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In den Niederlanden werden derzeit betroffene Eier vernichtet. 

Interview 

Eier-Skandal: „Für uns ist das eher positiv“

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Nach Vogelgrippe und Bayern-Ei folgt der nächste Skandal: die Gift-Eier aus den Niederlanden. Wir haben mit Meinrad Bacher, einem regionalen Erzeuger aus Kleinhartpenning gesprochen. 

Meinrad Bacher besitzt rund 3000 Hühner. 

Kleinhartpenning – In ganz Europa versetzen Gift-Eier die Verbraucher in Aufruhr – mehrere Supermarkt-Ketten haben reagiert und Erzeugnisse aus den Niederlanden aus dem Verkauf genommen. Schuld ist das Antiläusemittel eines holländischen Herstellers, das mit Insektiziden verunreinigt sein soll. Wir haben mit Meinrad Bacher aus Kleinhartpenning gesprochen. Der Landwirt besitzt rund 3000 Hühner, die täglich etwa 2500 Eier legen.

Herr Bacher, spüren Sie die Auswirkung des neuesten Ei-Skandals bereits?

Nein, bislang gar nicht.

Mit welchen Folgen rechnen Sie?

Für uns ist ein solcher Skandal eher positiv. Das haben wir schon öfter erlebt, beispielsweise bei der Vogelgrippe. Die Leute schauen wieder drauf, wo ihre Lebensmittel herkommen und kaufen tendenziell eher regionale Produkte.

Wie länge hält dieser Trend vor?

Leider nicht besonders lange (lacht). Sobald das Thema in den Medien nicht mehr präsent ist, vergessen die Leute das Ganze auch schnell wieder.

Ursache für den Skandal ist das Desinfektionsmittel Dega-16, das wohl mit dem Insektizid Fipronil verunreinigt war. Haben Sie das auch benutzt?

Nein, das Mittel nehmen wir gar nicht her. Und wenn wir im Stall eine Desinfektion vornehmen, dann kommen damit sowieso weder Eier noch Hühner in Kontakt.

Wie läuft eine solche Desinfektion bei Ihnen ab?

Das geschieht bei uns einmal im Jahr, und zwar immer dann, wenn gerade Hühnerwechsel ist. Der Stall ist dann leer und wird einmal gründlich desinfiziert.

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