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In den Endzügen befindet sich der Neubau für die Kita an der Erich-Kästner-Straße in Holzkirchen. Die Kostenobergrenze wird laut Rathaus durch den Wasserschaden nicht überschritten.

Nach Wasserschaden

Einzug in Kita verzögert sich

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Holzkirchen - Der Einzug in die neue Kita an der Erich-Kästner-Straße in Holzkirchen verzögert sich etwas. Hintergrund ist ein Wasserschaden, der inzwischen aber behoben ist. Das Kinderland kann am 9. Mai im neuen Zuhause starten. Für die Kinder ist die Veränderung ein großer Schritt.

Schlimm sei es nicht. „Aber ein bisschen trifft es uns schon“, sagt Petra Götzenberger, Geschäftsführerin der Kinderland GmbH. Immerhin müsse man nun etwas umplanen. „Wir hatten uns ja auf März eingestellt.“ So auch Eltern, die wieder arbeiten gehen. Interimsmäßig seien schon vier Holzkirchner Krippenkinder am Standort in Bad Tölz untergebracht. 

Der Einzug in die neue Kindertagesstätte mit rund 160 Plätzen, die die Gemeinde an der Erich-Kästner-Straße in Holzkirchen baut und die von der Kinderland Weyarn GmbH betrieben wird, verzögert sich etwas. Beim Spatenstich Anfang Mai 2015 ging man davon aus, dass der Neubau bis April 2016 fertig wird (wir berichteten). Jetzt startet der Betrieb in der neuen Kita zum 9. Mai, heißt es in einer Pressemitteilung des Rathauses. Das sei bereits im Februar zwischen der Marktgemeinde und Götzenberger vereinbart worden. 

Hintergrund für die Verschiebung ist ein Wasserschaden, der durch eine undichte Grundleitung über die Weihnachtsfeiertage verursacht wurde. Dieses Problem konnte laut Gemeinde zeitnah abgearbeitet werden. „Aufgrund der erhöhten Sensibilität, die man bei einer Kindertagesstätte insbesondere wegen der beinah unvermeidlichen Schimmelbildung bei Wassereinbrüchen walten lassen muss, wurde umgehend ein entsprechendes Fachunternehmen zur Feuchtigkeits- und Schimmelbekämpfung beauftragt“, heißt es aus dem Rathaus. Ein Gutachter habe die Maßnahme begleitet, damit auch die Beseitigung der letzten Schimmelsporen gewährleistet werden konnte. „In Kenntnis der Brisanz des Themas wurde frühzeitig der ursprüngliche Bezugstermin von April 2016 auf Mai verschoben“, so die Gemeinde. 

Am Prinzip ändere sich also nichts: „Das Kinderland kann wie geplant von den Interimsräumen im Pavillon an der Baumgartenstraße in das neue Haus an der Erich-Kästner-Straße umziehen.“ Laut Götzenberger zieht das Kinderland mit zwei Hort-, einer Krippen- und drei Kindergartengruppen vom Pavillon in den Neubau um. Die siebte Gruppe, für Kindergartenkinder gedacht, wird wohl bis Juli oder August aufgebaut. „Wir sind also relativ voll.“ 

Laut Robert Haunschild, Geschäftsleiter im Rathaus, ist die Schadenssumme für den Wasserschaden zwar noch offen, es handle sich aber voraussichtlich um einen Versicherungsfall. „Davon gehen wir aus“, sagt er gegenüber unserer Zeitung. Insofern verändere sich an den Kosten nichts. Bekanntlich liegt die Obergrenze bei 5,7 Millionen Euro, es werden auch staatliche Zuschüsse erwartet. Wie berichtet, waren die relativ hohen Ausgaben im Gemeinderat auf Kritik gestoßen. 

Engpässe in der Kinderbetreuung gebe es durch die Verzögerung genauso wenig, versichert Haunschild. „Die können alle untergebracht werden.“ Sowohl im Krippen-, Kindergarten- und Hortbereich. Auch wenn die Kinderbetreuung laut Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) generell „auf Kante genäht“ sei. Und auch die Grundschüler, die übergangsweise im Gymnasium untergebracht sind, dürfen pünktlich zum neuen Schuljahr in ihr eigentliches Gebäude an der Baumgartenstraße ziehen, meint Haunschild. Ohnehin würde der dortige Pavillon erstmal nicht für die Grundschule genutzt. 

Rein baulich gesehen befindet sich der Kita-Neubau aus Holz – der sich mit zwei Gebäudesträngen zwischen Gymnasium und Asyl-Containern erstreckt – in den Endzügen. Der Innenausbau ist laut Rathaus am Laufen, im Juli sind die Außenanlagen dran. Ein Trakt dient den flexibel einsetzbaren Gruppencluster, der andere für Verwaltung, Personal und Multifunktionsräume. Das Dach ahmt eine Alpensilhouette nach. 

„Für die Kinder ist ein Umzug schon ein großer Schritt“, meint Götzenberger. Man müsse sie pädagogisch darauf vorbereiten. Bei einem Elternabend am 21. April sollen Eltern Details erfahren.

Von Marlene Kadach

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