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Bernd Weinmann junior tritt nicht mehr zur nächsten Wahl an.

Änderungen im CSU-Ortsverband 

Vorsitzender Weinmann zieht sich zurück

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Im CSU-Ortsverband ändert sich Einiges an der Spitze: Der Ortsvorsitzende Bernd Weinmann junior tritt bei der nächsten Wahl nicht mehr an. Doch nicht nur das. 

Holzkirchen– Im CSU-Ortsverband ändert sich Einiges an der Spitze: Der Ortsvorsitzende Bernd Weinmann junior tritt bei der nächsten Wahl nicht mehr an. Außerdem fallen Stellvertreterin Barbara Frua und Schriftführer Sascha Müller aus, weil sie wegziehen, berichtet Christoph Schmid, der ebenfalls einer von drei Vizevorsitzenden und zugleich Fraktionsführer im Gemeinderat ist. Im Mai – der genaue Termin sei noch offen – finde die Jahreshauptversammlung statt, samt turnusgemäßer Neuwahl, die alle zwei Jahre anstehe.

Den Grund für seinen Rückzug erklärt Weinmann so: „Ich bin in der Arbeit inzwischen so eingespannt.“ Der 51-Jährige arbeitet an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern in Fürstenfeldbruck (Polizei) und ist dort seit Kurzem stellvertretender Leiter des Fachgebiets Verkehr sowie Personalratsvorsitzender. „Irgendwann wird es zu viel“, bedauert Weinmann. Daher könne er sich nicht mehr zu 100 Prozent auf den CSU-Ortsvorsitz konzentrieren. Und er sei einer, der etwas ganz oder gar nicht mache.

Ebenfalls vorwiegend aus beruflichen Gründen war Weinmann im Frühjahr 2015 überraschend als Gemeinderat zurückgetreten (wir berichteten). Zugleich gab er damit den Fraktionsvorsitz ab. Seinen Posten als Kopf des Ortsverbands behielt er. Diesen bekleidete er seit 2014, er löste damals Olaf von Löwis nach 13 Jahren im Amt ab, nachdem dieser Bürgermeister geworden war. Weinmann interessierte sich für die Themen Verkehr, Sicherheit und Geothermie. Wichtig war und ist es ihm ferner, „Holzkirchen lebenswert zu erhalten“. Denn der Ort solle nicht nur „wachsen und wachsen“.

Auf jeden Fall stehe er weiter hinter der Sache, bleibe Mitglied in der CSU, der er seit gut 15 Jahren angehöre, versichert Weinmann nun. Es sei durchaus denkbar, dass er sich später einmal wieder in einem politischen Amt engagiere. Weiterhin bleibt er Schriftführer im Regionalarbeitskreis Miesbach des CSU-Arbeitskreises Polizei und Innere Sicherheit.

Schmid überrascht Weinmanns Entscheidung nicht. Bereits als Weinmann als Gemeinderat aufhörte, habe er angekündigt, nur bis zur nächsten regulären Wahl den Ortsvorsitz weiterzumachen. „Wir müssen jetzt neues Personal rekrutieren.“ Doch nicht nur das: „Es ist ein bisschen ruhig um uns geworden“, findet Schmid. Zwar leiste die CSU gute Arbeit im Gemeinderat, aber: „Politisches Klappern gehört zum Geschäft dazu.“ Man müsse sich noch mehr bemerkbar machen.

Schmid selbst hat nicht vor, Weinmanns Posten zu übernehmen. „Ich halte es für sinnvoll, dass der Ortsvorsitzende nicht im Gemeinderat sitzt.“ Zudem sei die Kombination aus Orts- und Fraktionsvorsitzendem schwierig. Erster müsse politische Forderungen auch einfach mal so in den Raum stellen, Letztgenannter sei mehr mit der Umsetzung konfrontiert. Zwischen Weinmann und ihm selbst, macht Schmid folgenden Unterschied aus: „Ich nehme mir gewisse Dinge nicht so zu Herzen.“ Themen wie Südspange und Geothermie habe Weinmann „wie einen Mühlstein“ mit sich getragen. „Ich kann gut austeilen und gut einstecken“, sagt Schmid mit Blick auf die kleinen Scharmützel, die er sich zuweilen mit SPD-Gemeinderat Hans Putzer liefert.

Auch Bürgermeister Löwis reagiert gefasst auf Weinmanns Entschluss: „Ich bin nicht überrascht, dass er aufhört“, sagt er. Aber: „Ich bedauere es.“ Denn: „Er ist kompetent und zuverlässig und hat immer weitsichtig gedacht in der Kommunalpolitik.“ Das Amt habe Bedeutung. Immerhin sei der Holzkirchner CSU-Ortsverband mit gut 240 Mitgliedern der größte im Kreis.

Weinmann macht sich keine Sorgen um seine Nachfolge. „Wir haben gute Leute im Ortsverband“, sagt er. Junger, frischer Wind mache bestimmt Sinn.

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