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Illegale Corona-Party: Polizei überraschte Jugendliche - die wählen „kreatives“ Versteck

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Von: Andreas Höger

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Illegale Corona-Party aufgelöst
Die Polizei hat am Wochenende in Holzkirchen eine illegale Corona-Party aufgelöst (Symbolbild). © Sophia Kembowski/dpa

Viel Alkohol und Joints: Die Polizei in Holzkirchen hat am Samstag eine Corona-Party mit acht Teilnehmern aufgelöst. Einige wählten kreative Verstecke vor der Polizei

Holzkirchen - Der Corona-Lockdown mit seinen strengen Kontaktbeschränkungen interessierte diese Gruppe offenbar wenig: Acht Personen feierten am vergangenen Samstag (23. Januar) mitten in Holzkirchen eine laute Corona-Party. Am frühen Abend war damit Schluss: Eine Polizeistreife machte dem feuchtfröhlichen Treiben ein Ende.

Corona-Party in Holzkirchen: Nachbarn informierten die Polizei

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Süd am Montag mitteilte, meldeten sich am Samstagabend genervte Nachbarn bei der Polizei und berichteten über deutlich hörbares Partygeschehen mit Musik und Gelächter in einer Wohnung in der Münchner Straße. Offenbar sehr unbekümmert wurde dort gemeinsam gefeiert. Laut Polizei handelt es sich um Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 22 Jahren, darunter drei Frauen. Sie wohnen mehrheitlich in Holzkirchen, je ein Partygast kam aus Bayrischzell, München und Oberhaching.

Holzkirchen: Acht Party-Gäste trotz Corona-Lockdown - Alkohol und Joints am Start

Eine Streifenbesatzung der Holzkirchner Inspektion machte sich auf den Weg. Nach Mitteilung des Polizeipräsidiums fanden die Beamten gegen 18.45 Uhr insgesamt acht Personen unterschiedlicher Hausstände beim gemütlichen Beisammensein und Alkoholkonsum an.

Einige der überraschten Partygäste versuchten sich laut Polizei slapstickartig in einem Schrank zu verstecken. Wie die Polizei mitteilt, scheiterten diese Versuche an der Größe des Schrankes.

Corona -Party in Holzkirchen aufgelöst: Teilnehmer verstecken sich im Schrank

Die acht Teilnehmer werden sich nicht nur wegen des Verstoßes gegen Lockdown-Regeln verantworten müssen. Da die Beamten nach eigener Aussage eindeutigen Marihuanageruch in der Wohnung wahrnehmen, schauten sie genauer hin und stellten in der Folge auch noch ein Tütchen mit „Gras“-Resten und weitere drogentypische Gegenstände fest.

Nachdem die Personalien aller Personen festgestellt waren, erteilte die Polizei Platzverweise - mit Ausnahme des Wohnungsmieters. Insgesamt musste die Polizei nach Auskunft von Pressesprecher Martin Emig am vergangenen Wochenende im südlichen Oberbayern fünf illegale Privatpartys auflösen. Dabei waren jeweils Personen mehrerer Hausstände beteiligt. Nachbarn oder Passanten hatten jeweils die Einsatzkräfte informiert.

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