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Eiszeit bis in den März: We il die Holzkirchner Eishockeymannschaft um den Ausftieg kämpft, bleibt das Hubertusstadion in dieser Saison länger geöffnet. 

Eisstadion Holzkirchen

Endlich geht’s in die Verlängerung

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Das Eisstadion geht in die Verlängerung. Weil die ESC-Eishackler um den Aufstieg kämpfen, sperren die Gemeindewerke nicht wie üblich Ende Februar zu, sondern machen Eis bis 11. März – vielleicht sogar länger. 

Holzkirchen Albert Götz drückt die Daumen. „Der ESC hat einen Lauf“, sagt der Chef der Gemeindewerke, „den dürfen wir nicht bremsen.“ Überraschend haben es die Holzkirchner Eishockeyspieler in die Aufstiegs-Playoffs geschafft. Das Team ist so gut drauf, dass man ihnen den großen Wurf zutraut. Allerdings: Die Entscheidungsspiele werden sich wohl bis in den März ziehen – und traditionell endet die Saison im Hubertusstadion am 28. Februar.

Sollen die Eishockeyspieler den angepeilten Aufstieg in die Landesliga in einem fremden Stadion feiern? In Miesbach oder Bad Tölz?

„Ganz sicher nicht“, sagt Bürgermeister Olaf von Löwis, „wir sind alle sehr angetan von den Leistungen des ESC. Wir lassen das Stadion so lange auf, bis sie durch sind.“ Er habe den Gemeindewerken dafür grünes Licht gegeben.

Götz hofft auf einen Motivationsschub für die Truppe von Trainer Christian Frütel. „Zuhause ist es doch am schönsten, da können wir den Burschen doch jetzt nicht das Licht ausmachen.“

Der Erfolg der ESC-Puckjäger hat möglich gemacht, was sich Eisläufer und Stockschützen schon lange wünschen: Eine Saison, die länger dauert als vom 1. November bis 28. Februar. „Vier Monate sind wenig“, weiß der Bürgermeister, der auch nicht vergessen hat, dass die Saison stotternd begann, weil Anfang November das Wetter nicht mitspielte (wir berichteten). „Wir hatten in den Vorjahren immer wieder mal vor, das Stadion länger offen zu halten“, sagt Löwis, „diesmal klappt es.“

Geht es nach dem Bürgermeister, soll das Stadion auch in den nächsten Jahren verlängern können. „Wir sollten das so beibehalten – vorausgesetzt, die Witterung lässt das zu.“ Denn auch wenn der politische Wille groß ist, bleibt das Stadion in der Thanner Straße eine Freiluft-Arena. „Wenn’s zu frühlingshaft wird, haben wir ein Problem“, sagt Götz.

Wind und Sonne nagen am schönen Eis, ab einer Temperatur von 10 Grad stößt die Technik an ihre Grenzen. Der Frühling jedoch ist nicht in Sicht. Zum Glück für alle Eislauffans wird es in den nächsten Tagen richtig sibirisch.

Von der Verlängerung profitieren alle Eissportler. Die Gemeindewerke sehen darin auch eine Art Testlauf, ob sich das Stadion länger als vier Monate belegen lässt. „Das könnte erste Aufschlüsse geben über die Auslastung einer Eishalle, die sich ja viele für Holzkirchen wünschen“, sagt Götz. Da einige Schulen längerfristig planten und nicht kurzfristig weiterbuchen konnten, sind kurzfristig noch Eiszeiten zu haben. Nähere Auskünfte dazu erteilen die Gemeindewerke unter 0 80 24 / 90 44 13.

Klar ist, dass die Verlängerung Geld kostet. Das jährliche Betriebskosten-Defizit des Stadions betrug zuletzt rund 180 000 Euro, die Gemeinde muss das Defizit aus Steuermitteln decken. „Wir wissen, dass es in dieser Saison mehr werden könnte“, sagt Löwis, „aber das nehmen wir in Kauf.“

Abzuwarten sei auch, wie die Nachbarn auf die Betriebsverlängerung reagieren. Das Stadion liegt bekanntlich in einem Wohngebiet. „Vielleicht freuen sie sich, dass sich was rührt im Stadion“, hofft Löwis.

Wie lange die Verlängerung dauert, hängt vom Erfolg des ESC ab. Bis 11. März bleibt laut Götz auf jeden Fall offen. Das theoretisch letzte Spiel ist am 23. März angesetzt.

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