Das Eisstadion an der Thanner Straße
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Später Start? Das Eisstadion an der Thanner Straße – unser Archivbild entstand vor zwei Jahren – ist seit Saisonbeginn im November coronabedingt geschlossen.

Gemeindewerke wollen Betrieb starten, wenn Lockdown gelockert wird

Eisstadion: Eine Mini-Saison im Februar?

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Still und starr ruht das Freiluft-Eisstadion an der Thanner Straße - während sich auf den Weihern der Region die Wintersportler drängen. Corona-Regeln machen den Unterschied. Aber: Es gibt Hoffnung auf eine Mini-Stadionsaison im Februar.

Holzkirchen – Keine Pucks flitzen, keine Kufen kratzen, keine Eisstöcke gleiten: Das Freiluft-Stadion an der Thanner Straße liegt im Corona-Schlaf. Ganz anders auf den Dorfweihern der Region: Dank zweistelliger Minusgrade in der Nacht und Dauerfrost trägt das Eis, auch wenn an einigen Stellen immer Vorsicht geboten ist. Hier viel Trubel auf kleiner Fläche, dort tote Hose.

„Beim Blick auf das derzeitige Geschehen auf den Dorfweihern kommen wir schon ins Grübeln“, sagt Albert Götz, Geschäftsführer der Gemeindewerke Holzkirchen. Noch nicht eine Minute Eiszeit fand bisher in der Saison 2020/21 an der Thanner Straße stat  – coronabedingt. „Obwohl wir ein Freiluft-Stadion sind, gelten wir als Sportstätte“, sagt Götz. Will heißen: Der Betrieb unterliegt den aktuell geltenden Infektionsschutz-Regeln, die strenge Auflagen vorsehen.

Das Ziel lautet: In diesem Winter wenigstens einmal öffnen

Während sich auf den Weihern die gebotenen Kontaktbeschränkungen und Mindestabstände schwerlich kontrollieren lassen, müssten sich die Gemeindewerke ein Hygiene- und Betriebskonzept genehmigen lassen. „Angesichts der schlimmen Infektionszahlen im Landkreis ist das aktuell kein Thema“, sagt Götz, „aber wir haben uns zum Ziel gesetzt, in der Saison auf jeden Fall noch einmal zu öffnen.“ Die Saison endet offiziell Ende Februar.

Ein Corona-Betrieb würde dem Eisstadion einige Auflagen abverlangen. „Wir müssten Absperrungen aufbauen und nur zulässige Gruppen gemeinsam auf die Fläche lassen“, sagt Götz. Um das zu organisieren, wäre ein Online-Buchungssystem nötig – und zusätzliches Aufsichtspersonal. „Wir haben das schon diskutiert und durchgespielt“, sagt Götz, „nach den Lockdown-Verschärfungen im Dezember haben wir’s aber sein gelassen.“ Denn als öffentliche Einrichtung sieht Götz die Gemeindewerke, eine hundertprozentige Tochter der Marktgemeinde Holzkirchen, in einer gesellschaftlichen Vorbildfunktion: „Wir wollen jetzt solidarisch sein.“

Ein Zeichen der Hoffnung setzen

Doch sollten die Infektionszahlen im Februar sinken und die Lockdown-Regeln, die aktuell bis Ende Januar gelten, gelockert werden, wollen die Gemeindewerke an der Thanner Straße wenigstens eine Mini-Saison starten. Denkbar wäre, dann auch für Schulklassen zu öffnen. Für die Bevölkerung könne das ein schönes Symbol sein, glaubt Götz, „ein positives Zeichen, dass es wieder aufwärts geht.“

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