uhr: Nun sind auch die Stimmen der Stadt Tegernsee ausgezählt. Spitzenplätze fahren hier die CSU und die FDP ein. Letztere holt bei der Zweitstimme 21,19 Prozent. Fritz Haugg kommt bei den Erststimmen auf 10,98 Prozent. Ganz knapp dahinter Karl Bär (10.94 Prozent).

20.45 Uhr: Ein weiteres Statement erreicht unsere Redaktion: „Dass wir nicht zufrieden sein können, ist unbestritten“, sagtIlse Aigner, Stimmkreisabgeordnete im Landtag und bayerische Wirtschaftsministerin. Sie zeigt sich selbstkritisch angesichts des Einbruchs der CSU auf unter 40 Prozent der Zweitstimmen in Bayern: „Die Menschen haben vielleicht nicht mehr darauf vertraut, was wir umsetzen wollen.“ 

20.43 Uhr: Ursula Lex, Vorsitzende des FDP-Kreisverbands sagt zu den bisherigen Ergebnissen: „Was mich traurig macht ist das Abschneiden der AfD – dass in unserer tollen Demokratie so eine Partei wieder im Parlament vertreten ist. Über das Ergebnis der FDP freue ich mich aber riesig. Das zeigt: Wir sind wieder wählbar, wir sind für die Mitte der Gesellschaft da.“

20.41 Uhr: Alexander Radwan zieht unserer Zeitung gegenüber eine erste Zwischenbilanz. Der CSU-Kandidat zeigte sich erleichtert:  „Meine Verluste bei den Erststimmen haben sich im Vergleich zum bundesweiten Abschneiden der Union in Grenzen gehalten“, sagte radwan, nachdem die Hälfte der Landkreisgemeinden ausgezählt war.

20.37 Uhr: In Bad Wiessee hat die FDP Stimmen klargemacht: Die Partei landet bei den Erststimmen mit 10,12 Prozent auf Rang drei, bei den Zweitstimmen mit 17,85 Prozent auf Rang zwei. Die CSU dominiert klar. Auf hier hat es die AfD bei den Zweitstimmen unter die Top drei geschafft. Die Wahlbeteiligung liegt auch hier bei knapp über 80 Prozent.

20.32 Uhr: Nun ist bekannt, wie die Kreisstädter gewählt haben. Bei der Erststimme liegt in Miesbach Radwan (44,69 Prozent) vor Karl Bär (14,72 Prozent) und vor Hannes Gräbner (12,76 Prozent). Bei den Zweitstimmen hat sich die AfD zwischen die CSU und die SPD gedrängt und liegt mit 13,28 Prozent auf Rang zwei.

20.16 Uhr: Die beiden größten Gemeinden, Miesbach und Holzkirchen, fehlen noch im Landkreis. Insgesamt hat man mittlerweile beinahe die Hälfte aller Kommunen ausgezählt. Bei den Erststimmen liegt folgende Zwischenbilanz vor: Alexander Radwan (CSU) hat 51,43 Prozent, Karl Bär (Grüne) 13,38 Prozent und Constantin Leopold Prinz von Anhalt hat 9,59 Prozent.

20.11 Uhr: Die Ergebnisse in Fischbachau liegen vor: Sowohl bei Erst- als auch Zweitstimme liegt die CSU vorn (52,3 und 45,53 Prozent). Auf Rang zwei: Bei der Erststimme die AfD mit 12,39 Prozent und auch bei der Zweitstimme ist es die AfD: 14,06 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag hier bei 76,03 Prozent.

20.02 Uhr: Die Wahlbeteiligung in Valley war extrem hoch: mit 84,71 Prozent ist die Gemeinde damit derzeit auf Rang eins. Alexander Radwan kommt hier auf beinahe genau 50 Prozent. Bei den Zweitstimmen kommt in Valley die FDP auf Rang 2 mit elf Prozent. Knapp dahinter: AfD und die Grünen.

19.58 Uhr: Als nächstes liegen die Ergebnisse ausSchliersee vor: Alexander Radwan kommt auf 48,5 Prozent. Auch hier liegt Karl Bär mit 14 Prozent an zweiter Stelle. Ein anderes Bild bei den Zweitstimmen: Hier holt die FDP mit 13,67 Prozent das zweitbeste Ergebnis hinter der CSU. Bemerkenswert: AfD und SPD liegen in Schliersee beinahe gleich auf bei rund 12 Prozent.

19.54 Uhr: In Warngau ist die Wahlbeteiligung extrem hoch: Fast 83 Prozent der Wahlberechtigten setzten ihre Kreuzchen. Bemerkenswert hier: Die AfD kommt bei den Zweitstimmen auf 13 Prozent. Auch hier zeigt Karl Bär Stärke: Der Grünen-Kandidat kommt hier auf 15,9 Prozent, hinter Alexander Radwan, der sich anschickt, sein Ergebnis von vor vier Jahren zu toppen.

19.51 Uhr: InGmund liegt Alexander Radwan deutlich vor Karl Bär, der aber mit 13,3 Prozent auch hier der zweitstärkste Kandidat ist. Auffällig: Die FDP holt bei den Zweitstimmen über 16 Prozent.

19.42 Uhr: Erste Ergebnisse liegen vor aus Kreuth, Irschenberg und Bayrischzell. Bemerkenswert:In Irschenberg liegt die AfD sowohl bei den Erst- als auch den Zweitstimmen auf Rang zwei. In Bayrischzell und Kreuth liegt Karl Bär (Grüne) hinter Alexander Radwan (CSU). Noch ein erstes Fazit: Bär hat in der Regel mehr Stimmen erhalten als die Grünen bei der Zweitstimme.

19.34 Uhr: Maximilian Stocker von der Bayernpartei wartet im Landratsamt auf die Ergebnisse aus dem Wahlkreis. Wie bewertet er die ersten bundesdeutschen Hochrechnungen? „Ich bin schon erstaunt, dass die SPD so krass verloren hat“, sagt er. Mit Sorge betrachtet er das Abschneiden der AfD - auch mit Blick auf die Landtagswahl im kommenden Jahr. „Hier wird die AfD für uns natürlich eine große Konkurrenz werden.“

Fünf Mitglieder der Bayernpartei verfolgen die Wahlergebnisse im Tölzer Binderbräu.

19.21 Uhr: Auch die Kandidaten aus dem Landkreis warten gespannt, bis die Ergebnisse aus dem Wahlkreis feststehen.

Die Direktkandidaten aus dem Landkreis im Landratsamt Bad Tölz: (v.l.) Maximilian Stocker (Bayernpartei), Fritz Haugg (FDP), Alexander Radwan (CSU) und Hannes Gräbner (SPD).

19.10 Uhr: Bei der Bundestagswahl 2013 gab es um 19.12 Uhr das erste Ergebnis. Als erstes ausgezählt war damals die Gemeinde Schliersee. Mit so einem frühen Ergebnis sieht es heuer schwierig aus.

19.02 Uhr: Noch immer ist im Stimmkreis kein Wahllokal ausgezählt. Die Wahlbeteiligung dürfte ziemlich hoch sein. Das vermutet auch Landratsamts-Sprecherin Marlis Peischer. „In eine Wahllokale mussten heute sogar Stimmzettel nachgeliefert werden, weil sie aus waren.“

18.59 Uhr: Die FDP ist einer der Gewinner des Abends. Die ganz große Freude will sich bei Direktkandidat Fritz Haugg aber nicht einstellen. „Da ist schon ein großer blauer Wehrmutstropfen dabei“, sagt er mit Blick auf das Abschneiden derAfD. Nach „vier Jahren auf der Strafbank“ sei er natürlich aber auch froh, dass die FDP wieder den Sprung in den Bundestag geschafft hat - „und das mit einem für uns eher besseren Ergebnis“.

Die FDP jubelt im Tölzer Binderbräu über ihr Ergebnis.

18.55 Uhr: „Ja, es hätte besser laufen können“, sagt CSU-Direktkandidat Alexander Radwan mit Blick auf das CSU-Ergebnis. „Da gibt es nichts zu beschönigen.“ Er habe dieses Ergebnis schon in den vergangenen „in der Tendenz gespürt, aber in diesem Ausmaß nicht erwartet“, sagt er mit Blick auf das Abschneiden der AfD. 12,5 Prozent fuhr die Partei in Bayern ein. Wird das CSU-Ergebnis personelle Konsequenzen nach sich ziehen - beispielsweise auch auf dem Posten des Ministerpräsidenten? „Der Parteivorstand wird das morgen diskutieren. Wir brauchen eine schonungslose Aufarbeitung“, sagt Radwan.

18:42 Uhr: Es gibt erste Reaktionen auf das Ergebnis. SPD-Kandidat Hannes Gräbner spricht von „keinem schönen Abend“. Ihm zeige das schlechte Abschneiden, dass eine Große Koalition „die extremen Ränder stärkt“. Daher sei die SPD nun gut beraten, „in die Opposition zu gehen.

18.39 Uhr:  Von den Erststimmenkandidaten sind Alexander Radwan (CSU), Hannes Gräbner (SPD), Fritz Haugg (FDP) und Max Stocker (Bayernpartei) im Landratsamt in Bad Tölz anwesend.  Im großen Sitzungssaal läuft auf zwei Leinwänden Wahlberichterstattung.

18.13 Uhr: In den Wahllokalen beginnt für die vielen Helfer nun das Auszählen der Stimmzettel. Wer hat im Landkreis die Nase vorn? Wo haben die Bürger ihr Kreuz gesetzt? Im Wahlkreis Bad Tölz-Wolfratshausen/Miesbach dürfen heute 162.891 Bürger wählen - darunter 84.891 Männer. 7514 Wahlberechtigte sind Erstwähler. Damit alles zügig ausgezählt werden kann, sind in den beiden Landkreisen heute rund 1900 Wahlhelfer im Einsatz.

In der Rudolf-Pikola-Mittelschule in Miesbach zählen die Wahlhelfer die abgegebenen Stimmen aus.

18 Uhr: Die Wahllokale sind geschlossen. Jetzt wird‘s ernst...

17.45 Uhr: Bald schließen die Wahllokale. Wer also noch nicht gewählt hat, sollte sich beeilen. Während es in Gmund etwas Verwirrungen gab, scheint es in den übrigen Wahllokalen im Landkreis ruhig geblieben zu sein. Wahlhelfer Franz von Preysing sprang in Gmund helfend zur Seite, wenn Bürger aufgrund der Aufteilung in Gmund 1 und Gmund 2 nicht wussten, wohin sie gehen müssen. 

Eine Gmunder Familie sucht das richtige Wahllokal.

17.16 Uhr: Die erste Wahl erlebt hat heuer auch Sepp Kordes - wenn auch nur schlafend im Kinderwagen. Geboren am 19. September kommt Gmunds jüngster Bürger mit Mama Sonja und Papa Sepp ins Wahllokal im alten Dürnbacher Rathaus. In 18 Jahren wird er dann gerade alt genug sein, um selbst seine Kreuze zu setzen.

Erst fünf Tage alt und schon im Wahlbüro. Sepp Kordes im alten Dürnbacher Rathaus.

16.48 Uhr: Fotografieren im Wahllokal ist verboten. Das ist heuer neu und die Wahlhelfer sind angewiesen, die Wähler darauf hinzuweisen. "In der Wahlkabine darf nicht fotografiert oder gefilmt werden. ... Der Wahlvorstand hat einen Wähler zurückzuweisen, der … für den Wahlvorstand erkennbar in der Wahlkabine fotografiert oder gefilmt hat." So heißt es in der Bundeswahlordnung § 56 (Stimmabgabe) Abs. 2 und Abs. 6 (5a.) Unser Fotograf hat einen Verbotszettel in der Turnhalle in Oberwarngau entdeckt. Für die Presse gilt das Verbot allerdings nicht.

Smartphones und Kameras dürfen nicht mit in die Wahlurne - plakatiert ist das hier an der Turnhalle in Oberwarngau.

16.30 Uhr: Das erste Mal wählen: Hannah und Jakob Voß aus Bad Wiessee sind die wohl jüngsten Erstwähler ihrer Heimatgemeinde. Quasi auf der Zielgeraden sind sie 18 geworden. Dass sie zum Wählen gehen würden, stand für die Beiden außer Frage. Wir haben mit den Zwillingen gesprochen, auch darüber, welche politischen Themen ihnen am Herzen liegen. Zum vollständigen Text geht‘s hier.

16.02 Uhr: Bis es die ersten Zahlen zur Bundestagswahl gibt, wird noch etwa zwei Stunden dauern. Da lohnt sich ein Blick auf die Zahlen von 2013, die wahrscheinlich kaum mehr einer im Gedächtnis hat. Wenig verwunderlich dabei, dass die meisten CSU-Wähler damals aus Rottach-Egern kamen. 64,2 Prozent hat die Partei dort bei den Zweitstimmen erreicht. Hausham hatte gleich bei drei Parteien die Nase vorn: 20,6 Prozent gab es dort für die SPD, 3,5 Prozent für die Linke und mit 7,3 Prozent war die AfD in Hausham stark vertreten. Die zweit meisten AfD-Wähler kamen 2013 aus Schliersee, hier kam die Partei auf 7 Prozent. In Holzkirchen (11,5 Prozent) und Otterfing (10,2 Prozent) waren die Grünen überlegen, die FDP mit 10,7 Prozent in Tegernsee. 

Wir sind gespannt, was in diesem Jahr herauskommt.

15.29 Uhr: Martina Ettstaller (49) aus Festenbach ist seit 2008 Gemeinderätin in Gmund und ist im Wahllokal Gmund 1 Stellvertretende Wahlvorsteherin. „In Gmund war eine Wahnsinns-Wahlbeteiligung. Bis 14.45 Uhr haben dort über 450 Gmunder ihre Stimme abgegeben“, sagt sie. „Damit war der Zulauf weit größer als bei der Europawahl." Ihre Stimme abgeben muss Ettstaller selbst im alten Rathaus in Dürnbach. "Wählen ist immer wichtig. Dann darf man auch mitreden und kann auch was bewirken." Auch im Dürnbacher Rathaus spricht man von guter Wahlbeteiligung: „Besser als sonst“, sagen die Wahlhelfer. „Und sehr diszipliniert."

Martina Ettstaller, Gemeinderätin aus Gmund, wählt im Dürnbacher Rathaus.

14.33 Uhr: Ihre erste Wahl als Wahlhelferin erlebt Veronika Burghard (34) aus Miesbach. Im Interview erzählt sie, wie es dazu kam, worauf sie dabei achten muss und wie sie selbst zur Politik steht. „Wir als Bürger können und sollen in erster Linie durch die Wahlen aktiv politisch Einfluss nehmen“, sagt sie.  „Ich bin Wahlbeisitzerin, weil ich enorm wichtig finde, den Ablauf des Wahlvorgangs zu unterstützen.“ Das vollständige Gespräch mit der Wahlhelferin lest ihr hier.

13.30 Uhr: Die Valleyer Schule ist das größte Wahllokal der Gemeinde Valley vor dem in Mitterdarching und Hohendilching. Pünktlich zur Mittagszeit gibt es hier die Halbzeitbilanz: Bereits über 50 Prozent der wahlberechtigten Bürger haben schon gewählt - also rund 350. Das Wahllokal hier ist nicht nur das größte der Gemeinde, sondern auch das mit der schönsten Aussicht, freut sich eine Wahlhelferin.

Das Wahllokal in der Schule in Valley überzeugt mit seiner tollen Aussicht.

12.42 Uhr: Im Wahllokal in der Schlierseer Vitalwelt geht es ruhig zu. Nach und nach kommen die Bürger und geben ihre Stimme ab. So wie Leonhard Wagenhuber (72), der auf darauf hofft, dass Angela Merkel wieder Bundeskanzlerin wird. "Wir sind mit ihr gut gefahren." Um 12 Uhr sind in der Vitalwelt bereits 200 Stimmen abgegeben worden, Briefwahl haben in diesem Stimmbezirk 341 Wahlberechtigte wahrgenommen. Auf rund 700 Bürger warten die Wahlhelfer dort noch.

Leonhard Wagenhuber gibt in der Schlierseer Vitalwelt seine Stimme ab.

11:11 Uhr:  Laut Geschäftsleiter Stefan Führer haben im Wahllokal im Miesbacher Rathaus um kurz vor 11 Uhr bereits 108 Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben. Das sei für diese Uhrzeit eher wenig. Womöglich kommen einige erst später und verbindenden Urnengang später mit einem Besuch bei der Autoschau auf der Waitzinger Wiese oder dem Markt. Acht Wahlhelfer überwachen in zwei Schichten die Stimmabgabe. 2340 von 8330 Wahlberechtigten in der Kreisstadt haben bereits per Brief ihr Kreuzchen gemacht, sagt Siegfried Obermaier vom Wahlamt. Das sind knapp 30 Prozent. Der Anteil sei von Wahl zu Wahl gestiegen in den vergangenen Jahren. Acht Wahllokale insgesamt gibt es in Miesbach.

Beispielsweise das Trachtenheim in Miesbach hat seine Türen für die Wahl aufgesperrt. Wie der Wahllokalleiter dort sagt, hätten um 11 Uhr schon ein Drittel der Bürger ihre Stimmen abgegeben.

8.21 Uhr: In der Baumgartenschule in Holzkirchen herrscht schon früh am Morgen reges Treiben. Die Wahlhelfer Christina Eder (26), Christoph Schmidt (47) und Andreas Gilde 55 sind sich sicher: „Alle die sporteln wollen oder etwas Vorhaben, kommen früh morgens.“ Auch Herbert Klüg (80) war schon da. Es sagt: „Wählen ist sehr wichtig!“ Wo er sein Kreuz gemacht hat, verrät er nicht. Nur so viel: „Die AfD würde ich nie wählen,  schlimm, dass es die überhaupt gibt!“

Die Wahlhelfer in der Holzkirchner Baumgarten-Schule: Christina Eder, Christoph Schmidt, Andreas Gilde

kasu/nip/kmm/sg/ko/rs/ak/gab/avh/ag

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