Das Glück dieser Erde... Peter Brunner aus Holzkirchen, seit vielen Jahren begeisterter Reiter, feiert heute seinen 90. Geburtstag.
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Das Glück dieser Erde... Peter Brunner aus Holzkirchen, seit vielen Jahren begeisterter Reiter, feiert heute seinen 90. Geburtstag.

Interview zum 90. Geburtstag

Der Holzkirchner Peter Brunner über die Faszination des Dressurreitens

Holzkirchen – Er ist passionierte Reiter, und das seit vielen Jahren. Am heutigen Freitag feiert der Holzkirchner Peter Brunner seinen 90. Geburtstag.

Herr Brunner, Sie werden heute 90 Jahre alt. Wie feiern Sie?

Es geht ja zur Zeit nicht viel. Aber ich möchte noch mal auf einem guten Pferd sitzen und dann Kaffee trinken und Kuchen essen mit meiner Frau und meinem Sohn.

Sie reiten schon seit vielen Jahren Dressur. Wie sind Sie zum Reiten gekommen?

Wissen Sie, als Kind hatte ich keine Möglichkeit zum Spielen. Ich komme aus einer Bergbaufamilie aus Penzberg, da war nie Geld da. Aber ich habe schon immer geträumt. Ich wollte jagen, reiten, und einen Hund wollte ich haben. Und dann habe ich etwas Glück gehabt, irgendwann, einen Beruf zu haben, bei dem ich genug Geld verdient habe, um mir meine Träume zu erfüllen. Mit 40 Jahren konnte ich dann endlich reiten. Ich hatte Zeit und Geld und bin nur noch geritten, geritten, geritten. Ich wollte ein guter Reiter werden, und mit viel Ehrgeiz und Fleiß ist mir das auch gelungen.

Und haben Sie sich auch Ihre anderen Träume erfüllt? Sind Sie Jäger?

Ja, ich bin Jäger. Mit 78 Jahren habe ich meinen Jagdschein gemacht. Aber das Schießen war immer ein Problem für mich. Ich mochte das einfach nicht. Und in der Prüfung bin ich deswegen auch erst einmal durchgefallen. Dann musste ich sie eben wiederholen, und dann hat’s auch geklappt. Aber ich jage nicht mehr. Das ist was für jüngere Leute, die noch richtig arbeiten und Jagdstände errichten können. Das möchte ich heute gar nicht mehr. Ich will mein Leben eher genießen.

90 Jahre – das ist eine lange Zeit. Haben Sie eine Erinnerung, an die Sie gerne denken?

Meine Kindheit und Jugend waren Armut. Dann war es die Behördentätigkeit, die mir auch nicht unbedingt so gefallen hat. Wissen Sie, die wirklich gute Zeit zum Leben war die, die nach der Pensionierung kam. Ich habe nochmal eine Frau kennengelernt und geheiratet, und zusammen haben wir einen Sohn bekommen. Und dann kam das große Glück. Ich bin innerlich ganz ruhig, ich habe keine Sorgen. Ich kann jeden Tag meine drei bis vier Kilometer gehen. Es sind keine 20 Kilometer mehr, aber immerhin. Ich habe keine gesundheitlichen Probleme. Das ist eine schöne Zeit, und ich hoffe, dass es noch ein paar Jahre so weitergeht.

Das Gespräch führte Moritz Hackl.

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