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Letzte Runden auf dem Eis konnten dieser Tage Schlittschuhläufer drehen. Ob die marode Verrohrung unter dem Eis auch weiter hält, muss erneut geprüft werden.

Letzte Runde im Eisstadion 

Saison endet am Faschingsdienstag

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Das Eisstadion schließt heuer am Faschingsdienstag, 28. Februar. Ob die marode Einrichtung saniert wird oder ein Neubau ansteht, ist noch offen. 

Holzkirchen – Das Holzkirchner Eisstadion öffnete am 1. November 2016, die Saison soll am Faschingsdienstag, 28. Februar, enden. „Das ist mitten in den Ferien“, bemerkte nun Hubert Müller (FWG) in der Gemeinderatssitzung. Er wollte wissen, ob man zum Vorteil der Schulkinder die Saison nicht etwas verlängern kann.

Das werde je nach Witterung kurzfristig entschieden, erklärte Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU). So sei das mit den Gemeindewerken vereinbart worden. Ist es zu warm, wären der Energiebedarf und die Kosten für den Betrieb zu hoch. „Es bleibt offen, wenn es von der Temperatur her möglich ist“, sagte der Rathauschef. Wie Sabine Kapfenberger von den Gemeindewerken auf Anfrage unserer Zeitung mitteilt, sieht es aber nicht nach einer Verlängerung aus. Der Wetterbericht sage Regen und Sonne voraus. „Der letzte Tag ist der 28. Februar“, meint sie. Alles andere fresse zu viel Strom.

Müller erkundigte sich nach der Zukunft der Einrichtung. „Wir müssen uns mit dem Eisstadion befassen“, betonte er. Wie mehrfach berichtet, ist die 20 Kilometer lange Pistenverrohrung unter der Eisfläche, durch die das Kühlmittel läuft, marode. Jedes Jahr aufs Neue stellt sich die Frage, ob es noch hält. Vor jeder Saison wird er Zustand erneut überprüft. Kämmerer Dominik Wendlinger wusste zu berichten, dass die Anlage zwischendurch immer wieder notdürftig geflickt wird. Eine richtige Sanierung würde laut Gemeindewerke über 100 000 Euro kosten.

Immer noch billiger als ein neues Stadion, betonte Löwis. Dieses würde sicher mehrere Millionen Euro schlucken. Die Marktgemeinde denkt bekanntlich seit Jahren über eine Auslagerung des knapp 60 Jahre alten Stadions nach. Auch angesichts der geplanten Postbräubebauung und der damit verbundenen Lärmbelästigung für Anwohner. Vage im Raum schwebten Neubauten am Moarhölzl oder nahe des Bohrplatzes sowie Gemeinschaftslösungen. Das heißt, die Halle könnte im Sommer zum Beispiel als Mehrzweckraum für verschiedene Veranstaltungen dienen. Konkretes gibt es dazu noch nicht. „Man kann das nicht mehr aufschieben“, findet Müller. „Das Problem bleibt.“ Löwis beteuerte, dass das Projekt hohe Priorität genieße: „Wir bleiben dran“, versprach er. 

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