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So schön war‘s vor vier Jahren beim Maibaumaufstellen in Föching.

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Burschen und Trachtler übernehmen am Föchinger Hof: Biergarten für einen Tag

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Es gibt zwar noch keinen neuen Pächter - aber einen Biergarten, den wird es am 1. Mai in Föching geben - wenn auch nur für einen Tag. Trachtler und Burschen nehmen die Sache selbst in die Hand, genau wie das Maibaumaufstellen.

Föching – Allein beim Gedanken an das hölzerne Ungetüm kullern die ersten Schweißperlen über die Stirn. Wenn am morgigen Dienstag im Landkreis wieder vielerorts die Maibäume aufgestellt werden, hieven auch der Burschenverein Föching-Fellach und der örtliche Trachtenverein am Föchinger Hof ein neues Traditionsstangerl in die Höhe. Und was für eins.

4,8 Kubikmeter Holz, knapp unter drei Tonnen schwer und satte 30,30 Meter lang: „Das ist einer der größten Maibäume, die wir je hatten“, sagt Michael Wohlschläger, Zweiter  Vorsitzender der Burschen, und klingt durch und durch stolz. Gespendet hat den Baum heuer Familie Reimann, aufstellen aber werden ihn die Burschen und Trachtler. Ein schweißtreibender Kraftakt. Denn in Föching ist das Maibaum-Aufstellen noch echte Handarbeit. 60 bis 70 Mann, schätzt Wohlschläger, werden dafür nötig sein.

Doch für die Burschen und die Trachtler beginnt die Arbeit schon heute. Sie richten den Biergarten am Föchinger Hof her und machen ihn Maibaum-Aufstell-Feier-fit. Einen Wirt, der sich darum kümmert, gibt es bekanntlich nicht, nachdem Hans Sprenger Ende Februar den Gasthof zugesperrt hat. Um die Suche nach einem Nachfolger kümmert sich die Gemeinde, der das Wirtshaus gehört. Fündig geworden ist man. Noch würden jedoch Vertragsgespräche laufen, heißt es aus dem Rathaus, einen Namen nennen will man daher noch nicht.

Und so ist es an den Föchinger Vereinen, „ihren“ Biergarten herzurichten. Die Schenke samt Zapfanlage stellt die Schlossbrauerei Maxlrain, genauso wie das Bier, das ausgeschenkt wird. Grillstationen haben die Vereine selber, einen Warmhalte-Ofen spendiert die Metzgerei Klaus aus Valley. Die Burschen und Trachtler übernehmen morgen dann auch die Bewirtung, während die Baiernrainer Blasmusik den ganzen Tag für Stimmung sorgt. Doch bevor morgen im Biergarten ausgiebig gefeiert wird, wird’s erstmal ernst für die Mannsbilder. Ab 10 Uhr stellen sie den Maibaum auf.

Eine Nacht mit Angstschweiß müssen sie derweil noch hinter sich bringen, die letzte Maibaum-Wache steht an. „Bislang sind wir glimpflich davongekommen“, verrät Wohlschläger. Lediglich ein „Scherzkeks“ habe sich am Stamm zu schaffen gemacht. Auf einem Zettel, den er hinterließ, drohte er, sich den Maibaum noch zu holen. Bislang hat er das allerdings nicht wahr gemacht. Viel Zeit bleibt ihm auch nicht mehr.

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