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Die Sautröge sind zurück: Gaudi-Regatta am Samstag auf Dorfweiher

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Von: Andreas Höger

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Leinen los: Nach zweijähriger Pause wird am Großhartpenninger Dorfweiher wieder um die Wette gepaddelt. Das Bild entstand 2019.
Leinen los: Nach zweijähriger Pause wird am Großhartpenninger Dorfweiher wieder um die Wette gepaddelt. Das Bild entstand 2019. © Archiv tp

Leinen los für furchtlose und wasserfeste Kapitäne: Das Hartpenninger Dorffest steigt am kommenden Wochenende (20./21. August). Höhepunkt wird am Samstag das legendäre Sautrog-Rennen.

Großhartpenning – Drei Jahre herrschte Flaute auf dem Großhartpenninger Dorfweiher. Letztmalig schäumte das kleine Gewässer am 17. August 2019, als das Team „Überholspur“ die „Haubentaucher“ abhängte, damit das legendäre Sautrog-Rennen gewann – und Corona nicht viel mehr war als ein Bier aus Mexiko. Dann brach die Pandemie herein, das Hartpenninger Dorffest verblasste zwei Sommer lang zur fernen Erinnerung. Am kommenden Wochenende indes werden die Anker wieder gelichtet: Das Dorffest der Ortsvereine kehrt am Samstag und Sonntag, 20. und 21. August, zurück – und natürlich auch das Sautrog-Rennen.

Alle seien schon in freudiger Erwartung, sagt Hubert Schmid, Sprecher der „Hartpenninger Orts-Vereine (HOV) GbR“, die das Dorffest rund um das Feuerwehrhaus organisiert. TSV, Trachtler, Burschen, Schützen, Musikkapelle, Veteranen und Feuerwehr stemmen die Veranstaltung miteinander. Es wird die 15. Ausgabe. Aufgebaut wird am morgigen Freitag ab 17 Uhr. „Helfer sind willkommen“, sagt Schmid.

Wie aber geht es dem Hauptdarsteller, dem Dorfweiher? Hat er trotz Sommerhitze noch den nötigen Tiefgang? „Da ist noch genug Wasser drin“, versichert Schmid. Am Freitag sei zudem Regen angesagt, der den Pegel stabilisieren sollte.

Mitmachen bei der „inoffiziellen Sautrog-WM“ kann jeder und jede, am besten als Zweierteam. „Einfach vorbeikommen und bei der Rennleitung melden“, sagt Schmid. Die Sautröge werden gestellt, „damit alles die gleichen Voraussetzungen haben und es nachher niemand aufs Material schieben kann“, betont der HOV-Sprecher.

Ob es zu Ausscheidungsduellen mit krönendem Finale kommt oder am Ende die beste Zeit gewinnt, ist laut Schmid abhängig von der Zahl der Teilnehmer. Auch er selbst hat sich bei früheren Regatten schon mehrfach in die Dorfweiher-Fluten gestürzt. „Leider mit eher mäßigem Erfolg“, gibt er zu. Seine Sautrog-Karriere sei auf jeden Fall beendet.

Das Fest am Samstag beginnt um 14 Uhr, es spielt die Blaskapelle Hartpenning. Die Regatta startet gegen 16 Uhr. Man darf auf die fantasievollen Team-Namen und die aktuelle Form der Weiher-Athleten gespannt sein. Moderator Mike „Bull“ Fischer wird sicher den einen oder anderen aufmunternden Spruch parat halten. Wettbewerb und Fest finden bei jeder Witterung statt. Für alle Fälle stehen laut Schmid ein großes Zelt und notfalls auch die Fahrzeughalle der Feuerwehr zur Verfügung.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt, unter anderem mit Gyros, Grillspezialitäten, Steckerlfisch und Schaschlik. Abends besteht Gelegenheit, die Heldentaten auf dem Dorfweiher in der Weinlaube oder an der Burschen-Bar ausgiebig zu feiern und zu analysieren.

Um am Sonntag wieder fit zu werden, wird nach der Kirche ab 10 Uhr zum Frühschoppen eingeladen, begleitet erneut von den Klängen der Musikkapelle. Nach Kaffee und Kuchen klingt das Dorffest am späten Nachmittag aus.

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