Im Startblock: Apotheker Christoph Gonschorek nimmt am Montag ein Testzentrum in einem separaten Container hinter seiner Apotheke am Holzkirchner Marktplatz in Betrieb.
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Im Startblock: Apotheker Christoph Gonschorek nimmt am Montag ein Testzentrum in einem separaten Container hinter seiner Apotheke am Holzkirchner Marktplatz in Betrieb.

Weiteres Zentrum in Holzkirchen – Erste positive Bilanz in Tegernsee

Corona-Schnelltests im Landkreis Miesbach: Kapazitäten steigen

  • vonKatrin Hager
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  • Gabi Werner
    Gabi Werner
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Corona-Schnelltests sind gefragt. Aber auch die Kapazitäten im Landkreis wachsen. Während eine Apotheke in Holzkirchen mit einem weiteren Testzentrum im Startblock steht, zieht das Medius in Tegernsee erste Bilanz.

Landkreis Miesbach – Der schnelle Corona-Test ist gefragt – und der Bedarf wird angesichts der neuen Shopping-Regeln wohl weiter steigen. Aber auch die Kapazitäten wachsen. In Holzkirchen kommt am Montag, 19. April, neben dem neuen Testzentrum des BRK in der Mittelschule noch eine weitere neue Anlaufstelle für Schnelltests hinzu: Die Marien-Apotheke richtet ein Testzentrum ein.

Im Tegernseer Medius, wo vor gut einer Woche der Testbetrieb angelaufen ist, zieht derweil Betreiber Andreas Hasenknopf schon positive Bilanz.

„Der stärkste Tag“, sagt Hasenknopf, „war der Sonntag.“ Rund 100 Testwillige ließen sich abstreichen – 30 bis 40 Prozent davon waren Schüler, schätzt er. Kein Zufall. Für die Teilnahme am Präsenzunterricht gilt seit vergangenem Montag bekanntlich eine Testpflicht.

Bald Lolli-Test für Kinder?

Abstrich in Nase oder Rachen – nicht alle Kinder sind da begeistert. „Das ist manchmal schon eine Challenge“, sagt der Medius-Chef und lacht. Um es vor allem den Kleineren leichter zu machen, will er nun sogenannte Lolli-Tests anschaffen, bei denen Kinder auf einem Abstrichstäbchen lutschen und auf diese Weise das nötige Probematerial liefern. Auch diese Tests hätten eine hohe Zuverlässigkeit, versichert Hasenknopf.

Das Medius – eigentlich ein medizinisches Fitnesszentrum – möchte auch den regionalen Betrieben beim Testen behilflich sein. Ein Anfang wurde bereits gemacht: Hasenknopf und sein Team haben in einer Schreinerei in Bayrischzell die Belegschaft frühmorgens vor Schichtbeginn vor Ort durchgetestet. „Weitere Anfragen sind da.“

Auch sonst sei der Testbetrieb in Woche eins recht rund gelaufen – abgesehen von kleineren Anfangsproblemen. Ins Stocken gerate der Betrieb vor allem, wenn sich die Testwilligen noch nicht über das landkreisweite System www.reihentestung.de registriert haben. Das muss dann vor Ort nachgeholt werden. „Wir versuchen aber, das so kurz wie möglich zu halten“, sagt Hasenknopf. Schließlich geht es hier vor allem um eines: schnelle Abläufe. Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich.

Apotheke stockt Personal für Testzentrum auf

Noch im Startblock steht die Teststation der Marien-Apotheke in Holzkirchen. Inhaber Christoph Gonschorek hat bislang keine Tests angeboten. „Das war räumlich und personell schwierig.“ Der Apotheker hat nun eigens im hinteren Bereich des Holzkirchner Marktplatzes einen blauen Container als Teststation aufstellen lassen und 14 Mitarbeiter eingestellt, die ab Montag, 19. April, die Schnelltests durchführen.

Auf www.testzentrum-holzkirchen.de können symptomfreie Personen Slots im Fünf-Minuten-Takt buchen. Das Ergebnis kommt dann per E-Mail – das Negativ-Zertifikat kann etwa auch für den Grenzübertritt nach Österreich oder Besuche in Pflegeeinrichtungen verwendet werden. Über das System, das die Apotheke nutzt (No-Q), ist auch eine einmalige Registrierung möglich, die künftige Buchungen erleichtert. Termine für größere Gruppen, etwa Betriebe, können direkt mit der Apotheke vereinbart werden.

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gab/ag

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