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Der Weg ist frei: Westlich des Bahndamms soll der neue Geh- und Radweg durch den Teufelsgraben entstehen. Er verbindet Holzkirchen mit Otterfing. 

Neuer Geh- und Radweg

Direktverbindung durch Teufelsgraben

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Holzkirchen/Otterfing - Es wird die „Direttissima“ zwischen Otterfing und Holzkirchen: Ein Geh- und Radweg entlang des Bahngleises durch den Teufelsgraben ist seit Jahren in Planung, heuer endlich soll gebaut werden. Zu den Profiteuren zählen vor allem Schüler und Bahnfahrer.

Die Trasse ist nicht neu. Schon immer nutzten Otterfinger und Holzkirchner den Bahndamm über den Teufelsgraben, um zu Fuß oder mit dem Radl in direkter Linie in den Nachbarort zu gelangen. Es sind zwischen den Bahnhöfen gerade einmal 3,5 Kilometer zu laufen oder zu strampeln – spürbar kürzer als die weiter ausholende Trasse des Geh- und Radwegs, der neben der Staatsstraße 2573 (ehedem B 13) verläuft. 

Der Pfad entlang der Eisenbahn werde auch aktuell fleißig genutzt, sagt Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU). „Dort herrscht reger Verkehr.“ Allerdings sei die Passage im Teufelsgraben teilweise schmal und ausgesetzt. „Das ist nicht ungefährlich, es gibt immer wieder Unfälle.“ Der jetzt geplante Ausbau schaffe „ein Stück mehr Sicherheit“. 

Der Ausbau ist als Gemeinschafts-Projekt der Gemeinden Otterfing und Holzkirchen geplant, die Federführung liegt im Holzkirchner Rathaus. Schon seit vier Jahren schiebe er diesen Radweg an, sagt der Otterfinger Bürgermeister. In Holzkirchen bremste man zunächst, weil es lange Zeit schien, als würde im Bereich der vorgesehen Trasse ein Geothermie-Bohrplatz entstehen. Das jedoch hat sich erledigt: Der Gemeinde reichte ein Bohrplatz in der Alten Au für beide Bohrungen. 

Jetzt scheint der Weg frei. „Wir würden heuer gern anpacken“, sagt Hans Kellner, Leiter des Technischen Bauamts im Holzkirchner Rathaus. Allerdings stehe noch ein Grunderwerb aus, „da laufen gerade Verhandlungen.“ Glückt der Erwerb, könne die konkrete Planung beginnen. 

Die Trasse startet auf Holzkirchner Seite an der Nordspange, in der Verlängerung des vom Bahnhof kommenden Otterfinger Wegs. Ein Feldweg westlich des Bahndamms, der sich nach rund 300 Metern zu einem Pfad verschmälert, führt nach Norden. „Im Teufelsgraben ist einen steile Böschung zu überwinden“, sagt Kellner, „da wird der Bau sicher aufwendiger.“ 750 Meter verläuft der Weg auf Holzkirchner Flur; weitere 720 Meter sind es auf Otterfinger Seite, vorbei am kleinen Biotop bis zum Anschluss an die Holzhamer Brücke. 

Der Geh- und Radweg soll möglichst auf einer Breite von drei Metern (mindestens 2,50 Meter) asphaltiert werden. „Moderne Radwege brauchen unbedingt eine Teerschicht“, betont Hartmut Romanski, Fahrrad-Beauftragter der Marktgemeinde. Leider sei noch nicht überall angekommen, dass solche Radwege weniger einem Freizeitvergnügen dienen, sondern als gleichberechtigte, staubfreie Verkehrstrassen anzusehen seien. „Zurecht gibt es nur staatliche Zuschüsse, wenn auch asphaltiert wird.“ 

Laut Kellner hoffen die Gemeinden, dass etwa die Hälfte der geschätzten Gesamtkosten in Höhe von rund 360 000 Euro durch Fördermittel gedeckt sind. Der Holzkirchner Anteil liegt (ohne Abzug von Zuschüssen) bei 230 000 Euro, Otterfing will laut Bürgermeister 180 000 Euro in den Haushalt einstellen: „Wir würden gerne auch noch die kurvige Auffahrt auf die Holzhamer Brücke etwas angenehmer für Radler gestalten.“ 

Nutznießer der Verbindung sind laut Eglseder besonders Otterfinger Schüler, die so, fernab der Autostraße, schnell ins Gymnasium kommen. Auch für BOB-Fahrer aus Otterfing sei die direkte Radlverbindung zum Bahnhof sicher interessant. Hartmut Romanski weist noch auf eine andere „Anschlussoption“ hin: Die Gemeinden des Hachinger Tals wollen einen „Radlschnellweg“ entlang der Schienen aufbauen. Die Trassen sollen von München bis tief ins Oberland reichen. „Der Teufelsgraben-Radweg wäre da eine schöne Verbindung zwischen Sauerlach und Holzkirchen“, sagt Romanski.

Von Andreas Höger

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