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Die Rathauserweiterung   ist auch Teil des Ortsentwicklungskonzepts. 

Quasi einen extra Kreisbaumeister nur für die Gemeinde

CSU fordert einen Marktbaumeister für Holzkirchen

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In einem Antrag fordert die CSU-Fraktion die Schaffung einer Stelle für einen Marktbaumeister. Der soll Bebauungspläne überarbeiten und Ziele aus dem Ortsentwicklungskonzept umsetzen. 

Holzkirchen – Der Siedlungsdruck in Holzkirchen ist groß. Die Mitarbeiter im Bauamt haben viel zu tun, können meist nur reagieren, kaum aktiv städtebaulich tätig werden, meint der Holzkirchner CSU-Fraktionsvorsitzende Christoph Schmid. Deshalb hat Schmid nun im Namen seiner Fraktion einen Antrag auf Schaffung einer Stelle für einen Marktbaumeister im Rathaus eingereicht. „Ähnlich dem Kreisbaumeister im Landratsamt“, erklärt er.

„Wir sehen in dieser Aufgabe eine wesentliche Verantwortung für die zukünftige Entwicklung des Standortes Holzkirchen“, heißt es in dem Antrag. Zum Aufgabengebiet dieser Person gehöre zum einen die Überarbeitung und Weiterentwicklung bestehender Bebauungspläne, die die Verwaltung derzeit nicht in dem Umfang stemmen könne. „Bei Ortsterminen kriegen wir oft Probleme mit Bürgern, die mit Neubauten nicht einverstanden sind“, erklärt Schmid. Rechtlich seien der Gemeinde häufig die Hände gebunden – eben weil „zu dünn formulierte“ Bebauungspläne vieles zulassen. Schmid erinnert zum Beispiel an ein Bauvorhaben in Roggersdorf, wo ein Investor zwei Mehrfamilienhäuser errichtet (wir berichteten). Anwohner hatten protestiert, weil ihnen die Gebäude zu massiv erschienen. Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) erklärte, dass der Bebauungsplan viel Spielraum lasse, und das Vorhaben zulässig sei. Das Landratsamt hatte signalisiert, notfalls das verweigerte gemeindliche Einvernehmen zu ersetzen. Solche Situationen möchte die CSU künftig besser in den Griff bekommen.

Eine weitere Hauptaufgabe des Marktbaumeisters soll nach Ansicht der CSU die Verfolgung und Umsetzung der Ziele des vorliegenden Ortsentwicklungskonzeptes von Manuela Skorka sein. Immerhin habe die Gemeinde viel Geld dafür ausgegeben. Dort stünden viele Ideen drin, die eine langfristige Wirkung für Holzkirchen bergen. Etwa die Umgestaltung von Marktplatz und Herdergarten sowie die Rathauserweiterung. „Das soll kein Papiertiger sein, der in der Schublade verschwindet“, findet Schmid.

Die personellen Ressourcen in der Verwaltung seien knapp. Die ehemalige Standortförderin Verena Sattler, die das Rathaus vor Kurzem aus persönlichen Gründen verließ (wir berichteten), habe die Ortsentwicklung nur „so nebenbei“ betreut. Die neue Stelle soll nach Ansicht der CSU als Führungskraft für das Bauamt Verwaltung sowie das Bauamt Technik angesiedelt werden.

Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus, hält die Forderung für sinnvoll und durchaus umsetzbar. Auch innerhalb des Rathauses gebe es Bestrebungen, die Situation der Verwaltung zu optimieren. Es brauche eine Person, die sich gezielt um die städtebauliche Entwicklung, speziell um die Umsetzung des Orts- und Mobilitätskonzepts kümmert. Eventuell wird der Antrag in der nächsten Gemeinderatssitzung am 26. Oktober behandelt.

mar

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