Kommunikationsschwierigkeiten

Eis geklaut und schwarzgefahren: Holzkirchnerin (21) vor Gericht

Kein Geld, arbeitslos und der deutschen Sprache nicht mächtig: So steht es um eine Italienerin (21), die seit über einem Jahr in Deutschland wohnt und nicht zum ersten Mal vor Gericht landete.

Holzkirchen– Dabei ging es um zwei Delikte, die der in München geborenen Holzkirchnerin vorgeworfen wurden: Diebstahl und Erschleichen von Leistungen.

Mit einer Dolmetscherin an ihrer Seite gestand die 21-Jährige beide Vergehen umgehend. Anfang März dieses Jahres entwendete sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten in den Räumen eines Drogeriemarktes in München ein Eis im Wert von 1,45 Euro – und wurde prompt erwischt. Ebenso erging es ihr nur drei Wochen später: Da hatte sie sich die 8,40 Euro geschenkt, die sie für eine Fahrt mit der S-Bahn von München nach Holzkirchen hätte zahlen müssen. „Ich hatte und habe einfach kein Geld“, erklärte die arbeitslose Holzkirchnerin. Beim Eis-Klau will sie einfach nur Hunger gehabt haben, das sei der Grund für den Diebstahl gewesen. Erst im Februar saß die junge Frau schon einmal vor Gericht – auch wegen Diebstahls.

Staatsanwältin Karl plädierte auf 24 Sozialstunden, die die Holzkirchnerin ableisten solle. Amtsgerichtsdirektor Klaus-Jürgen Schmid schloss sich der Forderung an und gab der 21-Jährigen mit auf den Weg, „dass Sie schnell die deutsche Sprache erlernen und dann hoffentlich auch eine Arbeit finden“.

Philip Hamm

Rubriklistenbild: © picture alliance / d pa

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